„Life is not an experiment“ – Hotelmanager Bastian Becker

Bastian Becker ist ein formidabler Gastgeber mit dem richtigen Blick für die nötigen aber auch schwierigen Details und den richtigen Touch für Unmögliches, denn bereits früh in seinem Leben hat er gelernt und verstanden, dass es auch für Unmögliches Lösungen geben kann.  Wegschauen oder Verstecken ist so gar nicht seine Natur. Aufmerksam und mit einer satten Portion Charme auf Menschen zuzugehen ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. Ja! Er ist somit ein Ausnahmetalent in einer von Budgets und Finanzplänen gehypten Branche in welcher Fachkräftemangel auf digitale Wandlungen, fernab vom Menschsein trifft. Bastian Becker kennt und beschäftigt sich täglich mit all diesen, teils großen Herausforderungen, welche er zusammen mit seinem Team routiniert löst.

Die Gestaltung einer weltoffenen Willkommenskultur gepaart mit herzlicher Servicefreude ist für ihn eine Herzenssache, denn letztlich ist ein zufriedener Gast die schönste Orientierung. Die Herausforderung, gerade in Weltkrisenzeiten, ist der Spagat zwischen sinniger Wirtschaftlichkeit und einer stimmigen Servicekultur in welcher der Gast stets im Blickpunkt steht. Er möchte dem Gast jeden Tag aufs Neue zeigen, dass man sich kümmert und für dessen Belange ein offenes Ohr hat.

„Manchmal grenzt diese Philosophie fast an ein Wunder, doch wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen eben Wunder“, so Bastian Becker.

In seiner Jugend gab es für Bastian Becker andere berufliche Pläne und Ideen. Tierarzt wollte er mal werden. Wollte mit Mensch und Tier in Verbindung mit den prächtigen Naturlandschaften seiner Heimat arbeiten. Dort gab es auch noch die Rodelbahn vom Schauinsland hinab ins Tal. Heute lebt und gestaltet er es anders herum: Vom Tal nach oben. Bastian Becker ist ein Queraufsteiger in seine jetzige Aufgabe hinein: Hotelmanager bei Melia, verantwortlich für sieben Hotels mit kreativem Geist für nahezu 400 Mitarbeiter. Er ist Menschenfreund wie auch -sammler, Networker und ganz gern auch Manager mannigfacher Wünsche seiner Gäste. Mal ist er Moderator und umschmeichelt Nonchalance die Lebensgeister seiner Mitarbeiter gepaart mit einem kräftigen Strauß an Servicefreundlichkeit und nahezu perfekt-gepflegter Kundenorientierung. Jeder hat seine Aufgabe und alle erfüllen diese mit einer liebenswerten Leichtigkeit ohne aufdringlich zu werden. Für den Gast ist es ein Genuss diese Servicekultur mit offenen Armen einzufangen.

Wer hier im Melia in schöner Nachbarschaft zum Senkenberg Museum sitzt wird relativ rasch erkennen, dass ein Hotel der Spiegel dieser, teils chaotischen Welt, sein kann. „Life is not an experiment“! Aber eine wunderschöne Herausforderung mit allerlei Stufengewirr, so Becker.

Allerlei Stufen hat Bastian Becker hinter sich. Mal breit, mal schmal, mal hoch und manche auch tief. Nach 27 Jahren in der Hotellerie kennt er sie alle. Und herzlich gern nimmt er sie mal schnell und mal mit viel Bedacht. Neue sind willkommen und andere werden mit ganz viel Wertschätzung neu überdacht. Er ist für seine Mitarbeiter lesbar, nie fern und in seinem Wirken wie auch in seiner Sprachfertigkeit eloquent. Kommunikation auf allen Ebenen soll offen, klar und ehrlich sein.

Irgendwie und irgendwann hat ihn die Lust auf die Hotellerie erfasst. Seine Ausbildung wie auch die Hotelfachschule in Heidelberg waren die Wegweiser. Hier hat er erkannt, dass der Beruf von Berufung kommt: Eine erfüllende, sinnstiftende Arbeit ist ein wichtiger Eckpfeiler für Erfolg sowie ein glückliches und zufriedenes Leben. Bereits mit 31 war er Hoteldirektor bei NH in Berlin. Dann der Wechsel als GM zu Tryp Berlin Mitte, GM bei Melia in Wien und letztlich GM und Regionalmanager für Melia Rhein-Main. Trotz all dieser Herausforderungen bleibt er seiner Linie treu und pflegt den engen Kontakt zu seinen Mitarbeitern. Von ihnen lernt er und ihnen möchte er Orientierung geben. Jeder Mitarbeiter hat einen originären Kern. Eine Identität, die nur ihm zu eigen ist und welche es gilt in die richtige Position zu setzen. Handfive, Chichi oder mal um siebzehn Ecken gedacht ist nicht wirklich sein Führungsstil.

Bastian Becker ist eben ein von der Sonne verwöhnter Geist mit ganz vielen Ideen auf die Zeit nach dem Heute. Er ist auch und unbedingt gern Familienmensch. „Family is passion“ und der schönste Rückzugsort. Hier, umgeben von seiner charmanten Frau und den beiden quirligen Kids, kann er entschleunigen und die zahlreichen Tanks für die spannenden Herausforderungen seines Jobs wieder betanken.

Übrigens: Das Melia an der Senckenberg-Anlage ist nicht nur Business Hotel, sondern auch ein herrliches Ferienhotel. Die meisten Zimmer haben Balkone mit prächtigem Blick auf die Stadt und den Taunus. Hier trifft sich das Who- is- who der Buchmesse ebenso wie die Stars und Fans des FC Barcelona im Stelldichein mit den kunterbunten Teilnehmern des Christopher Street Day. Hier sind alle Gäste  gleich und eins. 

 

Kulinarisches Rauschen in Santa Eulalia, Ibiza

Die kulinarische Welt in Santa Eulalia ist ein wesentliches Stück mehr als nur Nahrungsaufnahme. Hier gewinnt sie auch durch Kultur, Begegnung und Vielfältigkeit an Bedeutung. Wer sich darauf einlässt, erlebt eine Küche, in der die Regionale wie auch ein herrliches Stück Spanien miteinander verschmelzen und das kulinarische Profil von Ibiza prägen. 

