„Du bist nie mehr so jung wie heut … an einem Sonntag in Avignon …“

trällerte einst der „Spatz von Paris“ Mireille Mathieu. Es ist die Lebensfreude, die diesem Schlager entspringt und auch noch im etwas kühlen März dazu animiert, die herrlichen Landschaften der Provence mit offenem Verdeck zu genießen.

Mitte März wirkt die Provence nahezu verschlafen im Vergleich zur Hauptsaison im Sommer. Das gilt selbst für so bekannte Reiserouten entlang der Rhône. Prächtig schmiegen sich die Orte Orange mit seinem römischen Theater, das zu den besterhaltenen Bauten der Antike zählt, Avignon mit seinem monumentalen Papstpalast oder das pittoreske Bergdorf Gordes an den berühmten Flusslauf an.

Zwischen Orange und Avignon, inmitten eines duftenden kleinen Gartens mit Blauregenspalieren im Herzen der charmant-mittelalterlichen Stadt Villeneuve-lez-Avignon gelegen, hat das Klosterhotel „Le Prieuré“ aus dem 14. Jahrhundert einen nur selten anzutreffenden Reiz. Mit seinem Klostergarten und den Glyzinien-Spalieren malt das kleine Hotel, fast harmonisch, feine Linien in unsere Seelenlandschaft.


Für Jean-André und Geneviève Charial strahlt dieses ehemalige Kloster vor allem Ruhe und Entspannung aus. Um das Haus stilgerecht zu renovieren, hat Geneviève Charial ganz genau zugehört, was die Mauern ihr zuflüsterten, und sie hat aus dem Haus ein liebevolles „select maison“ gemacht.
Die verschiedenen Zimmer und Suiten sind auf drei Gebäude verteilt, in denen sich Moderne und das ursprüngliche Erbe dieses Orts mischen.

Im hoteleigenen Restaurants, direkt am Ufer der Bourbince, erwartet den Gast ein kulinarisches Erlebnis der Extraklasse. Inmitten des ruhigen Ambietes des ehemaligen Klosters verkörpert das Restaurant Prieuré Baumanière die Eleganz einer mediterran inspirierten Küche. Die Speisekarte des vorzüglich geführten Restaurants zelebriert ganz besondere Schätze der Region. Küchenchef Christophe Chiavola kreiert lebendige, ausgewogene Gerichte aus saisonalen Zutaten und Gemüse aus dem eigenen Garten. Es ist ein genussvolle Auszeit, die das kulinarische Erbe mit den typischen Aromen des Südens verbindet und all unsere Sinne hellwach werden lässt. Zu den Weinen des nahegelegenen Weingutes Château de Beaucastel werden typische Gerichte der Region wie Foie gras von Enten aus dem Land gepaart mit Gariguette-Erdbeeren aus Nîmes, oder gebratenen Tauben aus der Region Costières mit Salbei sehr kreativ auf die Teller in Szene gesetzt. Auch in Sachen Fisch zeigt die Küche eine excellente Kompetenz. Ohnehin versteht es Küchenchef Christophe Chiavola eine wundervolle Bouquet an Aromen sehr geschickt in unsere Sinne zu plazieren.

Bevor die Reise weiter Richtung Süden führt … ganz klar ein längerer Stopp auf dem Weingut Château de Beaucastel in Courthézon. Hier präsentiert Familie Perrin einen ausgezeichneten AOC Châteauneuf-du-Pape. Eine prachtvoll-fleischige Cuvée höchster Güte aus dreizehn Rebsorten.

Gemüsegewaltig auf die Teller – Gemüsekreateure

Auf meiner Suche nach jenen Kreateuren, die konsequent mit Gemüse und Kräutern arbeiten, wurde ich häufig in Österreich, aber auch im Elsass fündig. Und auch in Deutschland wird aus dem anfänglichen Trend ein kreatives Programm. In Kiedrich hat mich die Küche Falk Richters im Restaurant Wald Fein überzeugt. Und auch Alexander Hahn vom Restaurant Ziegler in Weinheim begeistert mit seiner leidenschaftlichen Liebe zur bodenständigen wie auch ehrlichen Gemüse- und Kräuterküche. Alexander sitzt ohnehin in einer sehr landwirtschaftlich geprägten Region, kauft folglich mit sensiblem Augenmerk bei regionalen Erzeugern ein und überzeugt sich direkt bei diesen Gemüsebauern von der Qualität und Güte dieser Produkte.

Der ehemalige Sternekoch Michael Hoffmann ist auch Gärtner. In seinem Berliner Restaurant „Margaux“ kochte er Gemüse-Menüs mit acht Gängen aus dem eigenen Anbau. Sternekoch Andi Schweiger hört in der Küche am liebsten Hardrock oder Metal. Seine Gerichte hingegen sind alles andere als laut. Feinsinnig und auch ein wenig brachial. Kunterbunt und verdammt fleischlos. Mit ganz viel Leidenschaft kreiert er vegetarische Gerichte, welche ganz weit entfernt sind von der üblichen Kochkultur. Zucchinicarpaccio mit Burrata und Tomatenvinaigrette, Kohlrabispaghetti mit geschmolzenen Johannisbeertomaten und Kohlrabifritt, Kaffeegnocchi auf Orangen-Chicorée und Estragon-Schwarzwurzeln.

Österreichs Starkoch aus Kitzbühel „Simon Taxacher“ fährt eigens und regelmäßig nach Südtirol und entdeckt gemeinsam mit kleinen Biobauern Gemüsekulturen längst vergessener Zeiten mit höchster Güte. In all seinen Texturen zeichnet er mit leidenschaftlicher Fortune feine Gemüseinterpretationen in die Sinnesbahnen seiner Gäste.

