Die Partitur der Sinne – Hotel & Restaurant – Rhodter Adler in Rhodt u.R.

Häufig durchstreife ich neugierig die facettenreichen Welten der Pfalz. Noch bevor der Tag sein Finale einläutet, möchte ich aufgefangen und bereichert werden. Eine freundliche Servicekultur die umarmt und eine authentische Kulinarik, die meine Sinne mal wieder auf Vollmast dreht. Einfach… eine satte Portion Pfalz einfangen und das angenehme laissez-faire der Pfälzer genießen.

Angekommen! Willkommen! Dazu eine lebendige Gastfreundschaft und eine Flasche Wein, die freundschaftlich verbindet. Klar… Wünsche streben nach Erfüllung und schön, dass mich meine neueste Entdeckung so sinnig wie auch wunschlos glücklich macht: Der Rhodter Adler in Rhodt unter der Rietburg.

Auffällig sogleich ist, dass Lisa Soltmann und ihr Team Gastgeber aus Leidenschaft sind und das, was sie tun, mit viel Servicefreude erfüllen.

Der Rhodter Adler, mit seinem romantischen Innenhof und Gartenlandschaften ist eine außergewöhnlich große Aufführung. Das perfekt eingestellte Team des Rhodten Adlers bespielt ungezwungen all meine Sinne in feinster Partitur.
Klar! Das charmante Hotel und Restaurant Rhodter Adler ist eben ein Familienbetrieb in welchem sich Innovationsfreude sowie perfekte Servicequalität gepaart mit unternehmerischem Mut und Beharrlichkeit mit einem spürbaren Touch an Harmonie vereinen.

Und… sie machen es verdammt gut: Die erfolgreichste Leistungssteigerung eines Hotels ist sicherlich im Design oder der Ausstattung möglich. Aber eine Leistungssteigerung in Servicekultur und – qualität gewinnt eine dauerhafte Präsenz in den Sinnen seiner Gäste. Mehr als Fünf-Sterne geht nicht?! Weit gefehlt: Außergewöhnliches und am Kunden perfekt orientierter Rundumservice in einer feinen Spur von Authentizität, Charme und herzliche Gastfreundschaft ist die beste und gleichzeitig die erfolgreichste Methode, um Gästen das Leben reicher zu machen. Und hier… im denkmalgeschützten Adler packt man den gesammelten Reichtum gerne wieder ins Gepäck.

Die Zimmer wie auch das Restaurant sind mit Materialien ausgestattet, welche das Handwerk und die Landschaft der Südpfalz widerspiegeln. Die konservativ-feine Linie war die liebevolle Pflicht der Gastgeber Seidel/Soltmann. Die Ausstattung mit einem Touch authentisch-ländlicher Kultur die selbstverständliche Kür.

Mit feinem Gespür für kultivierte Gastfreundschaft entwickelte sich das Restaurant/Hotel Stück für Stück zu einem stilvollen Haus mit hervorragenden Charaktereigenschaften, welche den anspruchsvollen Gast bei jeglicher Begegnung alle Sinne spüren lässt. Eine bunte Auffrischung bekommen graue Zellen und bleiche Sinne nicht nur in gemütlichen Zimmern, den liebenswert arrangierten Garten- und Terrassenlandschaften, sondern ganz besonders auch im modern-eleganten Ambiente des Restaurants.

Falk Seidel ist es gelungen, mit Sascha Schröder einen neuen, höchst talentierten, Chefdirigenten für die Küche zu gewinnen Sascha Schröder bespielt die Küche vielfältig, bodenständig, regional und unkonventionell mit neuen Ideen und zartem Aromenspiel so feinfühlig, dass es schwer ein Entrinnen gibt und man sehr gern länger bleibt. Selten gelingt ein Wechselspiel so perfekt und zudem mit einer neuen Art der Kochkunst. Mit klarer Linie, ohne“ SchiSchi“ und ohne Getöse, gelingt es XX zu begeistern. Jede Tonleiter einer regionalen Vielfalt versteht er ebenso in Szene zu setzen wie die feinen Nuancen einer modern-internationalen Küche. Das Produkt bekommt die volle Aufmerksamkeit seiner leidenschaftlich-kreativen Kochkunst. Produkte aus der Region und dem angrenzenden Frankreich prägen seine Farben- und Genussspiele. Es bleibt haften… im Gedanken und in der Seele: ein Sinnesrauschen durch den Aromengarten der Natur.

Es bleibt spannend im historischen Gasthaus Rhodter Adler, denn Stillstand steht nicht auf der Agenda der unternehmerischen Leidenschaft von Falk Seidel und seiner Stieftochter Lisa Soltmann. Sie verstehen es, mit ihrem kreativ-charmanten Gespür ein vorzügliches Haus stets im Puls der Zeit zu halten.

Hotel & Restaurant Rhodter Adler / Weinstraße 10, 76835 Rhodt u. R. / 06323 9492770 / 

https://rhodter-adler.de

Ein Grenzgänger, ein Suchender, ein Virtuose – Iñigo Urrechu

„la corredor de maratón“ – der Marathonläufer unter den Köchen« wird der Spanier Iñigo Urrechu gern genannt. Der Grenzgänger, der Gestalter und Perfektionist hat auf des Messers Schneide schon einige kulinarische Gipfel erklommen. Genug hat er aber noch lange nicht – als Getriebener seiner eigenen Ansprüche.

