Mal wieder unterwegs… Weinmacher Dirk Wendel

Wu laafsch do widda rumm…. Ich bin mir nicht ganz sicher, wo Dirk Wendel gerade steckt… aber sicherlich ist er in Sachen Genusskultur unterwegs. 

Dirk Wendel ist ein Weltenwanderer, welcher Grenzen ineinander fließen lässt und in allen charmant-lebhaft gefangen nimmt. Genüsslich-gern steht er auf lächelnder Augenhöhe seinen Kunden gegenüber, schenkt dabei, mit viel Herz, seinen Enkelkindern Aufmerksamkeit, ohne dabei seine Gäste auszuschließen. Im Keller schallt seine ganze Leidenschaft durch die Fassreihen und draußen im Weinberg hilft ihm sicherlich seine kreativ-sonnige Lebensfreude bei seinen aufmerksam-sorgsamen Handarbeiten. Letztlich muss Wein Lebensfreude in die Sinne transportieren und darf uns dabei auch nachhaltig von seiner Herkunft erzählen. Dirk ist kein ruhender Zeitgeist. Er ist häufig seinem Geist ein Stück voraus und lässt auch ungeniert andere Meinungen zu. Klar! Jede Interpretation hat eine Daseinsberechtigung und sollte seine Wege durch all seine Hirnwindungen finden, bevor final die Erkenntnis aufploppt. Hin und wieder setzt er sich mit Modeerscheinungen ebenso auseinander wie mit den biestigen Eigenarten der Natur.

Als Biowinzer versteht sich Dirk Wendel ausgezeichnet darauf, sich mit Widrigkeiten auseinanderzusetzen ohne dabei zu verzweifeln. Für ihn geht es darum, den Bodencharakter in die Flaschen zu füllen und mit so wenig Kompromissen wie   möglich. Ehrlich und authentisch sollen seine Weine sein.

Nimmermüde arbeitet er neue Ideen und Kreationen neu aus. Hier gekonnt-charakterstarke Tropfen „so und anders“ in Kooperation mit der Lebenshilfe Worms, mit dessen Erlös er soziale Projekte fördert oder einen geil-genialen Frizzante, welcher an große Lambrusco-Secco erinnert und dessen Etikett den Namen „Schutzgeld“ trägt, denn solche Kreationen benötigen Schutz vor allerlei Genussräubern. 

Seine achteinhalb Hektar liegen in nördlicher Ortslage von Pfeddersheim an sanft ansteigenden Südhängen des Hochbergs, Sankt Georgsberg oder Kreuzblick. Hier treffen sich auch an heißen Sommertagen kühle Winde zum Stelldichein und geben somit den Trauben einen Touch Frische. Hier finden die Trauben jene Wärme, die sie zur Reife und für ihren Charakter brauchen. Die kräftigen Reben, in  Löss-Lehmböden wurzelnd, besitzen Potenzial und Langlebigkeit. Mit der Zeit der Reife entfalten sie ihre elegante Kraft, Tiefgründigkeit und geschmackliche Intensität und sorgen so vorzüglich für natürlich-langlebige Spitzen-Gewächse wie Riesling, Weißburgunder, Spätburgunder und Sauvignon blanc. Gerade den Rieslingen von Dirk Wendel verleiht dieses Terroir opulent-authentische Aromatik sowie einen feinen Schmelz gepaart mit  erfrischender Mineralität und intensiver Frucht.

In der Lage Kreuzblick wurzeln die Reben tief in mineralreichen Lehmlössboden, welche gepaart mit der intensiven Sonneneinstrahlung ein kraftvoll-filigranes Geflecht unverwechselbare, vinelogische Genussmomente hinterlassen. So blieb der 2019 Cabernet franc, eine genügsame Rotweinsorte, nachhaltig in meinen Sinnen. Bereits im Glas gefällt er mit einer tiefvioletten Farbe. Die Nase wird eingenommen vom typischen Bukett nach Veilchenpastillen, schwarzen Johannisbeeren gepaart mit einer zarten Lakritz-Note, welche am Gaumen durch zart-kräutrige Aromen ergänzt werden. Mit dem Cabernet franc beweist Dirk Wendel nicht nur, welcher Art Rotweine mittlerweile in Rheinhessen möglich sind, es unterstreicht auch die sensible Qualitätsorientierung des Weinmachers.