Abends, wenn das Meeresrauschen merklich sanfter wird, die Temperaturen sinken und sich die Promenaden und Plätze füllen, zeigt sich Santa Eulalias kulinarische Vielfalt besonders bunt und eindrucksvoll. Reiche und facettenreiche Fänge des Mittelmeeres wie auch die üppige Auswahl landwirtschaftlicher Produkte sowie unbedingt auch die Kräuter der Insel werden hier mit viel Achtsamkeit verarbeitet. Herzstück der regionalen Küche sind Fisch und Lamm, bereichert mit den vielfältigen ibizenkischen Kräutern, Sal de Ibiza (ein handgeschöpftes Meersalz) und auch verarbeiteten Salzprodukten mit Kräutern, darunter Mischungen mit Rosmarin, Thymian, Salbei und Anis, sowie speziellen Variationen wie Zitronen- oder Olivensalz. Doch ganz gleich, wo man isst, der traditionelle Likör „Hierbas Ibicencas“ gehört als feiner Abschied dazu. Folgend meine  kulinarische Entdeckungen in und um Santa Eulalia:

Die Seelenleichtigkeit im Jachtclub-Restaurant CBbC

Zeit und Raum – für sich. Die Gedanken kommen zur Ruhe, der Körper darf sich erholen. Ein tiefes Gefühl der Leichtigkeit kommt auf: einfach mal den Tag beim Voranschreiten beobachten, einfach mal Dasein genießen.  Wo sich der Himmel im Meerwasser spiegelt und Jachten auf den Wellen tänzeln, da dürfen die Sinne aufleben – im Beachclub-Gruppe CBbC auf der herrlichen Terrasse direkt am Meer.

Wo die Brise die Haut streichelt und die Melodie der Natur den Takt vorgibt. Wo sich der Blick am Horizont verliert, verbinden sich im Hafen von Santa Eulalia mediterrane Tradition mit dem einzigartigen Flair der Insel. Die kulinarische Vielfalt wird mit leidenschaftlicher Kochkunst vor den Augen der Gäste zubereitet. Ob ein genüssliches Mittagessen in der Sonne, mondhelle Sushi-Abende oder ausfüllte nächtliche Genussentdeckungen bis hin zu Cocktails zur goldenen Stunde und vielem mehr: Hier ist der Gast herzlich willkommen und darf gern mit allen Sinnen genießen.

Die Küche gestaltet ehrliche Küche in bester Qualität und direkt frisch aus der Natur auf den Tisch. Hier spüren wir den authentischen Geschmack mit unverfälschten Zutaten als die Essenz unseres Landes. Zum Auskosten mit den Liebsten, im engen Kreis und gerne auf der Terrasse des CBbC. Bei Gelächter, bei Erinnerungen, bei Genussmomenten und auch mal bei Sonnenuntergang.

Die Speisekarte des CBbC Marina Sta. Eulalia bietet ein außergewöhnlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und umfasst eine Auswahl von fünf Vorspeisen und Hauptgerichten. Die täglich wechselnde Speisekarte nutzt ausschließlich frische Zutaten aus der Region. Traditionelle mediterrane Gerichte wie Meeresfrüchte-Paella mit lokal gefangenen Garnelen und Muscheln werden von 14:30 Uhr bis spät in die Nacht von einer vielseitigen Omakase-Sushi-Auswahl begleitet. Nur unsre ganz eigenen Sinneswanderungen bleiben uns alleine.

 

„Die Dinge haben nur den Wert,

den man ihnen verleiht.“

 

Die Liebe zum Produkt kombiniert mit der Liebe zum Gast – Restaurant Estel

In bester Promenadelage von Santa Eulalia präsentiert das Restaurant Estel by Can Curreu Speisen, welche raffinierte Spezialitäten mit dem vollen Geschmack traditioneller Küche der Insel vereinen.

Das Estel ist bekannt … ja, geradezu berühmt für sein klassisches Menü mit mediterraner Küche und einem Hauch Fusion sowie ein informelleres Pica-Pica-Menü, bei dem der Gast einen Aperitif genießen und halbe Portionen der besten Gerichte der klassischen Speisekarte probieren kann.

Frische Produkte vom Markt sind Pflichtprogramm der Küche. Basierend hierauf entstehen täglich neue und sensibel abgestimmte Kreationen. Diese Art der spontanen Kreativität ist die Kür. Daher sollte man hier unbedingt auf die Tageskarte achten. Hier im Estel wird nicht kluggeschissen, sondern Kundenwünsche werden aufgefangen und mit viel Wertschätzung bereichert. Der Service schenkt dem Gast viel Aufmerksamkeit und fügt geradezu selbstverständlich Kundenwünsche ein. Hier leben die inseltypische Gastfreundschaft und die Liebe zum Produkt. Der Fisch kommt täglich frisch, das Fleisch wie auch das Gemüse vom örtlichen Bauern und die Kräuter vom eigenen Landgut. Final ergänzt wird es mit besten Gewürzen aus der fernen Welt.

Dem Geschäftsführer des Restaurants geht es um die perfekte Kombination von exzellentem Essen und einem aufmerksam-entspannten Verhältnis zu ebenfalls entspannten Gästen.

Klar wird, dass man nicht gut kochen kann, wenn man die Gäste nicht gern hat.

 

Die Navigation der Seelenzufriedenheit – Santa Eulalia, Ibiza

Wer auch immer sie waren, sie waren klug und weitsichtig. Im Jahr 1276 wurde wohl eine kleine Kapelle auf dem Puig de Missa gebaut und erstmalig der Ortsname Santa Eulària erwähnt. Hier oben auf dem Berg thront sie noch immer im prächtigen Weiß und mit ihrer Fülle an Geschichten wie auch mit allerlei romantisch imposanten Blickachsen über die Region und das Meer.

Silber im Mondlicht schimmert die Gasse hoch zur Kapelle. Eine kleine Nachtwanderung belohnt all unsere Sinne mit herrlichen Blicken über Santa Eulalia, zeigt die nächtlichen Lichttentakel, die weit hinaus in die Ferne ihre Fühler ausstrecken. Ein feiner Wind spült eine Prise Meeresduft in die Nase und lässt unsere Lippen das salzige Meer spüren und schenkt uns ferne Laute der rollenden Wellen. Dort unten in der Bucht hat Santa Eulalia es sich gemütlich gemacht.

Wer hingegen morgens zum Sonnenaufgang hinaufsteigt, wird mitunter von golden schimmernden Gassen eingenommen. Hier oben sieht man am schönsten, wenn die Sonne aus dem Meer in das Blau des Himmels steigt und das Leben erwacht.