Man muss sich in Spanien nicht wirklich für gutes Essen und ganz besonders sportlich-gesundes Essen interessieren, um Iñigo Urrechu zu kennen – der 51-Jährige ist einfach omnipräsent auf vielen Strecken und Kanälen: als legendär lebensfroher Mentor in TV-Koch-shows Al Grano“ am Canal Cocina, wo er all unsere baskischen und traditionellen Gerichte und Kreationen der Haute Cuisine präsentiert; und der Kochwettbewerb „Abran Fuego“ auf Telemadrid, bei dem der beste Koch der Region gesucht wird. Auch als Berater ist er gern im Laufschritt unterwegs und besonders auch für seine liebste Herausforderung, der Hotelgruppe Melia. 

Iñigo Urrechus eigentliches Tätigkeitsfeld als Inhaber eines Genuss-Imperiums, das auch in Covid-Zeiten explosiv expandierte, ist da noch gar nicht mitgezählt. Und… wichtig wie auch unbedingt bemerkenswert – Iñigo Urrechu ist Familienmensch durch und durch. Völlig klar wird spätestens bei diesem Lebensinhalt: Iñigo kann nur Ultramarathon und dies mit verdammt viel Lebensfreude und Charme. Für mich ist er ein großes Genusstalent und der kultivierte Inbegriff von Multitasking.

Es ist Anfang April, die Sonne über Frankfurt trollt sich davon und überlässt fetten Wolken die Bühne. Ein leichter Schneeschauer pudert die Wiesen- und Baumlandschaften in Frankfurts Grüneburgpark ein. Läufer drehen gequält ob der Witterung ihre Runden… nur Iñigo, gefangen in seiner Gedankenwelt, freut sich sichtlich über den morgendlichen Auslauf. Im Gepäck seine selbstkreierten Proteinriegel und eine Ladung Gedankengut.

Bereits bei der Ankunft im vorzüglich geführten Melia-Hotel an der Senckenberganlage lassen die leidenschaftlich agierenden Gastgeber um Generalmanager Bastian Becker erkennen, dass sie sich nur mit dem Besten zufrieden geben. Das Hotel vermittelt ein feines Gespür für kultivierte Gastfreundschaft und einer ansteckenden Lebensfreude, welche auch in den chic-modern designeten Zimmern spürbar wird. Hier vereinen sich Innovationsfreude sowie perfekte Servicequalität mit unternehmerischem Mut und Beharrlichkeit. Auch das Restaurant „Oben“, das Spielfeld von  Javier Barros  und Iñigo Urrechu – wird mit sehr viel Servicefreude von Eddie Obrien  geführt. Hier wird eine sehr angenehme Willkommenskultur spürbar und definitiv zum Genuss. 

Bevor er sein Tageswerk mit seinem Chef de cuisine Javier Barros in seinem Restaurant „Oben“ im 15’ten des Frankfurter Melia Hotels beginnt, nimmt sich Iñigo eine Cola light und Zeit mit mir recht gemütlich über seine Familie, das Kochen und natürlich das Laufen zu philosophieren. Iñigo Urrechu nimmt gefangen und fasziniert. Mit brachialer Lebenslust erzählt er von seinen mannigfachen Welten. Recht schnell wird klar, dass Kochen für ihn eine Wertschätzung gegenüber den Produkten und den Menschen ist, für die er am Herd steht. Es ist eine sehr sensible Hommage an den authentisch-ehrlichen Geschmack jeder Zutat. „Qué absurdo“ – wie absurd ist es doch zu beobachten, wie die Technik die Herrschaft in den Küchen übernimmt. „No, no, no“… davon bin ich weit entfernt. Kreativität ist für ihn das Maß jeglicher Kochkunst. Es geht darum zu wissen, wie achtsam man ein Produkt betrachtet und behandelt. „Claro“ … der Preis darf nicht das Maß sein, sondern die Qualität und das, was man damit machen kann. Es ist für Iñigo und sein Team besonders wichtig, die Produkte in all ihren Aromen und Farben zu erkennen und damit die Sinne zu bereichern. Essen muss Emotionen hervorzurufen. 

Und definitiv… im Oben, mit einem feudalen Blick in die Skyline von Frankfurt versteht man das feine Spiel mit den Emotionen. 

Auf dem Teller…

Auch auf dem Teller wird geschmacklich sichtbar, das Team um Javier Barros und Iñigo Urrechu besteht aus kreativ-agierenden Aromenzauberern, welche den, teils filigranen, Spannungsbogen der Geschmacklichkeit, perfekt beherrscht. Höchste Qualität und Güte bei der Auswahl seiner Produkte sind die Pflicht, deren formvollendete Umsetzung die Kür. Beides erfüllen sie aus Berufung und Leidenschaft. Bei jedem Gang fasziniert er in der Verarbeitung und im Design mit typischen und außergewöhnlichen Zutaten  aus der Region. Alle seine Kunstwerke sind so verarbeitet, dass diese ihren kräftig-natürlichen Geschmack unverkennbar behalten, und auch, unverwechselbar kombiniert. Mit jeder neuen Kombination der zahlreich aufeinander abstimmten Gänge unterstrich auch hier Iñigo Urrechu sein formidables Können und seine Spielkunst, die kulinarischen Genusswelten meisterlich zu inszenieren ohne die Aromencharaktere zu vernachlässigen. Es ist mehr als nur ein einmaliges Erlebnis für Gaumen und Augen.

Ein erfrischender Vermouth Spritz – Cava, etwas Rosmarin und eine Spur Mandarine als Aperitif stimmen ein. 

Das formidable Apero: Rote Bete Tartar gepaart mit Avocado, einem Touch Apfel und einer Nuance Balsamico-Vinaigrette.