Dirk Wendel / Zellertalstraße 48, 67551 Worms /06247 5720

Liebe Genussreisende!

„Lust auf Weingut“ ist eine spannende Genussreise durch charmante Weinregionen Deutschlands. In den Print-Broschüren Rheinhessen, Pfalz und Heilbronn beschreibe ich Naturlandschaften, kulinarische Entdeckungen, unterschiedliche Weinkreateure, Genussverführer, Quereinsteiger und Querdenker und liebenswerte Gastgeber sowie deren Hotels und Gästehäuser.

Auch hier, in meinem Online-Magazin, beschreibe ich  jene außergewöhnliche Gastgeber, die mich insbesondere durch ihren Charme, Ihre Qualität und ihre Servicefreundlichkeit überzeugt haben. 

„Es ist eine liebenswerte Kunst, den Gast in seiner Gesamtheit zu erfassen und seine Wünsche als gegebene Selbstverständlichkeit    zu würdigen“

 

 

 

Rheinhessen. Des Teufels Seelenheil – Weinmacher Gebrüder Braunewell

Ach neee! Hinterland ist hier schon lange nicht mehr gewesen und wird sicherlich auch nicht mehr sein. Es hat sich verzogen ohne die Tür zu öffnen für laut, gekünstelt oder gar gewimmelwichtig. Es herrscht hier das vorzüglich-genüssliche Gegenteil vom Gewimmelland. Im Selztal lebt das neue rheinhessische laissez- fair mit einer satten Spur von tiefenentspannt. Herzlichkeit ist hier ebenso Programm wie außergewöhnliche Weine und ganz besonders…. kreative Weinmacher, die ab und an auch mal gern über den Tellerrand klettern, Ideen sammeln, Spannendes einpacken und ihrer Experimentierfreude freien Lauf lassen.

 Solche Typen sind die Brüder Stefan und Christian Braunewell. Weinmacher par excellence, bodenständig, authentisch und mit einer satten Portion vinelogischer Intelligenz ausgestattet.

Schlau waren die Essenheimer schon immer. So muss doch bitteschön und unbedingt erwähnt werden, dass seit den 70ern eine enge Gemeindepartnerschaft mit Boursault in der Champagne besteht. Schloss Boursault ist Sitz von Veuve Clicquot. Und spätestens bei meiner ersten Begegnung mit dem „2014 Pinot Prestige Brut Nature“ ist mir klar, warum sich die lieben Freunde aus der Champagne demütig vor den Gebrüdern Braunewell verneigen, denn dieser Sekt ist definitiv vergleichbar mit den hochpreisigen Jahrgangschampagnern aus dem Hause Veuve Clicquot. Die Trauben für diesen Wein stammen aus dem ersten Lesedurchgang unserer Grauburgunder und Spätburgunder Lagenweinparzellen. Im Glas eine sehr feine Perlage eines trockenen Sektes wie aus dem Bilderbuch. In der Nase tänzeln Aromen von Äpfeln und Mandeln mit einer feinen Nuance Balsamico. Am Gaumen gesellen sich Sauerkirschen und Birne dazu und lassen Genießerherzen höher schlagen. Das zarte Prickeln am Gaumen rundet den Wohlgenuss ab. Im ansprechenden Abgang läuft dieser Klassiker zur Höchstform auf und präsentiert sich äußerst charaktervoll und perfekt balanciert. Individualistisch, charakteristisch, eigenständig, außergewöhnlich. Großes Theater!

