Die sinnlich-blühende Begegnung mit dem Weinberg

Wenn wir aufmerksam die Weinberge mit all unseren Sinnen erfassen, können wir uns sattsehen und noch ein Weilchen bleiben. Ohnehin macht das Gegurke und Gequietsche dort unten im Mittelpunkt von Gewimmeltag wenig Spaß. Und wenn ich dann hier oben, über dem satt-kräftigen Grün der Reblandschaften sitze ,bin ich doch schon sehr verwundert, wie viele Rad- und Wandertouristen mit teils panischen wie auch hektischen Blicken durch die Welt surfen. Das Ziel ist das Ziel und bei weitem nicht der Stopp oder das sinnige Innehalten. Linksumdrehung, Rechtsumdrehen. Lieber Notstand, anstatt Stillstand ! 

… und manchmal kann ich sie förmlich hören, die Flügelschläge kunterbunter Schmetterlinge, welche durch die blühenden Weinberge tänzeln.

Viele Winzer haben es erkannt und verstanden, eine sinnige Liebesbeziehung mit der Natur einzugehen, denn eine solche Verbundenheit macht das Leben ungemein gesund und kunterbunt. Besonders Weinbauregionen sind attraktive Kulturlandschaften, welche aufgrund ihrer klimatischen Lage Urlaubs- und Genussort zugleich für  wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten sind. 

Jedoch… sind Reben auch exzentrische Diven. Sie sind sensibel, fordern Aufmerksamkeit und ganz viel Wertschätzung. So mancher Weinmacher streichelt sie in den Schlaf und weckt sie am Morgen  tröpfchenweise mit Wasser wieder auf. Zwischen ihnen tummeln sich mittlerweile bunte Genossen, auch Weinbergsbegleitpflanzen genannt. Stolz und heiter aber auch egoistisch zeigt sich die gelbe Weinbergs-Tulpe ebenso gern wie der weiße, gar unschuldige, Dolden-Milchstern. Hingegen die Traubenhyazinthe, welche mit ihrem blau-violetten Blütenkopf die Nase weit oben trägt und gern mit ihrer Opulenz den Rest ihrer Mitbewohner überstrahlt. Da kommen zahlreiche weitere und reichhaltigen Blütenmischungen in den Rebgassen kaum mehr zur Wirkung. Allen gleich ist ihre Wirkung auf die Naturlandschaften: Sie sorgen für eine intakte Bodenfruchtbarkeit, die aktiv und völlig ungeniert zur harmonischen Ernährung der Reben beiträgt und so auch für eine gute Wasseraufnahmefähigkeit sorgt. Auch möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass sie – ähnlich wie die Winzer sowie das „Gescherr“ drumherum ausgezeichnete Gastgeber sind und den zahlreichen Blütenbesuchern, von denen manche für den Winzer als Nützlinge bzw. Fremdarbeiter tätig sind und das ganze Jahr über für reichlich Nektar und Pollen sorgen. 

Zudem sind blühende Weinberge eine hervorragende Werbung für jeden Winzer und schaffen somit auch die Grundlage für ganz besondere Tropfen.

Letztlich gibt es kein wahres Leben im Falschen, aber ein wahres Leben in Flaschen.

Lust auf das Leben – Rheinhessen fasziniert

Sicherlich liegt es am Licht und irgendwie fühlt sich die Luft hier anders an. Frischer, klarer – freundlicher. Selten ist um fünf Uhr früh meine Welt sortiert und in Ordnung. Zu dieser Unzeit bewegen sich meine Zehen noch fremd in die Welt. Auch mein Tastsinn ruft meine Augen um Hilfe. Blinzeln, nah am verzweifeln, das Gehirn noch in Tüll gehüllt, mein Gaumen dürstet nach Kaffee. Wie konnte ich nur auf die bekloppte Idee kommen, Land und Leute bereits im morgendlich-milchigen Nebelschleier zu entdecken. Hier auf einem der vielen „Hiwwel“, dem Wissberg – die zweithöchste Erhebung im Wein- und Hügelland Rheinhessen. Sein langgestrecktes Plateau verleiht ihm auch den Namen „Tafelberg“. Von hier oben lässt es sich vorzüglich in das Herz Rheinhessens blicken. 