Wozu eine Pause… Alles ist genüsslich, ist von sensibler Feinheit bereitet, dass wir nie die Fülle des Magens spüren. Die Sinne sind es, welche eine Pause einfordern, da sie fast in ein Meeresrauschen geraten. Das Rinderfilet mit gegrillter Avocado aus der Region, fein umhüllt mit gegrillter Avocado setzt der Sinnespause ein feines Krönchen auf. All dies gepaart mit einem imposanten Blick hinaus in die Skyline von Frankfurt, auf den quirreligen Takt der Bankenmetropole, den hetzenden Menschen von hier nach dort und weit weg von feiner Genusskultur. 

Und zum Schluss: Ein kunterbuntes Mangotörtchen, umgeben von Roten Beeren und feinem Biskuit.

Völlig high vom Facettenreichtum der Aromen und Konsistenzen, kurz vorm Gourmet-Delirium lasse ich mich von einem vorzüglichen Obstbrand und einem perfekt aufgelegten Service auffangen. Es sind Ausnahmeerfahrungen wie dieser Abend im Oben und dem Team  Javier Barros  und Iñigo Urrechu,die die Gäste aus aller Welt auf die 15. Etage des One Forty West in Frankfurts  pilgern lassen. Chapeau, Chapeau! 

Fast untergegangen… die vorzüglich interpretierte Weinkarte mit knapp 70 Positionen. Das who is who ist selbstverständlich. Die Garde der besten Jungwinzer Deutschlands wie auch Spaniens ist die respektvolle Kür. Auch hier lässt Eddie Obrien keine Zweifel erkennen: Nur Außergewöhnliches hat hier eine Poleposition inne. 

 

Oben Frankfurt im Melia Hotel / Senckenberganlage 13
60325 Frankfurt / 

https://oben-frankfurt.de

Provence: Die Kunst der Genusskünste – Hotel „la colombe d’or“

Das Café e Hôtel „la colombe d’or’ , Saint-Paul-de-Vence – ist „der“ romantische Vergnügungsort der Künstlerseelen!

Etwas entrückt, aber fern von verborgen. 12 Kilometer nördlich von Nizza und nur wenige Kilometer von den Traumstränden der Cóte d’Azur, gefüllt mit malerischen Gassen, einer gut erhaltenen, jahrhundertealten, Befestigungsanlage und allerlei bunt lackierten Fensterläden verzaubert das Berg- und Künstlerdorf Saint-Paul-de-Vence weit ab der Moderne aber mit reichlich Blickachsen in die Ferne. Definitiv ist Saint-Paul-de-Vence eines der hübschesten Bergdörfer im Hinterland der Côte, welches es bei jeder Begegnung versteht zu verzaubern. Mittendrin die traumhafte Krönung des Laissez- faire der Côte d’Azur, das Café „la colombe d’or’ mit seiner merklich kunstgefüllten Atmosphäre. Es ist Café, Restaurant, Hotel, Kunststätte und Seelenfänger zugleich. Hier sind die Wände voll mit Kunstwerken, für die so mancher Kunstliebhaber und Galerist wohl morden würde. Hier lebt Geschichte wie auch der Glanz der Provence.

Noch heute erinnert ein Schild am Eingang an große Gastfreundschaft „Ici on longe à cheval, pied ou en peinture“ (Logi für Pferde, Wanderer und Maler). 

Dass der ehemalige Eigentümer Paul Roux – die Beerdigung Roux war eine der wenigen, an dem der Künstler je teilnahm –  nicht nur kultivierter Gastgeber war, sondern selbst auch Künstler, Kunstfreund und auch Schüler seines Gastes Pablo Picasso. Noch heute hängen einige seiner Bilder im Hotel. Nicht nur die Wände sind mit Kunstwerken bereichert… auch im Restaurant und unbedingt im Hotel gibt es zahlreich-spannende Begegnungen mit allen Facetten der Kunst. Man spürt im Dekor die Leichtigkeit und die Kreativität, welche hier nonchalante gelebt wurde und noch immer wird. So wie es Picasso gelungen ist einen alten Fernsehständer in die Skulptur eines Pferdes zu verwandeln, hat Familie Roux aus einem dörflichen Haus ein mit Kunst gefülltes Wunderland gemacht. Unmittelbar nach Betreten des Hauses spürt man sofort die verführerisch avantgardistische und beruhigend provenzalische Atmosphäre, welche zunächst auch architektonisch irreführend ist, denn es will mir einfach nicht gelingen, es in einen Stil einzuordnen. Facettenreich spiegelt es unterschiedliche Charaktere, mal Villa, mal Cortage und auch mal Kloster: Auf historischen Gewölben sammeln sich allerlei kunterbunte Korridore und eine Vielzahl, teils romantisch-mystischer Terrassen, allesamt mit groben Steinplatten ausgelegt, welche mühsam aus einer verfallenen Burg in der hinteren Provence abgetragen und hier sorgsam verlegt wurden. 

Das Gästebuch ist nicht nur Kunst… es ist besonders viel Kultur- und Erinnerungsgut an seine Gäste. Hier haben sich Picasso, Matisse, Chagall und Christo, aber auch Madonna, Robert de Niro, Sophie Morceau, Michael Caine, Alfred Hitchcock verewigt. Selbst Winston Churchill und Barack Obama philosophierten hier schon über Kunst, Geist und die Welt. 

Paul Roux war in der Künstlerszene tief verwurzelt; vor allem mit Malern war er eng befreundet. Er zögerte nicht, wenn bekannte Maler ihr Essen und die Unterkunft bei ihm mit Gemälden bezahlen wollten.