Und relativ rasch war klar, dass Santa Eulalia sehr schillernd ist. Begehrt sowieso. Beliebt und ab und an auch mal unbeliebt. Bisweilen chillig-laut, gleichwohl an ganz vielen Ecken und Kanten in sanfte Ruhepolster gepackt. Das Sternzeichen Zwilling würde ihr gut stehen, denn die Widersprüchlichkeit ist ihr auf die Stirn geschrieben. Wild und dennoch romantisch zeigt sie sich gern. Unnahbar und auch mal heimelig. Und … Santa Eulalia trägt meist ein imposantes Kleid. Die landschaftlich sehr spannende Schönheit von Ibiza ist faszinierend und vielfältig zugleich. Hier hat Genuss eine völlig neue Orientierung parat. Letztlich beginnt Genuss an jenen Orten und in jenen Momenten, wo der Alltag stillsteht.

Ergänzend: Die heutige Kirche auf dem Puig de Missa ist offensichtlich der Nachfolgerbau einer älteren, die während eines türkischen Angriffs schwer beschädigt wurde. So, wie sie heute auf dem Berg in Weiß glänzt, wurde sie um 1560 errichtet, zur gleichen Zeit wie die Stadtmauern von Eivissa. Sie war eine Festung, die in der Schlacht auch schwerem Geschütz standhielt. Dieses Bollwerk wachte mit seinen Kanonen über die Flussmündung und die Mühlen. Am Ende des 17. Jahrhunderts, nachdem die Zeit der größten Gefahr von Angriffen feindlicher Schiffe vorüber war, wurden die Bogengänge und die Seitenkapellen errichtet, neue Tore geschaffen und zahlreiche Verschönerungen vorgenommen. 

Außergewöhnlich ungewöhnlich – Landhotel Can Curreu, Ibiza

Hier hat Genuss eine völlig neue Orientierung parat. Letztlich beginnt Genuss an jenen Orten und in jenen Momenten, wo der Alltag im Stau steht und unsere Sinne ausgeleiert sind.

Herrlich und einsam, versteckt in den sanften Hügeln von San Carlos, oberhalb von Santa Eulària des Riu, hat sich das Landhotel Can Curreu in die prächtige Naturlandschaft eingefügt. Ein wesentlicher Teil der Gebäude ist zweihundert Jahre alt. Die historische Tradition eines ehrwürdigen Landguts wird an vielen Ecken und kleinen Gassen spürbar. Ein sehr angenehmer Sound der Stille weht durch die zahlreichen Gärten. Ja! Hier gelingt es geradezu nonchalant, die Natur und den Menschen in Einklang zu bringen. Hier wurde ein Refugium mit höchsten Qualitätsansprüchen in feiner Eleganz und dezenten Nuancen von Exklusivität in eine farbenprächtige Landschaft gestaltet. Die geräumigen Chalets und Zimmer wurden so geschickt designt, dass der Gast sich sofort heimelig und angekommen fühlt. Hier kratzt nichts auf der Seele. Nichts quält das Auge. Hier hat man mit viel Liebe und feinfühligem Gespür für landestypische Elemente und Farben gestaltet. Teilweise haben die Chalets private Terrassen mit einer beeindruckenden Aussicht in das Tal und hinaus auf das Meer.

Im Mittelpunkt des Anwesens nimmt ein großzügiger Spa-Wellnessbereich in die Arme und verwöhnt mit allerlei Wohlfühlzonen und Poollandschaften. Auch ein Hamam und eine Sauna sind seelenfein eingefügt. All dies wird sehr charmant mit einer unaufdringlichen Servicefreude des Personals gekrönt.

Im Restaurant Can Carreu, einer feinen Essenz von Ibiza, kommt ganz sanft eine relativ aufkommenden Seelenzufriedenheit auf. Ganz schnell fühlt man sich hier angekommen, vergisst aller Gedöns und Getue. Hier erfährt „Müssen“ eine Verweigerung bzw. wird ganz rasch eliminiert.

Die Authentizität und Herzlichkeit der sehr aufmerksamen Teams um Damian Monboute im Service kommen von Herzen und werden gutierend wahrgenommen. Man spürt, dass es ein Herzensanliegen ist. Das Laissez-faire der prächtig blühenden Gartenlandschaften verstärkt jeden Moment und lässt eine beeindruckende Erinnerung in uns zurück. 

Unbedingt auch die Wertschätzung für die Küche. Küchenchef Gregorio Kovacs gestaltet mit den Ressourcen der direkten Umgebung schmackhafte Speisen ohne jegliches Tamtam und Chi-Chi auf den Tellern. Hier erkennt und schmeckt der Gast sofort, was er genießt. Die Seezunge, einer der feinsten Fische, gefällt mit zartem, aromatischem und dezentem Geschmack. Die Gemüseküche ist sehr authentisch und natürlich aus eigenem Anbau.

Für mich war es eine wundervolle Auszeit voller Genuss, Eleganz und inspirierender Augenblicke hallen laut und ohne jegliche Gefahr nach.

Es ist eine besondere Magie, die hier unseren Geist in Inventur schickt und mit sorgenloser Leichtigkeit wieder entlässt.

Hotel Rural & Spa Can Curreu, 07850 Santa Eulalia del Río

+34 971 33 52 80
hotel@cancurreu.com

Mon amour für Metz – eine kulinarische Liebeserklärung

Wenn man über die Schönheiten der Mosel spricht, dann spricht man über die Weinberge. Über Trier, Koblenz und über Bernkastel-Kues. Tatsächlich ist die Grand Dame der Mosel die französische Kunst- und Kulturstadt Metz. Metz breitet so herzlich gastfreundlich seinen roten Teppich aus und präsentiert völlig nonchalant eine Fülle von außergewöhnlichen architektonischen Ansichten und Bauwerken. So dürfen die Kathedrale Saint-Étienne, die Place de la Comédie oder das Viertel der alten Zitadelle auf der großen Bühne ihre ruhmreiche Vergangenheit und Highlights des Städtebaus gepaart mit zeitgenössischer Kunst präsentieren.

Ab und an quäle ich mein Deutschland-Ticket, verlege bewaffnet mit meinem Notebook meinen Arbeitsort in den gemütlichen Regionalexpress und rausche in zwei Stunden nach Metz. Einfach mal abtauchen von den üblen Schlägen dieser Welt. Einfach mal eintauchen in das herrliche Laissez-faire einer Stadt mit ganz vielen wunderschönen Momenten und Blickachsen.