Ganz allmählich verlässt der Morgennebel die bizarren Weinlandschaften, in kunterbunte Farben des Frühsommers gepinselt, das Rheintal. Es wird Zeit der Sonne Platz zu machen und ihr den Laufsteg der Natur zu überlassen. Die Farbenvielfalt verzaubert ein wenig die Sinne: alle Gelbtöne in einem prächtigen Blütenmeer mit Weiß vereint. Das satt-frische Grün der Wiesen- und Reblandschaften streckt sich der aufkommenden Sonne entgegen, welche nun in Zartrosa, etwas Aquamarin und prächtigen Silberstreifen ihre Fühler ausstreckt und nun auch mich wachrüttelt. Es wird sicherlich wieder ein sonnen-prächtiger Tag und meine heutige Tour wird wieder ein Erlebnispfad durch Wein und Kultur mitsamt Mensch und Natur. 

Auf der Kirchturmuhr dort unten blitzen die Zeiger auf, die sich ganz allmählich der 6 Uhr-Marke annähern. Ganz allmählich tritt der Horizont zurück, versteckt sich im tiefliegenden Morgennebel, welcher nonchalant sämtliche Geräusche absaugt. Kein Mensch weit und breit.

Unten das Tal, ein unendliches, frohes Mosaik aus Reb- und Wiesenlandschaften, kleinen Dörfern mit roten Ziegeldächern ihrer Häuser, welche sich mal sanft mal schroff an die abfallenden Hänge schmiegen. Landstraßen schwingen ihre Arme durch das weite Land. Auto-Glas blitzt auf. In der Ferne zieht sich das graue Band einer Autobahn entlang. Ein Autobahnkreuz mit seinen geschwungenen Abfahrten erinnert an eine überdimensionale Schleife, welche die Landschaft wie ein Paket zusammenschnürt. 

In der Tat… eine Wandertour auf den zahlreich-herrlichen, gut markierten, Pfaden sollte man demütig früh am Morgen beginnen und so in die Geburt des Tages eintauchen. Mal ganz weit weg vom Alltag auf eine Wanderung für die Seele. Rheinhessen ist geradezu prädestiniert für Begegnungen mit sich und einem satten Stück Gemütlichkeit. Die Wein- und Genussregion bietet vielfältige Einblicke in kreative Kochtöpfe und prächtig-schöne Weingewölbe. 

Hier begegnen mir Menschen, die Einsamkeit ebenso schätzen wie herzliche Gastfreundschaft. Hier wird authentische Tradition und Kultur gepflegt und so gerne gelebt. Auch Menschen, die Natur wie auch Harmonie suchen und jene Menschen, die die Erholung und Inspiration schätzen, geben mir reichlich Nahrung für Herz und Seele. Kurz: Rheinhessen verwöhnt meinen Geist, schmeichelt meiner Seele und lässt meinen Gaumen beste Weine und besondere Weinmacher einfangen. 

 

 

Reise nach Anderswo

Reisen heißt für mich nicht: irgendwo ankommen, sondern aufbrechen, den Tag sich öffnen lassen mit einer Fülle schöner Momente, seinen Düften, seiner Würze, seinen Augenschmeicheleien. Es bedeutet das Unerwartete der nächsten Begegnung, das nie vollständig gestillte Verlangen, immer wieder Neues zu berühren, die unendliche Neugier, die Vielfältigkeit von Mensch und die Facetten schöner Landschaften mit der wirklichen Welt zu vergleichen. Es bedeutet morgen und immer wieder morgen, anstatt dem Gestern zu verfallen. 

Aus allen meinen Reiseberichten entspringt der Wunsch, den großen Metropolen und deren gequält-lautem Gewimmel zu entfliehen, und die Sehnsucht nach einem gemütlich-genüsslichen, kunterbunten Anderswo, das hell und freundlich, duftend und lebensfroh ist.

Den Rucksack packen und fortgehen, Zuhause und Gewohnheiten wechseln, für ein paar Tage oder gar Wochen den Alltag verlassen, auf die Pfalz, auf Rheinhessen, auf den Bodensee und die Nordsee einlassen, von Meereswellen gewiegt werden oder sich von den Winden der Provence forttragen lassen. Frei umhertreiben, die Sonne über dem Schwarzwald oder dem Meer untergehen sehen, unbekannte Geräusche empfangen und in fremde Gesichter blicken, den Vögeln in die blaue Ferne folgen.

Fernab vom Gewimmelbum, von Menschenmengen, der Souvenirkitschigkeit und der Standardisierung des Reisens möchte ich mich einlassen auf ruhig-sanfte Lebensfreunde, geschützte und teils unberührte Landschaften. Möchte mich einlassen auf eine wirkliche Loslösung vom klirrig-sperrigen Alltag, vom ständig-blickenden Smartphone und der ewigen WhatsApp-Bereitschaft: Echtes Reisen also! Fortgehen, um fortzugehen, und reisen, um zu reisen.