Das „La Colombe d´Or“ wurde ein Treffpunkt der Künstlerszene und somit wird klar, warum  die Wände noch heute voll von Kunst bekannter Maler hängen. Hier wurde nie mit Blutgeld, sondern meist mit Kunst bezahlt. Ich hinterließ einige Euro und viel Dankbarkeit.

La Colombe d’Or Hotel and Restaurant / Place du Général de Gaulle, 06570 Saint-Paul-de-Vence, Frankreich

Pfalz: Die Weinstraße – Ein Weinparadies mit internationalem Ruf

Wenn der leichte Nebelschleier sich am Morgen streckt und reckt und ganz vorsichtig die Geborgenheit anmutiger Reben verlässt und die sanften Hänge ihre Hände öffnen, dann haben die ersten Sonnenstrahlen eine prächtige Bühne und die Weinstraße ihren schönsten Auftritt.

Nein, nein! Sie ist ganz sicher nicht hässlich, auch nicht gewöhnlich und gar nicht laut. Sie ist nicht launisch und ganz weit weg von unromantisch. Sie ist charmant-authentisch, herzlich bodenständig und unbedingt… traumhaft schön. Die deutsche Weinstraße in der Pfalz ist mehr als “nur” ein Ereignis. Sie ist stets und zu jeder Zeit – auch für mich – eine Reise wert. Von der Südpfalz bis hoch ins Leininger Land schlängelt sich die Weinstraße teils über romantische Kopfsteinpflaster, allerlei Kulturgüter und reiche Alleen durch herrliche Wein- und traumhafte Fachwerklandschaften vorbei an Menschen, deren Herz einen anderen Rhythmus schlägt und welche das Laissez- faire genüsslich kultiviert haben.

Streifzüge durch anmutige Weinberge

Foto: Dominik Ketz

Die Pfalz ist zwar nicht die Wiege des Weins – diese liegt übrigens in der georgischen Region Kvemo Kartliganz – ganz sicher jedoch eine der schönsten Weinregionen der Welt und zudem auch die Wiege der deutschen Demokratie.  Wer vom Hambacher Schloss bei Neustadt/Weinstraße hinunter über die prächtigen Rebenmeere blickt, weiß sofort warum hier 1832  die deutsche Demokratie begründet wurde. Wein lässt eben doch so manchen Querkopf zum friedlichen Zeitgeist werden.

Die Pfalz ist unbestreitbar trotz aller verschärften Konkurrenz das Epizentrum der Passion,  aus edlen Gewächsen wohlmundende Tropfen zu machen. Weinmacher gelingt es hier vorzüglich aus charakterstarken Böden und besten Gewächsen wohlmundende Tropfen zu machen. Im Land der Burgen und Klöster, prächtigen Wald- und Naturlandschaften, die für alle Welt ein Touristenmagnet sind, drängt sich eine Entdeckungsreise auf den Spuren des Rebensaftes geradezu auf – es sind Streifzüge durch anmutige Weinberge, mit denen die sonnenbereicherte Pfalz gesegnet ist. Wie harmonisch Natur und Winzerkultur hier verschmelzen, wie erholsam eine Wanderung durch schier endlos mit Rebstöcken bepflanzte Hügel sein kann und mit welcher Inbrunst der Winzer seine Flaschen im Keller preist – all das macht solch eine Reise zu einem lustvollen Ereignis. Denn wo Wein wächst, zwischen dem nördlichen Weintor in Bockenheim und dem Weintor im südlichen Schweigen … also knapp 85 Kilometer, kommt man bei einem Glas Wein rasch mit naturverbundenen und leidenschaftlich-fröhlichen Pfälzern ins Gespräch und wird ach so gern auch mal umarmt. Dann hebt oft ein bodenständiges, leicht übertriebenes aber sonniges Philosophieren über die kleine und manchmal auch die, fast vergessene, große Welt an. Und ja… Stolz und Freude über die Güte des letzten Jahrgangs lassen die Augen der Weinmacher leuchten ,während sie über so manches Glas mit ihrer Nase flanieren. Recht schnell wird auch so manchem Biertrinker klar, dass es weit mehr Spaß bereitet, einen feinen Weine zu probieren und ganz nebenbei zu lernen, was Boden und Rebsorte zum Geschmack und der Farbe im Glas beitragen?

Pfälzer Weinlagen wie „Kastanienbusch in Birkweiler“, “Gimmeldinger Meerspinne”, “Deidesheimer Maushöhle”, “Forster Ungeheuer” der “Deidesheimer Paradiesgarten”, das „Wachenheimer Gerümpel“ oder der „Laumersheimer Kapellenberg“ haben es zu weltweiter Beachtung gebracht und zahlreich-hochdekorierte Weingüter mit wie Boris Kranz in Ilbesheim, Caro Bergdolt in Duttweiler, Steffen Christmann in Gimmeldingen, Markus Spindler wie auch der Philipp Lucas in Forst, Reichsrat von Buhl und von Winnig in Deidesheim, Bürklin-Wolf in Wachenheim, Gebrüder Rings und Jürgen Krebs in Freinsheim oder auch Phillip Kuhn in Laumersheim setzen sich jedes Jahr wieder neu in Szene und führen diese zu Weltruhm. Das Jumeirah-Hotel in Dubai, Shangri-La Hotel in Hongkong, Four Seasons Hotel in New York; die Weine der Weinstraße bereichern die Weinkarten der führenden Hotels dieser Welt. Und dennoch gibt sich diese ausgezeichnete Weinregion der Pfalz gern bescheiden.