Wie so häufig gönne ich mir im Café Fox ein leckeres Croissant und unbedingt einen leckeren Café crème. Ab hier hat der Job am Notebook Pause und ab hier beginnt mein Tag in Metz. Beachtenswert im Fox ist die üppig beladene Vitrine, welche nicht nur ein Augenschmaus ist. Sie nimmt gefangen und unsere Augen öffnen sich weit, der Magen beginnt, freie Flächen zu öffnen.

Doch tatsächlich mangelt es an facettenreichen und illustren Cafés in Metz nicht. Die größte Cafélandschaft mit teils herrlichen Terrassen findet man innerhalb der 63 Arkaden am Place Saint-Louis. Die Wahl nach einem Ort für Glückseligkeit sollte jeder für sich selbst entdecken. Im Mittelalter hieß dieser Ort übrigens noch Place de Change, denn hier betrieben damals die Juden einen regen Geldwechsel und tauschten fremde Währungen in französische Francs um. Heute sind zum Apéro die Terrassen voll besetzt.

Doch die definitiv besten Croissants und die weltbesten Barquettes … ach, überhaupt die geilsten Torten, Tartles und süßesten Verführungen gibt es in der Pâtisserie und Boulangerie von Santo Salvatore und Patricia in der 9 Rue Jean d’Apremont. Wer hierher kommt, darf sich auf eine Warteschlange einlassen und sollte unbedingt eine Leine für den Gaumen mitnehmen, denn dieser wird ganz sicher hier, an diesem himmlischen Verführort, verharren wollen.

Wer etwas später aus seinen Bettfedern entlassen wird, sollte dann direkt zum Dinner – auch unrasiert möglich – erscheinen. Ich lasse mich bereitwillig und schmackhaft gern auf die feinen Klassiker der französischen Küche ein und wähle in diesem Fall die sensible Handwerkskunst von Thierry Saveurs ein. In seinem Restaurant La Fleur de Lys gibt es keine Michelinsterne – obwohl er es verdient hätte – sondern reihenweise Stars auf den Tellern. Ganz sicher ist hier das Produkt der Star und wird gerade fürsorglich verarbeitet und ordentlich auf den Tellern präsentiert. Er kocht leidenschaftlich gern mediterran und bindet die französische Tradition sehr geschickt in seine Kreationen ein. Im gemütlich-stilvollen Restaurant La Fleur de Lys lässt es sich so genussvoll schlemmen und verweilen, dass mir fast das Date mit dem Centre Pompidou entgeht. Ach, was soll es auch. Abgehakt … Ich lasse mich auf eine romantische Tour durch die Altstadt ein und verlasse, wie ich gekommen bin, das herrliche Metz.

Cher Metz…je reviens bientôt

Raus auf die Insel – wie wäre es mit Kastellorizo?

Spätestens nach meiner Reportage über Elba prasselte eine Vielzahl von Anfragen über meine bereits ergraute Haarpracht auf: Welche Geheimtipps bezüglich Insel ich noch in meinem Koffer habe?

Wenn ich all diese offenbare, sind es doch tatsächlich keine Geheimtipps mehr und würden jene Inseln aus ihrer entspannten Schonhaltung herausholen. Jedoch! Griechenland hat etwa 3000 Inseln … Dreitausend!

Wenn man die berühmt-berüchtigten und überlaufenden Inseln auslässt, sind es noch immer annähernd 3000. Klar, wer Party und Mondänes braucht, sollte ohne Zögern direkt Club und Massentourismus mit einem gewaltigen Touch „Wichtig & Mondän“ auf Santorini, Kreta oder Rhodos buchen. Pauschal mit allen Inklusivleistungen. Weit weg von verschont.

Doch die wahren Schönheiten Griechenlands mit ganz viel Kultur und Geschichte, liebenswert verschont von Massenpilgern, liegen ganz gemütlich in der Ägäis oder dem Ägäischen Meer, einem Nebenmeer des Mittelmeeres, östlich und südöstlich des griechischen Festlandes. Die Inseln der Kykladen bilden das Zentrum der Ägäis.

Ganz im Osten lassen sich die Ursprünglichkeit, die sehr angenehme Gelassenheit wie auch der typische Lebensgenuss der Griechen spüren und auch schmecken. Die Insel Kastellorizo ist noch unberührt von Quälgeistern des Massentourismus und so wahnsinnig bunt.

Die Anreise nach Kastellorizo, weniger als drei Kilometer vor der türkischen Küste, ist ein prächtiger Augenschmaus. Für wenig Geld – 58 Euro – bietet der Flug atemberaubende Ausblicke auf die Ägäis und die Küste der Türkei. Vom kleinen Regionalflughafen der Insel empfehle ich ein Taxi, welches nach fünfminütiger Fahrzeit in Megisti bzw. am Hotel andockt. Natürlich geht auch zu Fuß. Doch wer will das denn?  Megisti ist übrigens der einzige bewohnte Ort auf dem 500-Seelen-Eiland.

Die Insel bietet einige wunderschöne, bisweilen auch romantische Boutique-Hotels, deren Preise bei knapp 100,00 Euro pro Zimmer liegen.

Ich fand mein zweites Zuhause am Ende des romantischen Hafens, mit direktem Zugang ins Meer, in einem sehr gastfreundlichen Boutique-Hotel Kastellorizo.

Hier durfte ich meinen schweren Koffer des Alltags mitsamt der alltäglichen Sorgen bereits an der Rezeption abgeben und in Welten eintauchen, welche mir doch teilweise befremdlich sind. Kein Gewimmel oder Getute, keine Eile und Hektik. Hier ist es eben anders und verdammt schön. Einzig der kleine, aber feine Stress: Wo beginne ich meine Auszeit: auf meinem Zimmerbalkon mit wunderschönen Blicken auf die Meeresbucht oder auf der sehr schicken Hotel- und Poolterrasse?

Wo auch immer … Der unverfälscht-liebenswerte Charme des Hotels, gepaart mit dezentem Luxus, bietet allerlei Orte und Räume zum entspannten, lässigen Verweilen. Hier wurden mit viel Sinn fünf traditionelle Gebäude mit feiner Architektur so harmonisch wie auch stilistisch miteinander verbunden, als wäre es schon ewig eine Einheit gewesen. In allem spiegeln sich die Kultur und auch die Lebensfreude der Insel wider.