Und… der Geist des Reisens lebt in jedem von uns

Oft nur als Wunsch, sich abseits im Diesseits fernab von ausgetretenen Pfaden oder aufgedrängten Routen zu entfernen und wieder Authentisch-ehrliches zu finden. Häufig genügt es bereits, früh aufzustehen oder den Ort zu wechseln. Wichtig ist nur, alles mit tiefen Atem und offenen Augen zu betrachten. Lust und Genuss zu verspüren nach Überraschung und Erstaunen und der Sehnsucht, sich forttragen und verführen zu lassen. Den Geist des Reisens in uns aufzunehmen … ist die Kunst. 

Mel Hubach! Fotografin im Flow von Typen, Inspiration und Träume

Wer über die Weinlandschaften der Pfalz schreiben will, sagen die Pfälzer auf den Märkten und in den Dörfern, die ich durchfahren habe, der muss die „Typen“ der Pfalz kennenlernen. Der muss die Landschaften einfangen und in all ihren bunten Facetten verstehen. Aus Mangel an Zeit habe ich Bücher gewälzt und Typen getroffen.

Doch letztlich fasziniert und natürlich auch für meine Arbeit inspiriert hat mich die spannend-schöne Handwerkskunst einer Pfälzer Fotografin: Melanie Hubach.

Die „Götter“ der Fotografie vermitteln in der Lehre die Kenntnis:

Fotografie ist ein Handwerk! Für mich ist und bleibt das Können und Spiel mit den Objektiven jedoch auch Kunst. Fotografen sind Handwerker mit einer feinen Nuance Kunst und dem sensiblen Gespür für Momente, die ihre Arbeit gut machen müssen.

Melanie Hubach pflegt diese Art der Kunst aus Berufung und Leidenschaft. Sie ist jedoch auch ganz und gar leidenschaftliche Pfälzerin und kennt jede Kante und jede Kerbe der Pfalz und deren Landschaften wie auch alle Facetten der Menschen. In ihrer mittlerweile über 5jährigen Berufstätigkeit konnte sie schon viele namhafte Kunden von ihrer Arbeit und Kreativität überzeugen.
Als visuell sehr anspruchsvoller Mensch arbeitet Melanie Hubach in den verschiedensten Aufgabenbereichen. Ob in der Landschaftsfotografie oder im Studio, stets sucht sie nach ästhetischer und aussagekräftiger Perfektion. Sie hat sich inzwischen vor allem als Portraitfotografin und Projektfotografin einen Namen machen können. Emotionale und stimmungsvolle Bilder sind ihr Markenzeichen – gerne setzt Melanie Hubach sie mit ein.

Immer der Nase nach durch die Pfalz, das heißt von Dorf zu Dorf die Farben der Pfalz und ihre Faszination entdecken. Wer die Bilder von Melanie Hubach sieht weiß, wie die Pfalz riecht. Der hört den Wind in den Wiesen und das Rauschen allerlei bunten Blattwerkes.

https://www.melhubach.de

Die Pfalz – Ein „must have“ für alle Weinliebhaber!

Nonplusultra für den Einstieg in die Traumwelten. Andere suchen ihr Glück im Keks und vertrauen deren Wahrsagung. Doch der wahre Stoff, aus dem die Träume sind, ist der Wein. Wein ist eben nicht nur eine banale oder zu vernachlässigende Flüssigkeit, die immer und überall gleich schmeckt. Es gibt definitiv kein anderes Getränk und auch kein anderes Genuss- oder Lebensmittel auf der Welt, das in so ungeheuer zahlreichen Varianten angeboten wird. Genuss- und Marketingexperten bereitet das Kopfschmerzen, Sommeliers, Weinritter und Weinfreunde hingegen ganz häufig viel Anlass zu Freude und Vergnügen. Sicher ist auch, dass Wein nicht einfach mal so aus einem luftleeren Raum oder einem tristen Himmel kommt. Wein… wächst an besonderen Orten und in besonderen Naturlandschaften, oft schon seit Jahrhunderten. Über Generationen hat man seinen An- und Ausbau verfeinert. Wein ist voll behaftet mit mannigfach-bunten Geschichten und öffnet Augen für herrlich-schöne Landschaften und die Herzen für neue und ganz besondere Freundschaften. 