Apropos Experimentierfreunde! „2016 Pétillant naturel. Sylvaner brut nature“. Genial hoch drei! Für diesen grandiosen Sekt haben die Jungs Sylvaner als Orange Wein auf der Maische vergoren und trüb versektet. „Amoureusement fou“… würde Madame Clicquot sagen. In der Tat sind die beiden Brüder liebevoll verrückt gepaart mit herzlich viel Charme, mit viel Streben nach höchster Qualität. Ihnen gelingt es mit ihrem Reichtum an Wissen nahezu perfekt, den geänderten Klimabedingungen zu begegnen und aus der Vielfalt ihrer Böden das Optimum zu schöpfen. Auch wenn beide mit Erfolg ihr Studium in Geisenheim abgeschlossen haben und ihre Nasen in Bordeaux und der Wachau sensibilisierten, sind sie doch eher solide und geistreiche Handwerker mit viel sonnigem Gemüt, die darum wissen, wie wichtig die Arbeit an den Grundlagen im Weinberg ist. Gerade hier im Selztal ist es eine Verpflichtung, aus dem unverwechselbaren Terroir charakterstarke Weine zu gestalten. Ein naturnahes Weinbergsmanagement, individuell die Zeit der Reife steuern und durch intelligent-sensiblen Beschnitt Gehalt und Dichte des Weins zu bestimmen. Letztlich ist die Besinnung auf eine natürliche Weinbereitung ein Garant für Charakterweine mit Ecken und Kanten höchster Qualität.

Einer der besten und ältesten Weinberge der Braunewells ist der Essenheimer Teufelspfad. Durch den hohen Kalkgehalt und die Höhenlage im kühlen Norden von Rheinhessen reifen die Trauben zwar optimal, aber spät aus, was zu sehr komplexen und finessenreichen Weinen mit schmeckbarer Säure und kantigem Körper führt. Hier wurzeln auch Braunewells teuflisch-prächtige Grauburgunderbeeren. Der „Teufelspfad Grauer Burgunder trocken 2017“ repräsentiert mit einer saftigen Aromatik in der Nase diese Lage. Die Nase wird gefangen von gelben Früchten, feiner Melone gepaart mit kräutrigen Anklängen. Der Gaumen wird überrascht mit geballten und sehr tiefgründig-nussigen Aromen. Ein wuchtiger Wein mit einer tollen Würze mit einer himmlischen Note und ganz weit weg vom Teufelsrevier! Im Abgang eine schön-gehaltvolle Länge die final der Seele eine angenehme Zufriedenheit schenkt.

Der Teufel verneigt sich vor dem Himmlischen. Ich mich vor den Brüdern Braunewell.

Weingut Braunewell / Am Römerberg 34, 55270 Essenheim / 06136 9999100

https://braunewell-wein.de

Rheinhessen. Einfach ist woanders. Weine mit Persönlichkeit bei Katja und Jens Bäder

Wer die Autobahn 61 Richtung Westen verlässt und auf der ehemaligen Bergrennstrecke an Wendelsheim vorbeibraust, verpasst die genussvollen Seelenschmeichler. Es lohnt sich einfach mal drei Gänge runterzuschalten, Autotüren öffnen und einfach mal innehalten, tief einatmen und eintauchen in eine Welt, die ganz schön fern ist vom Wimmelwichtig-Land hinter den Bergen. Eintauchen in die Welt von Katja und Jens Bäder. Eintauchen in die Genusslandschaften leidenschaftlicher Biowinzer mit der Peilung auf das Lebenswerte mit ganz viel Zukunft.

Meine erste Begegnung mit diesen Bäders zu ihrem Hoffest war brachial-prächtig und ach so schön genüsslich. Katja und Jens fangen völlig ungeniert und ohne Tamtam mit ihrer lebendig-herzlichen Art Seelen ein und geben ihnen eine neue Leichtigkeit.

In Geisenheim beim Studium haben die beiden sich gefunden und ganz sicher nicht nur über die Liebe, sondern auch über die Zukunft des biologischen Weinbaus philosophiert. Katja, eine ehrliche Frohnatur mit einer satten Lust auf Weinbau und der bodenständige Winzersohn Jens, dessen schiere Lust auf Neues in der Weinwelt durch Katja entfacht wurde. Folglich haben sie die Hosen stramm gezogen, Ärmel hochgekrempelt und vor knapp 10 Jahren ihr eigenes Weingut gegründet. Und weil die Welt auch komplizierte Ecken hat, wurde in Wendelsheim ein recht alter Hof mit markigen Verfallsspuren und zahlreichen Falten übernommen. Dazu zweieinhalb Hektar Rebland als Startkapital, reichlich Begegnungen mit Baumärkten und viel Lust auf Familienbande.