Obwohl mein großzügiges und elegantes Zimmer einen herrlichen Balkon mit Blick auf das Meer und auch eine Klimaanlage bietet, entscheide ich mich für die direkte Position am Meer, welches seine Welle direkt an die Terrasse spülen lässt. Geradezu magisch zieht das Meer an. Wow … Eine feine, frische Gischt weckt meinen müden Zustand. Der finale Sprung ins Wasser weckt all meine Geister. Ausgetobt und lange geduscht, plaziere ich mich auf einer Liege und genieße den sehr aufmerksamen Service und ein frisches, kühles Bier. Oh ja … dieser unaufdringliche Luxus, fein verzahnt mit einem authentisch-gastfreundlichen Inselcharme – einfach stilvoll, ruhig und unvergesslich.

Am frühen Morgen wechselt die Sonne mit dem Mond die Bühne und setzt die typisch bunten Häuser Griechenlands in Szene. Die ersten Fischerboote tuckern ganz gemütlich in den Naturhafen. Hier am Hafen spielt das Leben in allen Gängen. Hier im malerischen Hafen gruppieren sich die meisten Geschäfte und Restaurants. Hier tänzeln Jachten im Spiegelbild der Morgensonne, denn es ist Brauch, dort zu speisen, wo man angelegt hat. Fast unmerklich liegen zwischen den Yachten die bunten, meist einfachen Fischerboote der einheimischen Fischer. Hier kommt in den Restaurants bereits mittags sehr frisch das Beste, was die Fischer nachts gefangen haben, auf den Tisch.

Ohnehin ist Kastellorizo ein prächtiges Idyll, eher beschaulich, gern mal bescheiden, aber auch mal ganz schön launisch, und hier in Megisti ist es so herzlich lebendig. Hier sind Gäste willkommen und werden meist mit einer liebenswerten Umarmung zu Tisch gebeten. Kulinarisch hält Kastellorizo echte Urlaubsfreuden bereit. In vielen Restaurants an der Hafenpromenade werden fangfrische Fische mit viel Lebensfreude und Leidenschaft serviert. Meeresfrüchte und ebenso typische Vorspeisen wie der sehr frische rustikale Bauernsalat. Ein Muss sind regionale Spezialitäten wie Salantourmasi (gefüllte Zwiebeln), Strava (ähnlich wie Baklava) und Katoumari (ebenfalls eine traditionelle Süßspeise von Kastellorizo).

Achja,,, Lasst bitte die Fragen oder das Gesuche nach Adressen. Das ist hier nicht Programm. Man kennt sich und man findet sich. Einfach fragen.

Die kleine, zehn Quadratkilometer große Insel lässt sich hervorragend erwandern oder mit dem Fahrrad entdecken. Ganz rasch lässt sich entdecken, dass der Massentourismus hier überhaupt nicht vorhanden ist und so der Insel ihre Ursprünglichkeit belässt.  Von der „Hafenpromenade“ entführen zahlreiche enge Gassen zum Spaziergang durch das typische griechische Flair und hoch zur Burg. Der angenehme Aufstieg zur antiken Akropolis auf dem Berg Paleokastro und zur Burg Castello Rosso. Und wer es dann doch noch wissen möchte, joggt 400 Stufen hoch zum Kloster Agios Georgios tou Vounou.

Wer die Insel umwandert, wird eine bunte, meist unberührte Natur entdecken. Felsige Küsten mit einigen spannend versteckten Buchten und türkisfarbenem Wasser ohne Getümmel gibt es als Eyecatcher kostenfrei dazu. Besonders schön sind der kleine Inselstrand Mandraki Beach sowie der Agios Georgios Beach auf dem gleichnamigen Winz-Eiland. Dieser Strand ist nur per Boot erreichbar. Die Fahrt dauert höchstens zehn Minuten.

Das archäologische Museum in Megisti, das Volkskundemuseum und die alte Moschee erzählen von der wechselhaften Geschichte der Insel, die weniger als drei Kilometer vor der türkischen Küste liegt. Verschiedenste Mächte besetzten und prägten das Eiland, darunter Osmanen, Italiener und Engländer. Wanderer können Kapellen, Aussichtspunkte und historische Stätten entdecken.

Ein Ereignis ist auch die Blaue Grotte. Sie ist eine der spektakulärsten und größten Meereshöhlen Griechenlands. Wer hier hinein schippert und den sanften, gar fast melodischen Klängen des Wassers lauscht, wird sehr dankbar sein. Dankbar für die zahlreichen, tiefenentspannten Momente ganz weit weg vom Alltagsgedöns. Hier sind alle Unruhen dieser Welt ganz tief in das Meer entschwunden. Und wer dann wieder die Rückreise antritt … oh je.

Von wegen Mozartstadt Salzburg

Immer wieder dieser morgendliche Zwist. Fast … mutet es an, dieses tägliche Spiel um die erste Position. Ganz sanft und ohne erkennbare List schiebt die Sonne die Wolken beiseite und bereitet dem Tag eine sonnige Bühne und dem Zelt darüber ein herrliches Azurblau. Noch stehe ich auf dem Balkon meines Hotels, die Gardinen spielen mit dem leicht kühlen Wind. Ja … es wird ein guter … ein schöner und sicherlich ein Tag mit Erlebnissen, welche unbedingt gelebt werden müssen.

Das Hotel Salz ist ein herrlicher Ort für Neugierige, für Entdeckungsreisende und auch für Sinnsucher. Unweit der Salzach wurde in einem Bürgerhaus sehr elegant und mit viel Charme ein Hotel gestaltet, dessen Räume gefüllt sind mit ganz vielen Geschichten und Elementen aus einer Zeit, welche doch so fern ist und dennoch sehr präsent. Das Hotel zaubert schöne Überraschungsmomente in unser Leben. Das Design inspiriert und verführt unsere Sinne. Spätestens beim Frühstück wird mir bewusst: Hier möchte ich gern länger verweilen.

Doch auch nur ein Besuch im Salz-Café gibt dem Leben einen positiven Ruck. Bester Kaffee der Welt, wundervolle Frühstücksvarianten und typisch salzburger Köstlichkeiten verwöhnen ungemein. Und unbedingt auch mal einen Gugelhupf mit Schlagobers am Nachmittag. Dazu einen Kaffee und einen Secco Rosé.