Schon zu den Zeiten der Römer wurden viele und heute bekannte Lagen der Pfalz mit Reben bepflanzt. Einzelne Weinmacher begriffen, dass Wein anders duftet und schmeckt, wenn er von einer anderen Lage, einer anderen Region und auf einem anderen Boden wurzelt. Aus Frankreich schickt der bekannte Winzer Bruno Prats aus dem Medoc seinen Kollegen der Pfalz seine ganz spezielle Definition: „Terroir erfasst alle natürlichen Voraussetzungen, die die Biologie des Weinstocks und demzufolge die Zusammensetzung der Traube selbst beeinflussen. Doch der jung-wilde wie auch kreative Pfälzer Weinkreateur mag sich besonders gern den Worten von Robert Parker anschließen  „Terroir muss man sich vorstellen wie Salz, Pfeffer und Knoblauch. In vielen Gerichten bilden diese Gewürze eine unentbehrliche Komponente, die ihnen wundervolles Aroma und Charakter verleiht. Für sich allein dagegen bringt man sie meist kaum runter“.

Dass die Pfalz verdammt nah an Frankreich lehnt lässt sich in den facettenreich-bunten Reblandschaften erkennen und im Glas erschmecken. Bei den Roten setzen die Pfälzer Weinkreateure auf Merlot, Cabernet Sauvignon, Pinot Noir oder auch Syrah. Chardonnay, Cabernet Blanc und Sauvignon Blanc stehen dem berühmten Riesling oder einer Scheurebe gut zur Seite und gewinnen immer häufiger viel Prestige auf internationalen Bühnen. Pfälzer Weinmacher zaubern, kreieren und gestalten mittlerweile Weine, die häufig auch französische Vorbilder in den Schatten stellen.

Und ganz sicher… Pfälzer Winzer sind tolle Charaktere, liebenswerte Mitmenschen und charmante Gastgeber. Soviel Gastlichkeit, so viel genüsslicher Stoff für wundervolle Träume machen die Pfalz zum „Must have“!

Elsass. Bonjour mon Alsace – eine kulinarisch-sinnliche Reise

Das kräftig-sonnige Blau des Himmels verziert mit zart-weißen Schleierbändchen geben der wunderbaren Herbstlandschaft entlang der Elsässischen Weinstraße eine herrliche Farbgebung. Gern rühmt sich die Elsässische Weinstraße ihrer weltbekannten Weinlagen. Schmückt sich, ganz „grande dame“, mit pittoresken Dörfern und facettenreichen Landschaften. Und lässt mal laut, mal leise die kulinarische Lebenskunst und kulinarische Fülle ertönen.

Sélestat – Charmant und völlig unterschätzt

Kaum habe ich bei Sasbach am Kaiserstuhl den Rhein überfahren überkommt mich eine schiere Lust auf frische Croissants oder den berühmt-berüchtigten Gugelhupf. Bei Fonné in Sélestat schallt mir beim Öffnen der Ladentür ein vergnügtes „Bonjour“ entgegen. Ich lasse mich gerne begeistern vom Duft, den tollen Gebäcken und dem von Leidenschaft geprägten Ambiente. Die Auswahl in der Theke kommt einem kulinarischen Hürdensprung gleich. Hier ist die Welt selig in Ordnung. Hier ist die Welt anders. Ganz viel anders. Sélestat, im Herzen des Elsass findet bei Touristen, welche von Colmar nach Strasbourg hechten wenig Beachtung. Dabei birgt diese charmante Stadt wahre Schätze, prächtige Bauwerke, zwei beachtenswerte humanistische Bilbliotheken und wahre Genussereignisse. Definitiv ist die Bäckerei Fonné an der Rue de la Grande Boucherie ein solches Ereignis. Unweit in der Rue du 17 Novembre verzaubert die Konditorei Sontag mit ihrer reichen Auswahl an Torten und hausgemachten Pralinen. Auch für seine leidenschaftlichen Bäcker ist Sélestat bekannt. Im La Maison du Pain d’Alsace – ein Museum für Bäckereigeschichte ist eine lebendige Schaubäckerei, ein Klassenzimmer für Jedermann und ein Ort, an dem die Leidenschaft der Bäcker an jeder Stelle sicht- und spürbar wird. Produziert wird vor den Augen der Gäste mit einer nur kleinen Maschinenausstattung. Hier können die Besucher sehen, wie ganz klassisch das Brot gewirkt und eingeschlagen wird, die Brötchen geformt und die Zöpfe geflochten werden.

Das Elsass ist reich an kleinen Städtchen, die mit viel Charme und Genüsslichkeiten einfangen. Aus Sicht der Pariser liegt jede kleine Stadt in der Provinz. Und grundsätzlich gilt: Von diesen Provinzstädtchen fährt man hoch: „On monte à Paris“. Vielleicht für immer. Besungen in vielen Chansons oder auch von Truffaut bis Chabrol auf Zelluloit geprägt…die Koffer packen, der Kleinstadt den Rücken kehren, um in der Hauptstadt sein Glück zu versuchen. Und um dann ein Leben lang von der „petite ville“ und ihren Annehmlichkeiten zu träumen.
Und ganz gerne kommen sie alle wieder, wenn auch nur für eine Genussweile, aus der großen, weiten Welt zurück, denn der Zauber dieser elsässischen Provinznester zieht magisch an. Hier braucht es kein Navigationssystem, denn der Kirchturm ist noch immer Mittelpunkt einer charmanten Lebensfreude. Voilà, on est arrivè!