Weit weg vom kulinarischen Einerlei

Foto: Ralf Ziegler, Bilderarchiv Südliche Weinstrasse e.V.

Auch die kulinarische Welt der Pfalz ist so vielfältig und abwechslungsreich wie die Landschaft selbst. Eine Schar ganz besonderer Menschen haben sich um die Genussregion entlang der Weinstraße verdient gemacht: Sie sehen ihre berufliche Leidenschaft als Berufung, gehen auch mal neue Wege und lassen dabei auch ganz gern die Tradition im Fokus leuchten. Letztlich ist genau das ihr Erfolgsrezept. Hier geht es nicht um Menge oder optimierte Masse, sondern um ihre Liebe zur Region, um Nachhaltigkeit und den ganz eigenen Style ihrer liebenswerten wie auch bodenständigen Heimat. Wer die zahlreich-kunterbunten Hofläden besucht oder es sich in einer der Genussgaststuben gut gehen lässt, kann diese Qualitäten der Pfalz und ihre Aromenkünstler schmecken.

Genussfreunde der guten, variantenreichen Küche sind in dieser herrlichen Region der Pfalz genau richtig. Authentische und bodenständige Qualität bereichern jeden Gaumen. Die “Pfälzer Hausmannskost”, wie der berühmte Saumagen, der berühmte “Quetschekuche” oder die Dampfnudeln mit Salzkruste sind eine angenehme Pflicht.

Wer bei Dunkelheit von oben auf die Pfalz schaut wird es entdecken: Wie eine bunte Perlenkette funkelt die Spitzen-Gastronomie zwischen den Weintoren: Die Gourmetrestaurants der Pfalz “Alte Pfarrey” in Neuleinigen, “Intense in Kallstadt”, das  “L.A. Jordan” und der “Schwarze Hahn” in Deidesheim wie auch die Krone” in Herxheim-Heyna sowie das „Urgestein“ in Neustadt sind weit über die deutschen Grenzen ein Inbegriff hoher Kochkunst und haben auch ihre Sterne im Gourmethimmel geschickt platziert. 

Mediterranes Flair

Zitronen, Pfirsiche, Oliven, Feigen und Kiwis sowie vielerorts Reihen von Zypressen lassen toskanische Eindrücke aufkommen, weshalb auch die Römer das hiesige milde Klima zu schätzen wussten und faszinierende Bauwerke wie das römische Weingut in den Hängen von Ungstein oder die Villa Rustica in Wachenheim hinterließen.

Bereits ab Anfang März, wenn der Winter vielerorts in Deutschland noch spürbar ist, malt hier die Mandelbaumblüte ein zartrosarotes und weißes Blütenmeer in die einzigartige Reblandschaft, und die Saison der fröhlich-romantischen Weinfeste beginnt. Die zahlreichen, teils romantischen Weinfeste bieten dem Besucher Gelegenheit, sich von der Faszination der Region, der Qualität der Weine und die herzlich-fröhliche Gastlichkeit der Pfälzer zu überzeugen.

Herrliche Weingüter mit Gästezimmern in teilweise modernem Design, kleine feine wie auch erstklassige Hotels, behagliche Pensionen oder Ferienwohnungen laden zur Übernachtung und zu erholsamen Ferien ein.

Mehr unter: https://www.suedlicheweinstrasse.de

Ein magisch-genüsslicher Ort feiner Gastfreundschaft – Spindlers Weinbar in Forst

Sollte es überhaupt ein Rezept für diesen Teil der Pfalz geben, so lautet es: Stürzen Sie sich einfach hinein! Mitten in dieses Laissez-faire des Lebens, mit der das romantisch-lebendige Weindorf Forst – mit seinen zahlreichen Haupt- und Nebengassen, seinem historischen Kopfsteinpflaster und seinen ehrwürdigen Weingütern- einen jeden empfängt. Am besten direkt rein in den gemütlichen Gutsausschank oder  rauf auf die sonnig-schöne Aussenterrasse der Weinbar  „Magnum 44“ und dem seinem opulenten Sinnestheater. Hier vermischen sich die Winde der Weinberge mit den feinen Düften der Küche. Hier werden die Sinne von allerlei kulinarischen Ereignissen wie auch den prächtigen Weinaromen bereichert und fast unmerklich sensibilisiert. Und man begreift, dass dieser Ort sich nicht mit dem Verstand erfassen lässt, sondern mit den Sinnen.

Wer oben auf der Terrasse mit Blick in die Weinberge sitzt   und in den Sonnenuntergang guckt,  bekommt einen Vorgeschmack darauf, dass die Küche von Florian Spindler vieles kennt, nur keinen Geiz.

Genau wie dieser Platz, dessen Magie nicht zuletzt daher rührt, dass sich vor den Augen die Arme der weltbekannten wie auch exklusivenWeinlagen Forster Ungeheuer, Kichenstück und Jesuitengarten ausbreiten. 

Die Küche von Florian ist bekannt für seine Kreativität und sein Aromenspiel, seine Tradition wie auch seineWeltoffenheit. Passend dazu die stilistisch sauber und fein gestalteten Weine seines Bruders. Ein perfekt inszeniertes Familienstück mit Klang und Glück!