Für viele dieser unsortierten Welt ist Salzburg geprägt von Wolfgang Amadeus Mozart. Für mich hingegen ist Salzburg, insbesondere die Neustadt, geprägt vom Fürstenbischof Wolf Diedrich von Raitenau. Ordentlich weit weg vom Zölibat heiratete Raitenau die bürgerliche Salome Alt und bereicherte mit ihr die Bevölkerung Salzburgs mit 15 Kindern. Wie es sich für einen fürsorglichen Vater und Bürger Salzburgs geziemt, baute er am Stadtrand unweit vom Andrä-Viertel das Schloss Mirabell. Heute ist der herrlich gestaltete Palast mit großzügiger Parklandschaft ein beliebter Ort für allerlei Festivitäten wie auch Hochzeiten. Die Orangerie von Mirabell wird aktuell sehr sensibel zum Welterbe-Museum umgebaut und soll Mitte 2026 für die Öffentlichkeit öffnen.

Auch sein reich verziertes Mausoleum, die Gabrielskapelle, ist beachtlich. Es bereichert den kleinen, sehr romantischen Sebastiansfriedhof inmitten des Andrã-Viertels ungemein. Den Zugang findet man über die Linsergasse.

Während seiner Herrschaft ließ Fürstbischof Wolf Diedrich von Raitenau in Salzburg viel bauen und gestalten. Aus der mittelalterlichen, teils verkümmerten Stadt wurde eine aufblühende und sehenswerte Barockstadt. Den Dom wie auch die Neue und die Alte Residenz ließ er neu bauen und neu gestalten. Es war sein Antrieb, aus Salzburg ein zweites Rom zu schaffen und sie zur Stadt des Barocks zu machen. Der Umbau zur Barockstadt ließ allerdings nach, als Fürstbischof Wolf Diedrich von Raitenau 1617 verstarb.

Das Wahrzeichen der rechten Altstadt ist die Andrä-Kirche mit ihren auffälligen Doppeltürmen. Schlichte kräftige Formen des 20. Jahrhunderts kennzeichnen das Äußere, neugotische Grundstrukturen sowie Details aus der Erbauungszeit sind deutlich sichtbar.

Ein besonderer wie auch sehr lebendiger Ort im Andrä-Viertel ist der Bauernmarkt Schrannen  rund um das Kirchenhaus. Hier geht es noch authentisch und ehrlich zu. Obst, Gemüse, Wurst und Käse frisch aus dem Salzburger Land.

Und wenn schon hier an der Andrä-Kirche, dann bitteschön und unbedingt beim süßen Genusskreateur Martin Studeny in seinem M Passione vorbeischauen. Bunte Macarons, luftig-leichte Éclairs, kostbare Pralinen und Törtchen: Seine Kreationen sind das Resultat langjähriger Erfahrung und Ausbildung unter den besten Köchen und Patissiers der Welt. Gestützt auf seinen Drang zur handwerklichen Perfektion entstehen elegante, leichte Kostbarkeiten, geprägt vom Ideenreichtum weitreichender Expertise.

Ohnehin ist die Kulinarik in Salzburg sehr von Tradition geprägt. Schon die Fürsterzbischöfe waren als echte Genießer bekannt. Einer dieser Traditionsbetriebe ist die Bäckerei Ursprunger. Ein historisch besonderes Jahr war bestimmt 1492. Nicht nur, weil in diesem Jahr Amerika entdeckt wurde, sondern weil in diesem Jahr in der Stiegl-Brauerei am Stadtberg, genauer gesagt am Mönchsberg, erstmals das köstliche Stiegl-Bier gebraut wurde. Heute lässt sich hier vorzüglich mit einem satten Touch Tradition ein köstliches Bier in der Rechten und ein feiner Steckelfisch in der Linken genießen.

Noch einige Jahrzehnte davor wurde in der ältesten Bäckerei Salzburgs das erste Brot gebacken. In der Bäckerei Ursprunger erinnert eine kunstvolle Inschrift daran, welch kulinarisches Erbe in der Stadt Salzburg bis heute in Form von frischen Semmerln, herrlichen Brezerln und saftigem Brot erschmeckbar ist. Bekannt ist die Bäckerei für ihre Salzstangerln und das saftige Landbrot. Ein Besuch in der Schaubäckerei in der Gstättengasse – da sollte man unbedingt den Brotmachern über die Schulter schauen. 

Die Bäckerei Ursprunger setzt beim Backen auf natürliche Zutaten, die möglichst aus der Region stammen. Reines Quellwasser, fein gemahlenes Getreide und eine große Portion Leidenschaft sind die Zutaten für köstliches Brot und Gebäck. Und natürlich ist die Bäckerei Ursprunger donnerstags auf der Salzburger Schranne.

Einfach mal abtauchen – Saint-Florent, Korsika

Ganz sanft rollt das Meer auf den Strand. Umspült meine Füße, gibt mir Nähe und öffnet neue Gedanken in mir. Der Alltag ist verschwunden und meine Sinne werden gerade neu justiert.  Es spielt mit meinen Füßen und meiner Seele. Es kitzelt und glitzert in brillanten Farben. Feiner Sand gönnt sich hier wohl täglich ein Stelldichein mit dem teils azurblauen Meer. Doch jetzt … in diesem Moment … sind beide mit mir vereint.

Schön, hier zu sein … im wunderschönen Saint-Florent auf Korsika. Von wegen mondän. Waren sie schon einmal in Saint-Tropez … das ist definitiv mondän. Doch hier in Saint-Florent ist der Jachthafen ganz weit weg von mondän. Hier gibt sich der Hafen, umrahmt von der malerischen, bisweilen romantischen Altstadt. eher bescheiden und ruhig. Hier ist der Hafen ein beliebter Treffpunkt für Sonnenuntergangsjünger und Liebhaber authentischer Kulinarik.

Der Hafen ist bekannt für seine qualitativ hochwertige Küche. Zu den Gourmet-Restaurants gehören das MaThy’s, die L’Auberge du Pêcheur und das La Gaffe. Ich mag besonders das Leben wie auch die Köstlichkeiten in der La Tablée de Mamo. Hier am Yachthafen vereint die Küche sehr geschmackvoll Tradition, Moderne und gemeinsames Genießen. Einzigartige und verspielte Gerichte mit einer Fülle an authentischen Aromen überzeugen all meine Sinne. Ehrlich, authentisch und charaktervoll kommt hier auf die Teller. Frische, saisonale Produkte sind Pflicht und setzen die Küche häufig unter Stress, denn die Witterung verändert auch den täglichen Einkauf. Hier erzählt jedes Gericht eine Geschichte: die der Regionen und über die kulinarischen Traditionen Korsikas.