Bevor ich meine Entdeckungsreise fortsetze bin ich Gast im:

„Les Près d’Ondine“ – Die Poesie der Genüsslichkeit

Im kleinen Vorort von Sélestat, in Rathsamhausen, empfängt das Ehepaar Dalibert seine Gäste in einer liebevoll-gastfreundschaftlichen Art in einer sehr familiären Atmosphäre. Das kleine Refugium ist reichlich bestückt mit allerlei „Sammelkunst“ aus den schönen Fernen dieser Welt. Ein großzügiger Salon mit Bar und einer üppig bestückten Bibliothek bietet einen romantischen Blick auf das Flüsschen I’ll. Die Zimmer, mit viel Liebe, fein-stylistisch gestaltet, erfüllen unsere Seele mit viel Poesie und Leichtigkeit. Der sonnige Garten mit seinen schattigen Pavillons lässt uns die Wichtigkeiten dieser doch ach so surrealen Welt vergessen.
Im Restaurant zaubert der Hausherr ein prächtiges Aromentheater aus tagesfrischen und meist regionalen Produkten, welche die Region zu bieten hat. An einer langen, mit viel Leidenschaft gestalteten Tafel genießen die Gäste zu besten Wild- und Gemüsekreationen ausgezeichnete Bio-Weine aus dem Elsass.

Hotel & Restaurant „Les Près d’Ondine, 5, rue de Baldenheim, F-67600 Sélestat

Genügend zu entdecken gibt es im Elsass allemal. Manche Kleinstädte haben einen römischen Triumphbogen, viele eine romanische Kirche, wahlweise eine gotische Kathedrale oder ein prächtiges Kloster, wie jenes auf dem berühmten Mont Ste.-Odile bei Obernai. Noble Adelshöfe, traditionsreiche Weingüter, verwunschene Altstadtquartiere, verträumte Flusslandschaften und ausgezeichnete Restaurants prägen das charaktervolle Gesicht der Genussregion Elsass.

Saverne – Gloria mit einer feinen Spur an Romantik

Westlich von Strasbourg schmiegt sich Saverne an den Naturpark der Nordvogesen an und lässt sich gern als die schönste Hafenstadt des Elsass bezeichnen. Und tatsächlich: Spektakulärer als vor der kolossalen Silhouette des Château des Rohan legt man am gesamten Rhein-Marne-Kanal nicht an. Auch nicht in Strasbourg. Korinthische Pilaster und Säulen spiegeln sich im Wasser. Ein Schloss, eine Burg und charmant-romantische Bauten lassen unsere Sinne durch die Gassen flanieren. Ein Blick hinter das Château reicht freilich, um die Welt als geordnetes Fachwerk mit überbordenden Geranienkästen zu begreifen. Das verschafft ebenso Sicherheit über die elsässische Seele von Saverne wie ein prächtiges Stück Obsttorte von Christian Boistelle, welcher ein prächtiges Repertoire an Kuchen, Pralinen und belegten Brötchen anbietet. Das stärkt für den Aufstieg zur Burg von Haut-Barr. Das Genießerleben findet ganz sicher in der Grand’Rue statt. Hier konzentrieren sich Weinstuben, Feinkostläden und Souvenirgeschäfte. Mittendrin die berauschende Welt des Pâtissier und Chocolatier Boistelle. Berühmt wie berüchtigt sind die besonderen Mitbringsel vom Chocolatier Jacques Bockel, er gießt mit viel Leidenschaft feine Schokolade in Elemente aus der Erotik und dem Kamasutra. Gute hausgemachte Pralinen bietet der Pâtissier Haushalter. Und… Unbedingt! Donnerstagvormittags gibt es einen bunten Wochenmarkt auf dem Schlossplatz (Place du Général-de-Gaulle). Und… Saverne ist auch ein Fluchtpunkt vieler Europolitiker aus Strasbourg, denn hier lässt es sich entspannt und lebensfreudig um den Hafen bummeln, am besten abends, wenn das angestrahlte Schloss den Glanz des „ancien régime ins Wasser schüttet. Von so viel Gloria mit einer feinen Spur an Romantik kann man in den Sitzungssälen des Europäischen Parlaments in Strasbourg nur träumen.