Weingut Heinrich Spindler / 67147 Forst an der Weinstraße. Telefon: +49 (0) 6326 – 5850 / http://www.gutsausschank-spindler.de

Pfalz: Cafe Süssholz – Tanzalarm der Schmetterlinge

Reisende, Durchreisende, Verirrte und ganz besonders die Pfälzer kennen und lieben die Pfalz für den Lebensstil, die Kultur, die Pfälzer Küche und natürlich den, nie um Aufmerksamkeit verlegene Wein sowie ihre facettenreichen Cafés entlang der Weinstraße. Doch anders als beim Wein lassen zahlreiche Cafés das wunderbare Prinzip, das dem Kaffee als Getränk mit verbindendem Geist sehr entspricht und seine Verbindung von Kulturen, Nationen, Religionen und Personen noch weiter unterstreicht, vermissen. Die Liste der angebotenen Kaffeegetränke ist recht überschaubar und selten kreativ. Doch Pfalz wäre nicht Pfalz, wenn sie nicht auch solche Gaststuben kultivierte.

Die Begegnung, der Flirt, zum Plaudern oder auch nur zum Chillen…  Kaffeegenuss gepaart mit Secco, Sekt oder Wein eroberte in den letzten Jahren die Pfalz und ist meist eine gekonnte Inszenierung, die zu beliebten Treffpunkten der intellektuellen Eliten, Künstlern und Lebenskünstlern wurden. 

Es lässt sich genuss-vorzüglich erkennen, dass es doch noch einige, wenn auch noch wenige Kaffeestuben und Genussgärten gibt, die bei der Zubereitung und seinem Genuss immer wieder Neues versuchen, ohne dabei das Wesentliche, den Geschmack außer Acht zu lassen. Ein solches Refugium ist ganz sicher das Café Süssholz, inmitten einer alten Schlossanlage in Blickachse zum Hambacher Schloss: 

Cafe Süssholz – Tanzalarm der Schmetterlinge

In diesem prächtigen Traumgarten mag die Seele gern Platz nehmen.  Alte Apfelbäume nehmen mit ihren kräftigen Ästen gern in den Arm und ein blühender Trompetenbaum gibt den sanften Tonarten wieder ein Zuhause und ein zart-blättriger Gingko fängt dumme Gedanken ein. Hier ist die Wimmelwelt einfach mal ausgesperrt und lässt unseren Sinnen Raum für sanften Kaffeeduft, tanzende Schmetterlinge oder das Liebesgeträller zahlreicher Vögel, welche hier gern zu einem Stell-Dich-ein verweilen. Im Hintergrund zirpt das Mahlwerk der Kaffeemühle, die Augen nehmen kunterbunt-genüsslichen Kuchen wahr und die Sonne streichelt sanft über den Moment. 

Am Abend verwandelt sich die Bühne in eine Tapasbar Lubo, der mallorquinische Koch am Herd zaubert eine kulinarische Blickachse von der Pfalz nach Spanien. Am Wochenende ist ein prächtiges Frühstück Programm.  

Bodenständig und regional aber auch lachend und träumend geht es hier zu… in der liebenswerten Welt des Cafe Süßholz im Weingut Schäffer unterhalb des Hambacher Schlosses.

 

Café Süssholz im Weingut Schäffer – Schlossstraße 100, 67434 NW-Hambach / Telefon: 06321 2859

Schwarzwald. Ein Stück Liebe, etwas Magie und eine kräftige Portion Herzlichkeit

Jeder Ort hat ein Geheimnis. Lassen wir es ihm bitte, denn es ist nicht unsere Aufgabe es zu lüften. Es ist Aufgabe es zu achten. In all seiner Magie.

Magische Momente und Orte gibt es gewiss reichlich im Schwarzwald. Meine Seele fand ihren Platz in der guten Stube der Achtsamkeit. Von Freiburg aus fahre ich tief durch das Tal, am sagenumwobenen Hirschsprung vorbei, links hoch… denn… dort oben in St. Märgen versprechen 20 herzlich-freundliche Frauen „Schönes vom Lande“. Seit gut vier Jahren betreiben sie das „Café Goldene Krone“, kreieren wunderbare Suppen und Quiches, Kuchen und Torten mit dem gewissen magischen Charme. Damit trugen diese engagierten Landfrauen zum Erhalt des Traditionshauses bei. Das einstige Grand Hotel des Ortes war – vom Abriss bedroht – von einer Bürgerinitiative saniert und neu vermietet worden, doch für das Lokal im Erdgeschoss wollte sich kein Pächter finden. Die Frauen gründeten kurzerhand eine Genossenschaft, eröffneten im Frühling 2012 ihr Landfrauen-Café und schufen so über 20 familienfreundliche Teilzeit-Arbeitsplätze im Hochschwarzwald. Klar! Cola und Lachs finden sich auf ihrer Speisekarte nicht, statt dessen selbstgemachte Limonaden, selbstgebackenes Brot, leckere Suppen und natürlich ihre fast schon legendären Kuchen und Torten mit einer feinen Note Geheimnis und allerlei Magie. Und wie es so ist mit den Geheimnissen, nicht nur am Wochenende zieht es ganz viel Geheimnisliebhaber an. Es ist eben wie es ist …für einen freien Platz im Café gehört auch eine freundschaftliche Portion Geduld.


Alles wird von den Frauen ab fünf Uhr morgens (!) in der kleinen Küche selbst hergestellt und gebacken: mit Milchprodukten, Eiern, Getreide, Obst, Gemüse und vielem mehr von Landwirten aus der Region.

Mein Tipp: Das sagenumwobene Landfrühstücksbuffet mit allerlei Frischem und Leckerem direkt ab Hof: Brotspezialitäten, Bio-Landbutter, Bio-Käse, Bio-Salami, Bio-Landeier in verschiedenen Variationen, Frühstücksspeck und Herzhaftes vom Land-Metzger, Schwarzwälder Räucherforelle, Gemüse zum Dippen, Obstsalat, Natur- und Früchtejoghurt, Müsli und Körner, Imker-Honig, feine Marmeladen und Gelees, ofenfrischer Hefezopf sowie süße und herzhafte Kuchen aus der Hausfrauen-Backstube. Warme Getränke, Säfte und Tafelwasser vom Buffet soviel der Gast möchte.