Man kommt allein und findet sich ganz schnell in leidenschaftlich herzlicher Gesellschaft. Im Mamo steht Teilen im Mittelpunkt. Es ist eben die ganz eigene und besondere Philosophie des Mamo: Gemeinsames Essen bedeutet natürlich auch, Leidenschaft, Emotionen, Erinnerungen und gesellige Momente zu teilen. Dank des köstlichen Weins verschwimmen allerlei Sprachbarrieren. Und manchmal … wird man in der Früh einfach hinausgekehrt.

Die Gegend von Saint-Florent auf Korsika ist auch bekannt für ihren guten Wein. Dominierend sind die Rot- und Roséweine des Patrimonio-Weinbaugebietes. Aber auch ein hervorragender Muscat Blanc, ein würzig-süßer Dessert- oder auch Aperitifwein, ist zu finden. Mein korsisches Leibgetränk wurde ganz schnell der Patrimonio-Rosé. Er wird hauptsächlich aus den Rebsorten Nielluccio und Vermentino hergestellt. Elegant und fruchtig, mit Noten von roten Früchten und Gewürzen.

Nach so viel Genuss am Abend darf es einfach mal wieder ganz viel Strand und Sonne sein.

Zu den schönsten Stränden der Insel und unweit von Saint-Florent gelangt man zu Fuß über den Zöllnerpfad von St. Florent oder mit Booten, die täglich vom Hafen zu diesen außergewöhnlichen Stränden fahren. Entspannungsmomente und auch Wassersportvergnügen findet man reichlich an den Stränden Lotu, Saleccia und Malfalcu. Vom Hafen von Saint-Florent aus kann man sehr bequem und unkompliziert Boote ausleihen, um in aller Ruhe und ohne Anstrengung in etwa 20 Minuten zu den Stränden zu gelangen. Insgesamt sind die Strände sehr sauber und werden von türkisfarbenem Wasser faszinierend in Szene gesetzt. Unmittelbar am Stadtzentrum breitet der große Roya-Sandstrand seine Arme aus. Lange Spaziergänge bis hinein in den Sonnenuntergang bringen unsere Seelen wieder in Einklang und lassen neue Inspirationen zu. 

Nur wenige Schritte vom Strand schmiegt sich das Hotel La Roya in die Naturlandschaft ein. Und tatsächlich: Es ist eine Oase der Ruhe mit allerlei schönen Elementen, die eher zufällig und ungeplant meine Aufmerksamkeit erhaschen. Hier tanzen die weißen Gardinen mit dem Wind. Jedes Zimmer ist bereichert mit eigenem Balkon und atemberaubendem Blick auf die Küste, den Strand und ganz weit hinaus in die Welt. Ein lebhafter Blumengarten und ein in Harmonie gestalteter Pool bieten ein entspanntes Zuhause des Seins.

Ohnehin ist St. Florent ein idealer Ort, um abzutauchen und sich einfach mal wieder neu zu entdecken. St. Florent nimmt uns Stress und Zeitdruck von den Schultern und gibt uns reichlich Luft und Raum für Neues.

Man in Scene…Martin Mütsch

Was für ein Typ … war mein erster Gedanke, als ich in seine Hand einschlug. Martin Mütch ist Mensch, Familienvater, liebenswerter Unternehmer, Gestalter, Inspirator, Visionär, aber auch ein echter Pfälzer Bub. Alles und noch einen Ticken mehr aus Berufung und Leidenschaft. Martin Mütsch ist in vielen Gassen und Gedanken bekannt für Geselligkeit und Gastfreundschaft. Hier und da lässt er die Öffentlichkeit an seinem ganz eigenen Sound of City teilhaben und lädt ein zu musikalischen und kulinarischen Events. 

Mal ist er Veranstalter und Organisator von Kunstveranstaltungen oder gibt der Musikszene neue Räume. Doch die Basis des Grundrauschens ist seine Unternehmereigenschaft als Augenoptikermeister, Spezialist für therapeutische Brillen und letztlich Inhaber des schicken Augenoptikgeschäfts „Haus des Sehens“ in der Landauer Altstadt. Gern öffnet er die Tür für ein wundervolles Stück Gemeinsamkeit und gibt dieser einen schönen Touch Freundschaft dazu. In seinem Handwerk entdeckt er immer wieder Lösungen für seine Kunden. Für viele Schlaganfallpatienten ist er ein genialer Wegbereiter in ein verändertes, aber auch neues Leben. Ich bin mir sicher, Martin kennt und genießt das Leben zwischen still und laut, zwischen Laissez-faire und aufgeregt, aber auch immer sehr verantwortungsvoll, achtsam und engagiert.

Martin treibt das Außergewöhnliche an. Wenn etwas schwer realisierbar erscheint, dann möchte er es möglich machen. Vor vielen Jahren hat er bereits diese Ambition in ein eigens gegründetes augenoptisches Entwicklungshilfeprojekt gesteckt. Gefolgt sind seine Entwicklung der VMV-Neurobrille und sein leidenschaftliches Engagement zur Bereicherung der Kunst- und Kulturszene in Landau. Er gibt dieser Szene eine neue Interpretation, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren.  

Ein harmonisches Miteinander ist in Martins DNA verankert und hat für ihn oberste Priorität. Wenn man mit ihm privat unterwegs ist, kann man sich darauf verlassen, stets Bekannte zu treffen, lustige Anekdoten über die Pfalz oder ihn selbst zu hören und auch gerne mal bei einer Schorle zu versacken.

Und die Liebe? Die gehört ganz und gar seiner Tochter, seiner Frau, seinen unzähligen Freunden … und: … der Musik … vorneweg Heavy Metal, Blues und die „Landauer Mash-Musik“ (sie ist ein Stück Kult bis heute und verbindet ihn mit seiner wilden Jugendzeit). Auch die Liebe zu seinem Camper …  Irgendwann und irgendwo fängt seine Frau Claudia ihn wieder ein und sie hecken dann gemeinsam die nächste Unternehmung aus.

Ich bin mir sicher, dass Martin und auch Claudia in dieser Disziplin weltmeisterlich unterwegs sind und weiterhin Landau mit ihren Veranstaltungen bereichern.

Bob Dylan schrieb einmal: „Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt.“

Haus des Sehens, Obertorplatz 4, 76829 Landau

https://www.haus-des-sehens.com

„Do gehe mer hi“ – Pfälzer Wanderhütten

Echtes und ursprüngliches Leben der Pfalz auf ausgezeichneten Waldhütten erleben. Nach einer atemberaubenden Tour mit herrlichen Fernblicken folgt das Highlight jeder Wanderung – die Einkehr in einer der Pfälzer Waldhütten. 