Wer die Bäders heute besucht, wird begrüßt von einer lebendig-liebenswerten Welt eines jungen Familienweingutes, denn beiden ist es gelungen, neben den anstrengenden Umbauarbeiten, den Aufbau eines neuen Weingutes und zwei Kinder in ihr leidenschaftliches Leben einzufügen.

Ihr Ziel recht bald 10 ha zu bewirtschaften haben sie fast erreicht. Das Ziel biodynamischer Weinbau für gewagt markante trockene Weißweine weitab des Mainstreams zu gestalten ist ihnen ausgezeichnet gelungen. Und wer die Bäders näher entdeckt wird verstehen, dass ihnen die Lage La Roche oberhalb von Uffhofen besonders gut steht: trockenes warmes Klima, steil-südexponierte Lage, mineralisch, komplex, vielschichtig. Gerade in dieser Lage mit seinen verwitterten Sandsteinböden, entstehen Hammerrieslinge. Die Trauben werden in zwei Durchgängen gelesen. Hieraus ergab sich in perfekter Harmonie frisches und knackiges Lesegut mit reifen und tiefgründigen Aromen. Draußen im idyllischen Garten mundet der äußerst filigrane „La Roche Riesling trocken 2016“ besonders. Ansprechende Aromen von Zitrusfrüchten, knackiger Birne und Kräutern verwöhnen die Nase. Am Gaumen ist dieser Weißwein leicht saftig und lässt eine exzessive Mineralität erkennen.

Eine weitere großartige wie auch herausfordernde Lage ist der Heiligenpfad in Wendelsheim. Schwarzes vulkanisches Gestein – Melaphyr. Kühl, karg, steinig, südexponiert. Hier entsteht der Heiligenpfad – Frühburgunder trocken. Die kleinen und violetten Trauben des Frühburgunders sind etwa zwei Wochen früher als der Spätburgunder reif und haben reinsortig eine helle Färbung. Auch geschmacklich kommt der Frühburgunder gegenüber dem Spätburgunder etwas geschmeidiger mit einer moderaten Säure daher. Sein samtig weiches Tannin und seine intensiv-ansprechenden Fruchtaromen nach Kirsche, Brombeere und Cassis gepaart mit einer Würze, welche an Minze wie auch Lakritze und Rauch erinnert machen diesen Wein zu einem liebenswerten Seelenschmeichler.

 Die Weine von Katja und Jens Bäder haben Persönlichkeit und lassen erkennen, dass guter Wein definitiv keine Glücksache ist, sondern großes und facettenreiches, demütiges Handwerk mit einem Touch Mut für Herausforderungen. Und letztlich ist guter Wein auch Impulsgeber für viele und besondere Begegnungen mit lieben Menschen und schönen Naturlandschaften.

Weingut Jens & Katja Baeder / Unterwendelsheim 15, 55234 Wendelsheim

http://www.weingutbaeder.de

Fotos: Alex Habermehl

Rheinhessen! In der Hängematte der Seele – Yvonne Finkenauer

Ich mag sie, diese paar Ecken und unbehandelten Kanten. Nicht perfekt sein und nicht im Glanz stehen. Auch mal anders denken und nicht auf dem Pfad des Mainstreams wandeln. Auch mal stolpern und dann mit großer Finesse wieder aufstehen. Auch mal nach der Hand des Vaters greifen und dann hierüber sinnieren ohne zu verzweifeln. Die Sehnsucht nach dem Bruder im Sinn und dann wieder dem Leben die Kante zeigen… launisch ohne kompliziert zu werden, das ist Yvonne Finkenauer.