Und wenn ich so da sitze… mit Blick in die herrliche Natur… bin ich mir nicht gar so sicher, doch sicherlich ist es für mich und für diesem Moment der schönste Flecken Erde, der ganz charmant seine Genusskarte in meiner Seele ausbreitet.

Café Goldene Krone / Wagensteigstraße 10, 79274 St. Märgen / 07669 9399988

Bergstraße. Dort wo der Bock sein Geweih mit Genuss trägt

Ich bin mir nicht gar so sicher, doch sicherlich ist es für mich und für diesen Moment der schönste Flecken Erde, der ganz charmant seine Landkarte in meiner Seele ausbreitet.
Ganz gewiss ist er nicht schroff, auch nicht karg und schon gar nicht flach. Weder laut noch launisch… obwohl … sicherlich etwas verwegen und es ist so schön ihm zu begegnen. Heimelig und wohlig nimmt er die Seele in Obhut.
Charmant und immer wieder in neuen Farben präsentiert er seine Kleider. Lässt aufatmen und innehalten und unsere Sinne stets behalten. Und ach so gern nimmt er gefangen… dieser Flecken Erde, dieser Geo-Naturpark rund um Abtsteinach.

ROMANTISCHE WÄLDER

Nicht weit von Heidelberg und weit höher als das Schloss. Wiesenreich und meist offen bis ganz weit in den Horizont mit allerlei Blickmomente über den Rhein bis hin zur Pfalz. Wälder so satt wie Artenreich und ungemein romantisch.
Es sind die zahlreichen Wald- und Wiesenlandschaften, die sattgrün-feuchten Bachtäler wie auch die kräftigen Buchen und Fichten dort oben auf den Höhen. Es ist letztlich die Ruhe, die Schönheit und der herausragende Erholungswert, der diesen Naturpark zu einzigartig macht und mich immer wieder hinausziehen lässt.

EINE WELT ABSEITS DES WIMMELALLTAGS

Mal in Lauf- mal in Wanderschuhen und gern mit lieben Menschen. Und wenn es Frühling wird trägt er weit in den Herbst hinein einen bunten Schal. Kunterbunt erblühen Hartriegel, Liguster, Weißdorn, Pfaffenhütchen und doch so kräftig Holunder.
Hier wie dort schleicht sich unbemerkt die kräftige Waldrebe ein, das stille Geißblatt und flinke Efeu ins Gehege. Ja, sie ist bunt… kunterbunt.. die Welt hier oben und so trifft man sich recht gerne, weit abseits des Wimmelalltags.

EHRLICHE KOCHKULTUR, PANIERTES KOTELETT

Und in gleicher Regelmäßigkeit kehre ich genüsslich-gerne beim „Bockwirt“ in Abtsteinach ein. Die Küche von Familie Sortschan im Goldenen Bock ist bekannt-berüchtigt für seine regional-authentische Qualität und Herzhaftigkeit gepaart mit ein wenig österreichischem Charme. Paniertes Schweinekotelett mit Großmutters Wirsinggemüse – ein Gang der zeigt, wofür die Küche im Bock steht.
Zum einen Besinnung auf die guten heimischen Produkte, zum anderen der Blick in die handwerklich-traditionelle und ehrliche Kochkultur einer längst vergangenen Zeit. Und…hier kochen zwei Generationen mit verdammt viel Lust und Freude was die Saison hergibt. Bratwürste mit Apfelrotkohl und Kartoffelpüree. Es lässt meinen Gaumen tanzen.
 

TRADITION MIT FEUER

Der würzige Fleischgeschmack der Bratwürste verfängt sich köstlich in die säuerliche Süße des Rotkrauts ohne den Apfelton zu vernachlässigen. Das Püree flockig-frisch mit typischem Kartoffelgeschmack. Die Frauen am Herd haben es verstanden, dass Tradition eben nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers ist.
Spaß am Kochen, den familiär geprägten Teamgeist, der herzlichen Freude am täglichen Gespräch mit ihren Gästen, all das merkt man den Speisen an. Von außen sieht der „Bock“ gutbürgerlich aus – und wer so speisen möchte ist hier herzlich-genüsslich willkommen.

GASTLICH DIE ATMOSPHÄRE, HERZLICH DAS PERSONAL

Ein bisschen ländlich-rustikal die Gasträume. Warm und gastlich die Atmosphäre und verdammt herzlich das Personal. Weit über die Region ist der „Bock“ von Familie Sortschan beliebt für einen umstrittenen Genuss: Der heimische Hirschkalbsbraten mit handgeschabten Spätzle ist hier legendär. Wie auch das Küchenteam.
Goldener Bock / Neckarstraße 6, 69518 Abtsteinach / 06207. 2239

Rheinhessen. Hier wird Frühstück zur Lebensfreude – Gästehaus Janson

Sonnenstrahlen haben sich über das Dach geschoben und erwecken den lauschigen Innenhof im Weingut Janson im Rheinhessischen Vendersheim zum Leben. Die ersten Gäste tummeln sich im Hof, plaudern über die Welt von gestern und über die Veränderungen von morgen und sind doch dann ganz gern intensiv im Hier. Kinder chillen barfüßig mit den Kids von Familie Janson lebensfreudig in einem spontan arrangierten Liegenkreis. Die Erwachsenen machen sich an Holztischen im Hofgarten genüsslich-gemütlich über die kunterbunte Vielfalt von hausgemacht-feinen Speisen in kleinen Einmachgläschen her. Inmitten jedes Tisches thront mächtig eine Etagere mit Käse, Wurst, frischem Joghurt und liebevoll arrangiertem Gemüse. Wow! Was für eine genussreich-kreative Welt inmitten einer irrigen Coronawelt. Das Bett, das Bad und die öffentlichen Bereiche im Gästehaus der kreativ-quirligen Winzerfamilie Janson wie auch die herzliche Art der Gastgeber gepaart mit purer Lebensfreude nehmen gefangen und geben ein fettes Stück Angekommensein wieder.