Boulangerie Pâtisserie Boistelle, 92 Gand‘ rue, 67700, SAVERNE

https://www.visit.alsace/de/

Rheinhessens. Feine Gästehäuser und Landhotels

Feine Ecken und harte Kanten, gefühlte 1000 Hügel und ebenso viele Windmacher, all die Kurven sind eine Versuchung, hier und da ist es auch mal schroff, reichlich vielfältig und alles andere als hässlich. Ein wenig laut und herzlich-bezaubernd launisch. Ein wenig verwegen, aber auch ganz gern gemütlich.

Und… die Weinregion Rheinhessen kann soooo schön heimelig und zauberhaft romantisch sein. Meiner Seele tut die Region richtig gut und ich mag den Naturlandschaften daher immer wieder gerne begegnen. Mit viel Charme und Geduld nimmt sie die Seele in Obhut. Charmant und immer wieder in neuen Farben präsentiert sie ihre Kleider, ihre Düfte und ihre Genüsslichkeiten. Lässt aufatmen und innehalten und unsere Sinne aus dem Takt bringen. Für mich… und ganz sicher für viele andere Genusspilger ist Rheinhessen eine prächtig-charmante Grande Dame, die es lohnt ihr zu begegnen.

Im Ellenbogen des muskelbepackten Rheins macht sich und ihren Gästen das Weinland Rheinhessen so gern gemütlich. Angeschmiegt an den Ausläufern des Pfälzerwaldes mag es so gar nicht bescheiden sein. Reich an Wiesen, Obstpantagen und allerlei Weinbergen ist Rheinhessen so herzlich-gern offen für allerlei Gäste aus nah und natürlich aus fern.

Es sind gerade diese zahlreichen Wiesen- und Weinberglandschaften, die Obst- und Mandelbäume in Weiß bis Zartrosa und die sattgrün-feuchten Bachtäler wie auch die kräftigen Buchen, Eichen, Kastanien und Fichten dort oben auf den Höhen, die den Besucher gern einnehmen. Und letztlich auch die Ruhe, die Schönheit und der herausragende Erholungswert, der diese Region und all seinen prächtigen Natur- und Kulturlandschaften so einzigartig macht und mich immer wieder anzieht. Mal in Lauf- mal in Wanderschuhen und gern mit lieben Menschen und herzlichen Gastgebern.

Bekannt ist die Gastregion Rheinhessen auch für aufrichtig-authentische Gastfreundschaft und seine zahlreichen, gemütlichen, Gästehäuser, Ferienwohnungen und Hotels. Das Angebot ist hier groß, kunterbunt, vielfältig und lädt ein… für einfach mal daheim zu sein.

In der Boschüre „Lust auf Weingut Rheinhessen“ habe ich außer aussergewöhnliche Weinmacher auch eine Auswahl von Gästehäusern und Landhotels zusammengestellt, welche mich insbesondere durch ihren Charme und ihre Servicefreundlichkeit überzeugt haben.

Hierzu gehören:

  • Landhotel Espenhof, Flonheim
  • Landhotel Strubel-Roos, Flonheim
  • Hotel Papa Rhein, Bingen
  • Gästehaus Janson, Vendersheim
  • Landhotel Domhof, Guntersblum
  • Jordans Untermühle, Köngernheim
  • Gästehaus Hammen, Köngernheim

Die Broschüre „Lust auf Weingut“ ist kostenfrei bei Rheinhessen-Touristik und zahlreichen Gastgebern wie auch Weingütern in Rheinhessen zu beziehen.

https://www.rheinhessen.de

Bietigheim-Bissingen – Eine prächtige Diva im Neckartal

Sie ist schon ein wenig ungeschliffen, reichlich kunterbunt-lebendig und alles andere als flach. Ein wenig laut und ab und an auch ganz gern launisch. Hier und da etwas verwegen. Doch… auch ganz schön heimelig und zauberhaft romantisch. Ich mag es sehr ihr zu begegnen. Mit viel Charme und Geduld nimmt sie die Seele in Obhut. Charmant und immer wieder in neuen Farben präsentiert sie ihre Kleider, ihre Düfte und ihre Genüsslichkeiten. Lässt aufatmen und innehalten und unsere Sinne stets behalten. Und ach so gern nimmt sie gefangen… diese Diva Bietigheim-Bissingen. Am Rande der Dunstglocke Stuttgart liegt sie im Neckartal und mag so gar nicht bescheiden sein. Reich an Kultur und Romantik, reich umgeben mit satten Wiesen, üppigen Wäldern und allerlei steilen Weinbergen ist sie so herzlich-gern offen für allerlei Gäste aus nah und natürlich aus fern.