Ja…und manchmal schleckt sie auch mal gern am Honig, steht oben auf dem Bubenheimer Honigberg, genießt den weitreichenden Blick in das Selztal, schneidet das Frühjahr aus den Reben und gibt ihnen so mehr Kraft und den Charakter für das Leben ohne den Blick für das Wesentliche zu verlieren. Sie ist eben Multitalent mit herzlich viel Leidenschaft. Heraus kommt ein formidabler Meilenstein… der 2018 »Meilensteine« Bubenheim Honigberg Chardonnay trocken, dessen Duft eine klare Note von Honigmelone, gerösteten Nüssen und einer feinen Spur Rosmarin die Nase umgarnt. Am Gaumen saftig und final harmonisch mit kerniger Restsüße überzeugt. Dieser Chardonnay hat eine klare Kante. Ohne wenn und wie auch immer.

Ihre Hängematte der Seele hat Yvonne Finkenauer am Schlossberg in Schwabenheim aufgespannt. Hier fühlt sie sich geborgen. Hier fühlt sie sich mit ihrem Bruder verbunden, der 2008 das Leben verließ und ihr, unvermittelt, die Verantwortung für das Weingut übergab. Geborgen im Schutz der Bergkuppe und die frühe Morgensonne prägt das Mikroklima dieser Weinlage. Der 2018 »Meilensteine« Schwabenheim Schlossberg Riesling trocken hat gewaltig viel Aufmerksamkeit erfahren. So spült er in die Nase ein spannendes Aromenspiel: Pfirsich, Aprikose mit einer feinen Nuance Grapefruit und leicht mineralische Anklänge. Am Gaumen präsentiert er mit Stolz seine reife und präsente Säure. Die, fast unauffällige, Restsüße ist mit entsprechender Sensibilität eingearbeitet. Leicht mineralische Spuren sorgen für einen ausgewogenen, facettenreichen Charakter. Nicht perfekt… aber launisch und vielfältig zugleich. Ganz so wie es Yvonne Finkenauer mag.

Und zur Klarheit! Yvonne, dreifache Mutter mit viel Herzblut, ist keine Weinmacherin aber eine fette Portion Macherin mit guten Weinkreateuren im Hintergrund. Sie ist Frontfrau und auch mal gern die „Rampensau“. Sie ist dann mal on tour als leidenschaftliche Bühnenkünstlerin in Sachen Wein und auch mal gern kuschelig und demütig daheim. Sie hat die Nase für die richtigen Weine zur richtigen Zeit, aber auch Standing weit weg vom Verbogensein. Als ausgebildete Bürokauffrau kennt sie die Bedeutung von Zahlen. Als dreifache Mutter die Bedeutung von Wimmelbum und klar auch alle Facetten vom Leben drumherum. Wenn sie Wein erklärt zaubert sie Bilder in die Köpfe und lässt den Charakteren ihrer Weine freien Lauf.

Früh übernahm sie, im vollen Bewusstsein für Familie und Verantwortung das Weingut und fand recht früh den Weg für das Familienweingut. Die Fragen nach Anpassung, übernehmen, aufbegehren oder neu erfinden wurden nie gestellt… denn das Leben lief bereits im fünften Gang nah an der Leitplanke. Jede Generation geht mit dem Erbe der Gesellschaft anders um. Jede Generation mit Aufmerksamkeit begegnen heißt, von deren Geschichte ein Stück mitnehmen und ihm in der Zukunft einen würdigen Platz geben. Yvonne Finkenauer hatte nicht viel Zeit, aber das Zutrauen vom Vater und zugleich hartgesottenen Winzer Wilfried, der streitbar wie gar so gern tochtergeschmeidig das Weingut mitgestaltet. Er treibt sie an und gibt ihr eine Fülle seines Geistes. Er lässt ihr Freiheit, Träume und gibt ihr Haltepunkte. Hat nie losgelassen, hat immer behütet.

Ja! Bei Finkenauers, außerhalb von Bubenheim, ist verdammt viel Leben. So wie die Weine eben: nicht perfekt. Mit Ecken und Kanten eben. Laune zeigen und diese einfach fein kultivieren.

Weingut Finkenauer / Ausserhalb 7, (Friedhofstraße), 55270 Bubenheim / 06130 944206

https://www.finkenauer.de