Wer durch den Pfälzerwald wandert, spürt schnell, warum diese Region als UNESCO-Biosphärenreservat ausgezeichnet wurde. Doch nicht nur die Landschaft macht den Reiz aus – es ist vor allem die einzigartige Hüttenkultur, die Wandernde und Ausflügler begeistert. Über 100 urige Waldhütten in der Pfalz laden zur Einkehr ein – mitten im Grünen, meist bewirtschaftet, immer herzlich.

„Alla hopp.“ „Do gemer hiii“ – so lautet das Credo vieler Wanderer. Denn jede Wanderung hat ein Ziel. Meist sind es die markanten Berghöhen wie auch Burgen der Südpfalz, die Höhenmeter für Höhenmeter erkämpft werden, um von ganz oben weite Blicke ins Tal, über die Rheinebene und auf ausgedehnte grüne Wälder werfen zu können. Doch spätestens nach dem Tourziel wartet in der prächtigen Waldlandschaft bereits das nächste lohnende Ziel: die Wander- bzw. Waldhütte. Urig soll sie sein, gemütlich und traditionell. Und natürlich sehnt sich der leere Magen nach herzhaften regionalen Speisen und einem erfrischenden Glas Bier oder einer Weinschorle auf einer der herzlich bewirtschafteten Hütten.

„Morsche“ auf der Hütte

Die Endorphine hüpfen beim Tourstart bereits in der Blutbahn. Mit jedem Schritt steigt die Vorfreude auf die Einkehr. „Awwe uffbasse! „ . Die Hütten haben unterschiedliche Öffnungszeiten: www.pwv.de gibt hierzu nähere Informationen.

Und noch bevor die Terrasse oder der Biergarten der Hütte erreicht ist, erkennt man: Hier ist man richtig! Das gelbe Schild der ausgezeichneten Wald- und Wanderhütten signalisiert schon von Weitem, dass die Erwartungen an eine authentische Hütte hier voll erfüllt werden. Bereits vor der Begegnung mit der Hütte wird die Nase schon mit dem Duft von echten, regionalen Hüttenklassikern verwöhnt. Die Hüttenwirte grüßen mit einem herzlichen „Morsche“. Dampfende Suppenschüsseln mit Kartoffelsuppe und Dampfnudeln oder Würstchen, Leberknödel mit Sauerkraut, Saumagen mit Brot lassen die Neuankömmlinge schnell einen Platz auf der sonnigen Terrasse einnehmen.

Hier werden Wünsche spürbar – Dernbacher Haus

Hier oben gibt es keine von Menschen erzeugten Geräusche. Nur ohrenbetäubende Stille. Es ist ein stiller Ort, einer zum Atemholen. Einer, der Zauber hat, eine besondere Energie, ja, auch ein sprichwörtliches Prickeln. Genusshütte heißt die kleine, verwunschen wirkende Wanderhütte oberhalb des Leinbachtals und unweit der Mariengrotte. Mit viel Gastfreundschaft lädt Familie Roth-Püngeler zur herzhaften Brotzeit oder feiner Kuchenauswahl ein. Nur wenige Augenblicke weiter landen ganz sanft zwei Gleitschirmflieger in einer satten Blumenwiese. Die Wanderhütte oberhalb von Dernbach ist ein beliebtes Ausflugsziel. Fast um die Ecke die Burgruinen Ramburg und Neuscharfeneck. Das Dernbacher Haus ist ein unverbautes Kleinod nebst denkmalgeschützter Einzellage. Von hier aus reicht der Blick in eine prächtige Wiesen- und Waldlandschaft, wo morgens die Sonne aufgeht, ihr sanftes Gold verströmt, und am Abend ganz sanft das Tal wieder verlässt. Doch zuvor sind die hausgemachten Spinatknödel oder das Steak Winzer Art eine angenehme Bereicherung.

Gaststätte Dernbacher Haus

Am Wald, 76857 Dernbach  · Telefon: +49 (0) 63 45 95 96 868  · www.dernbacherhaus.de

Do ist de pälzer Dehäm – Rietania Hütte

In der urigen, gemütlichen Hütte von 1931 lässt sich der Abstieg von der Rietburg ebenso feiern wie auch nur mal so genüsslich einkehren, um wieder neue Kraft zu schöpfen, den Durst zu stillen und den Geist zu bereichern. Hier wird ehrlich, bodenständig gutbürgerlich gekocht. Die Küche überzeugt mit traditionellen Pfälzer Spezialitäten sowie wechselnden Tagesgerichten und dazu hervorragenden Weinen regionaler Winzer oder einem eiskalten Bier frisch vom Fass!

Die zwischen Rhodt und Weyher gelegene Hütte ist sowohl zu Fuß und mit dem Rad als auch mit dem Auto bestens zu erreichen und liegt zugleich an mehreren gut ausgeschilderten Wanderwegen. Auf der großzügigen Terrasse findet man auch im Hochsommer ein schattiges Plätzchen zum Abkühlen und Erfrischen.

Übrigens: Pfälzer Gastfreundschaft und Lebensfreude gibt es gratis dazu!

Rietania Hütte 

Theresienstraße 210, 76835 Rhodt u.R. · Telefon: +49 (0) 63 23 68 52  · www.rietania-huette.de

Traditionell mit Musik – Schweizer Haus 

Bei jeder Begegnung mit dem Schweizer Haus wird der wummelige Alltag merklich kleiner. Am Rande von Weyher hinauf sind 400 m Höhe eine niedliche Kleinigkeit zu vergleichbaren Wanderhütten in der Schweiz. Hier werden traditionelle Hüttengerichte mit Schmackes, pfälzer Wein und auch mal gern musikalischer Untermalung serviert.

Das Schweizerhaus wurde um 1880 von dem Bezirks-Verschönerungsverein Edenkoben erbaut und wird seither sorgsam gepflegt wie auch traditionell bewirtet. Die PWV-Ortsgruppe Weyher ist ständig bemüht, ihr Schmuckstück, das Schweizerhaus, zu verschönern und zu erhalten.

Dem Pächter, dem Weingut Graf von Weyher, ist es gelungen, einen herrlichen Ort für Wein, Genuss und Gesang zu erhalten. Das Schweizerhaus ist in ca. 30 Minuten zu Fuß von Weyher aus zu erreichen. Die Markierung roter Balken von St. Martin nach Burrweiler führt direkt am Schweizerhaus vorbei

Schweizer Haus

76835 Weyher / Pfalz · Telefon: +49 (0) 63 23 98 00 64  · schweizerhauswirt@pwv-weyher.de