Es sind jedoch auch die zahlreichen Naturlandschaften entlang den Windungen des Neckars, die sattgrün-feuchten Bachtäler wie auch die kräftigen Buchen und Fichten dort oben auf den Höhen. Es ist letztlich die Ruhe, die Schönheit und der herausragende Erholungswert, der Bietigheim-Bissingen und sein Umland so einzigartig macht und mich immer wieder anzieht.

Mal in Lauf- mal in Wanderschuhen und gern mit lieben Menschen bei herzlichen Gastgebern. Die Schorcks, die Maerz-Brüder, die Wentz im Storchen wie auch die Otterbachs. Und immer wieder stelle ich fest, sie ist bunt… kunterbunt.. die Welt hier im lieblichen Neckartal und so trifft man sich recht gerne, abseits des Wimmelalltags im Storchen oder in der Rose und genießt vorzügliche Weine, herzliche Gastfreundschaft und ausgezeichnetes Essen bei den „Besten“ in Bietigheim. Gern komme ich immer, immer wieder.

Heidelberg! Der wahre „Stoff“ für die Seele

Ach…ja! Wie gern denke ich gerade an den wahren „Stoff“ für Erholungsmomente. Dort hinten… im Heidelberger Zuckerladen.

Gefääääährlich ist die „Plöck“, Heidelbergs Fußgänger- und Radler-Rennstrecke parallel zur Fußgängerzone allemal. Am oberen Teil wird die Plöck genussgefährlich. Hier fängt die brandgefährliche Kalorientankstelle „Heidelberger Zuckerladen“ Kinder und Erwachsene ebenso. Hier staut es sich genüsslich entlang der Fruchtgummi und Pralinen Peep-Show in Omas alten Gläsern jung, jünger und alt bis urigalt. Hier zeigt die Decke wie auch Wände allerlei Anekdoten, Unglaubliches, Politkultur, Sport und Trödel aus 30 Jahren Heidelberg und Region.
Hier legen Naschjünger und -katzen aller Nationen einen Kurzurlaub ein und schlecken sich durch süße Erholungsmomente. Zweifelsohne, dieser Laden ist seit fast 30 Jahren ein liebenswertes Unikum und auch für feinste Schokolade, Pralinen und handgefertigte Geschenke nicht nur im Kinderland weltbekannt.

Und… der Heidelberger Zuckerladen ist ein Paradebeispiel für eine ganz große Portion Servicefreundlichkeit und Kundenorientierung. Marion und Jürgen Brecht verstehen es zu verführen.
Übrigens: Zeit sollte man, Kind und Maus mitbringen, denn Jürgen lässt seine Gäste mitspielen: Mit dem Würfelbecher um dem süßen Gewinn des Moments… und eine schöne Portion Liebelei gepaart mit süßen Gedanken.

Herzlichen Dank liebe Marion und lieber Jürgen für so viele süße Jahre!!

Heidelberger Zuckerladen / Plöck 52, 69117 Heidelberg

http://www.heidelberger-zuckerladen.de

Alexander Heer! Der den Naturgeist in die Amphore packt!

Kreativ, innovativ und so herzlich geistreich-verrückt. So begegnet mir Alexander Heer. Weder verändert er noch spielt er mit dem Geist des Weines. Er gibt ihm Raum, schenkt ihm Aufmerksamkeit und kreiert mit viel Sensibilität einen neuen Geschmackskörper. Ja! Es klingt widersprüchlich und irritiert. Zunächst! Bereits der deutsche Lyriker Friedrich Hebbel erkannte:

„Der Wein ist die edelste Verkörperung des Naturgeistes“.

Vor knapp 15 Jahren begann der diplomierte Önologe Alexander Herr im Rheingau mit dem Aufkauf und der Anpachtung bester Weinlagen im Rheingau um weinbauliche Schätze zu heben und alte Klone mit geringen Erträgen zu selektionieren. Es gehört zu seinen Grundprinzipien mit der Natur und nicht gegen sie zu arbeiten. Er beobachtet sorgfältig und fördert artenreiche Begrünung sowie ein lebendig-facettenreiches Bodenleben. Letztlich kann sich nur in Freiräumen eine Wildflora entwickeln, die ein gutes Umfeld für Nützlinge bietet. Ein wachstumsarmes Gefüge mit schwacher Fruchtbarkeit und einer einzigartigen Mineralienzusammensetzung spiegelt den Charakter eines Weines am besten wieder. Somit gewinnt er bereits bei der Arbeit im Weinberg die Grundlagen für gesunde, aromenreiche Trauben, aus denen im Keller hochwertige Weine entstehen.