Mit diesem tollen Frühstück macht Familie Janson ihre kleine Welt zum Wohlfühlort und sanften Auffangbecken mancher Stressbeulen in so manchen Köpfen. Und Probleme…. gibt es woanders…weit weg von hier und jetzt. 

Die Sonne wechselt ihre Position … die Protagonisten bleiben sitzen entspannt und lebensbejahend noch immer hier. Und mal so ganz zwischendurch lassen die Jansons ihre Arbeit einfach mal ruhen und leisten eine ganz angenehme, besondere Gastfreundschaft und gesellen sich zu ihren Gästen.

Seit einigen Wochen reise ich wieder beruflich durch das facettenreich-schöne Deutschland, häufig wecke ich meinen Verstand mit einem Frühstück, welches teilweise in kleine, abgepackte, Einheiten oder hinter Plexiglas präsentiert wird. Hier… bei Jansons… sollten viel Hotelmanager ins Trainingscamp gehen, um zu verstehen… wie Gastfreundschaft funktioniert.

Weingut & Gästehaus Janson / Hauptstraße 7, 55578 Vendersheim / 06732 8771

Heidelberg! Genussperformance im sagenhaften Neckartal. Restaurant Wolfsbrunnen

Dem Alltag entkommen. Ankommen. Eintauchen. Das Herz klopft, die Finger kribbeln. In deinem Ohr plätschert der Brunnen. Du hörst das Singspiel der Vögel und ihre Flugspiele nimmt Dich gefangen.… en passant fallen die Widerstände des bekennenden Großstadtmenschen gegen das Leben und diese ach so romantische Genusslandschaft unweit des Neckars nimmt gefangen. Einatmen. Ausatmen. Abschalten. Loslassen. Wenige Stunden, einen Abend, nur ein paar Momente. Einatmen. Ausatmen. Abschalten.

Ankommen in der Wohlfühllandschaft Wolfsbrunnen.

Mit der Eröffnung des Restaurants „Wolfsbrunnen“ im Mai 2015 ist die gastronomische Landschaft Rhein-Neckar um eine Attraktion reicher. Schon von außen setzt sich das unter Denkmalschutz stehende Gasthaus von 1822 mit seinem modernen Anbau verdammt chic gepaart mit dem Charme einer sagenreichen Geschichte in Szene.
Seine Tradition, seine Sagen und allerlei Geschichten stehen dem herrlich-romantischen Gastronomieensemble recht gut zu Gesicht. Der Name Wolfsbrunnen geht übrigens zurück auf eine Geschichte nach der im Mittelalter hier die Wahrsagerin Jetta gelebt haben soll. Als sie im Wald bei den Quellen unterwegs war, wurde sie von Wölfen angegriffen und getötet. Seither tragen die romantischen Quellen vorm Haus den Namen Wolfsbrunnen. Heute werden die Gäste im Restaurant von allerlei Genüsslichkeiten angegriffen und genüsslich bereichert.

Das eingespielte Team im Service zeigt sich ebenso wohlgeübt in der Kunst, den Aufenthalt zum Erlebnis für alle Sinne zu gestalten wie das perfekt eingespielte Kreativteam um Küchenchef Hostenkamp. Genussfreudige Gäste dürfen sich auf eine saisonale und internationale Frischeküche freuen, welche sich stets aktuell auch an dem regionalen Gemüsegarten Rhein-Neckar orientiert. Das Ganze in gleichbleibend hervorragender Qualität. Die gutsortierte Weinkarte listet feine Weinspezialitäten für jeden Geschmack. Mich nimmt gefangen ein frischer „2015 Sauvignon Blanc“ der Gebrüder Knipser aus der Pfalz begleitet vom jungen Gemüse mit Ziegenkäseschaum und Kräutersalat als Vorspeise. Die Hauptspeise ist eine wahre Genussperformance an Aromen: Grenzhöfer Stangenspargel mit jungen Kartoffeln. Dazu rosa gebratenes Filetsteak vom Weideochsen. Die Köpfchen zart, die Stangen mit Biss: So schmeckt Spargel perfekt! Das Steak medium genau auf den Punkt gegart. Zartfein im Biss, ohne Fettrand und fein-würzig im Geschmack.

Zahlreiche Berichte, Briefe und Tagebuchnotizen des Gasthauses Wolfsbrunnen sind Zeugnis berühmter Besucher seit 1589. Zar Alexander, Kaiser Franz von Österreich und auch Kaiserin „Sissi“ waren Gast… und auch ich war ungeniert und unberühmt gern Gast, welcher mit ganz viel Servicefreundlichkeit gekrönt wurde.

Restaurant Wolfsbrunnen
Wolfsbrunnensteige 15
69118 Heidelberg  / 06221 37 37 92

http://www.restaurant-wolfsbrunnen.de