Es sind diese alten Reben mit einem Alter von 25 bis über 60 Jahren, denen Alexander Heer viel Handwerkskunst gönnt. Es sind jene dicke Reben, die ganz viele Geheimnisse der Vergangenheit in sich eingefangen haben und denen er nun sorgsam zu Leibe rückt. Glücklicherweise wurden die Rebzeilen durch seine Vorgänger als Dichtpflanzung angelegt und sind verantwortlich dafür, dass nur ein geringes Ertragsniveau und hohe natürliche Mostkonzentration möglich sind.
Solche robuste Gewächse mit einem hohen Holzanteil und vitalen Rebköpfen sind so gut wie unsterblich. Deren Wurzeln graben sich tief in den Boden und finden dort den mineralischen Unterbau für tiefgründig-ehrliche Weine.

Und… Alexander Heer liebt das Wechselspiel aus spezifischem Boden und alten Reben, sind sie doch das Fundament für individuelle und aussagekräftige Weine, welche zusammen mit dem Ausbau in Tongefäßen über größtmögliche Personalität verfügen.
Es entstehen Weine, die fernab vom Massenphänomen, nötigerweise nicht jedem gefallen müssen, sondern dem Connaisseur, der nach der einen oder anderen Varianz Ausschau hält und es sind Weine, die an eine große, dramatische, Oper mit mannigfachen Klängen erinnern lassen.

Aus den Lagen „Hallgarter Würzgarten“ mit seinen, prächtigen, 40 Jahre alte Reben entstand der „Müller-Thurgau 19 Grad“. Dieser Weinberg verfügt über einen besonderen Charakter. Merkwürdig geformte Stämme, die trotz ihres Alters nach wie vor über hohe Vitalität verfügen.
In diesem Weinberg sind es die Wildschweine, die Alexander Heer die wenigen Haare raufen lassen jedoch alljährlich als Reifeindikatoren dienen, denn wenn die Trauben über die moderate Süße verfügen und die Säure nicht mehr zu hoch ist, beginnen die Wildschweinrotten ihre Raubzüge und erfordern von Heer und seinem Team eine sehr rasche Reaktion.
Zeitgleich wurde meistens der Spätlesecharakter erreicht. Ein Level an erhöhtem Extraktwert und die beste Basis für hohen natürlichen Alkohol.
Im Keller ist die „19°“ sehr gut geeignet als Wein für ein ausgedehntes Fasslager. Noch besitzt dieser Wein eine enorme Fruchtigkeit. Banane dominiert. Das Lange Hefelager „sur lie“ und die alternierende Folge der Battonage schaffen ein noch komplexeres und volleres Geschmacksprofil.

Langer Hefekontakt und der Prozess des Aufrührens ist die klassischste Technik den Wein vor Oxidation zu schützen.

Zusätzlich erreicht Alexander Heer dadurch eine unschlagbare Dichte.  Wie auch immer, die Technik des Vin Orange ist hierbei angewendet. Offene Maischegärung und malolaktischer Säureabbau reduzieren die Primärfruchtaromen komplett und so entwickelt sich
zusätzlich diese würzige Dichte aus der einstmaligen fragilen Struktur. Eine friedliche 24-monatige Barriquelagerung hilft dem Wein sein Hefedepot optimal absetzen zu lassen und muss somit in Folge nur reduziert filtriert werden. Zwanzig Monate zusätzliche Flaschenlagerung stehen ihm prächtig zu Gesicht und dem Genießer prächtig im Gaumen und Geist.

Seit 2017 tanzt und rackert Alexander auf Thassos 

Hier kann er seine Ideale ausleben. Die Wiederbelebung alter Kultivierung und des antiken Ausbaus (Amphoren), vergessener, von ihm wieder entdeckter Rebsorten und Klone auf lebendigen Böden wurde seine neusinnige Lebensaufgabe. Hieraus entstand das Weingut Kthma Kazaviti. Seine stilistisch burgundischen, sauberen Vin Naturel bietet er nun auch in Deutschland exklusiv an.

Es werden völlig vergessene, unbekannte, aber auch einige bekanntere Rebsorten – zum Teil Klone davon – angebaut:
Agriostaphila, Agoridis, Assyrtiko, Dopia, Kokinadia, Limnio, Limnio Weiß, Matriaki, Mavroudi, Muscat d´Alexandria, Roditis, Rosaiki und einige mehr.

Schritt für Schritt werden daraus exzellente Weine, die ausschließlich als Vin Naturel und in thasischen Amphoren (Kioupi) produziert werden. Mehr Natur geht wohl nicht. „Nature in the Bottle“ eben!

https://www.griechenland-weine.de/winzer-portraits/kazavitis-alexander-heer/