Alexander Hahn legt sehr sanft seine Liebe zur Heimat mit seinem „Zieglers Carpaccio“ auf den Teller. Hauchdünn geschnittenes Rinderfilet, faszinierend bereichert mit gegrilltem Sommergemüse. Im Geschmack sehr saftig, frisch und endlich einmal wirklich nach seinen Bestandteilen. Sein Handwerk erfüllt er mit Leidenschaft und viel Produktverliebtheit. Es wird schnell klar, dass er eine ganz eigene, besondere Art der Kompositionen realisiert und dem Gemüse größtmögliche Wertschätzung zukommen lässt.

Geschmorte Lammschulter, geräuchertes Jungkraut, Safran-Macaron, Iberico-Schwein, Taschenkrebs, Leber vom Donauwaller, Paprika, geröstete Linsensuppe, Senfgurke, Schwarzkümmel-Schnittlauchcracker, Spargel, Morcheln und … und …! Der Vier-Hauben-Koch Simon Taxacher zeigt, dass bestes Gemüse und bestes Fleisch wie auch vorzüglicher Fisch gemeinsam in größter Hochachtung füreinander auf der Bühne bestehen.
Zucchinicarpaccio mit Burrata und Tomatenvinaigrette, Kohlrabispaghetti mit geschmolzenen Johannisbeertomaten und Kohlrabifritt, Kaffeegnocchi auf Orangen-Chicorée und Estragon-Schwarzwurzeln. Solche Sachen inszeniert der Münchner Sternekoch Andi Schweiger lässig auf die Teller.


Mit Blick weit hinüber nach Rheinhessen zelebriert Falk Richter seine Kochkünste und Leidenschaft zu aromatischen Kräutern, frischem Gemüse, handgemachtem Brot und feinstem Fleisch. Es ist eine kulinarische Reise durch die pure Authentizität und Raffinesse unserer Region. Es gelingt ihm, Kichererbsen mit Frankfurter Kräutern, Karotte und Pilzen ebenso in Szene zu setzen wie Ravioli aus dem Mehl der Birkenrinde mit Kürbis, Steinpilzen und Ricotta. Hier vertraut er ganz auf alte Kochbücher und Traditionen.

Und was uns Großmutter nicht mehr lehren kann, werden wir nun in den kreativen Kochschulen der Gemüse-Kreateure entdecken, schmecken und genießen. Ich wünsche uns allen … gemüsefreudige Zeiten.

 

Die Porträts vorgenannter Köche finden Sie in dieser Webseite bzw. Magazin

Titelfoto von Alexander Hahn

Ist „Foie Gras“ nun Gourmet oder nur „verstopfte Handwerkskunst“?

Für viele Genussritter ist die Foie gras eine kulinarische Delikatesse auf der Basis frischer Zuchtgänse- und Zuchtentenleber, für deren Zubereitung es mannigfache, kunterbunte Rezepte gibt und noch immer die Größten wie auch die „Scheinbaren“ der Kochzunft spannende und teils aberwitzige Varianten und Techniken zum Besten geben. Sehr häufig höre und lese ich, mit welcher Hingabe sich die Promi-Kochgilde bei der Produktbehandlung von „Foie Gras“ ins Zeug bzw. ins Gras legt. Es scheint, dass die Zubereitung bis in alle Details ausgereift ist und es wahrlich nichts … nichts mehr Neues gibt.

Bedauerlich ist bei alledem, dass es bei der Vielfalt von Produkten keinen Gleichbehandlungsgrundsatz gibt, denn definitiv: In vielen Restaurants stelle ich immer wieder eine überbordende Vernachlässigung von Gemüse fest. Ab und an wird es dem Foie gras einfach mal und völlig ohne eigenständige Aromatik beigeklatscht. Das kultivierte Auge erkennt sofort, dass die Kreationen noch nicht den gleichen Grad an handwerklicher Meisterschaft haben, wie dies bei vielen klassischen Produkten der Fall ist. Häufig wird an einem perfekten Steak das Gemüse so nebenbei verteilt.

Was man aber alles mit einer Möhre, roten Beeten oder Sellerieknollen nebst dem geschmacklich spannenden Grün anfangen kann, bleibt meist völlig unbeachtet. Bevor sie nun einen Herzschnapper bekommen … es gibt kreative Ausnahmen.

Beim Essen sollten sie unbedingt auf die Aromatik achten. Tatsächlich gibt es unterschiedlich viele Arten von Foie gras. Von handwerklich frisch bereitet bis Zukauf. Der Foie-gras-Block aus dem Zukauf hat einen subtilen und ausgewogenen Geschmack, im Gegensatz zu Foies gras im Ganzen, die einen eher authentischen und aromatischen Geschmack haben. 

 

In der Regel haben Gänse- und Entenstopfleber jeweils einen deutlich unterschiedlichen Geschmack: Gänsestopfleber mit ihrem zarten, süßen Geschmack und ihrer weichen, geschmeidigen Textur, während Entenstopfleber mit ihrem ausgeprägteren Geschmack auch an lokale Aromen erinnert. Handwerklich und frisch im Restaurant zubereitet gefällt die Foie gras butterweich, cremig und zart, mit einem delikaten Aroma, das je nach Tierart variiert. Gänsestopfleber ist milder und subtiler, während Entenstopfleber einen kräftigeren, durchsetzungsfähigeren Geschmack hat. Der Geschmack wird am besten durch eine sorgfältige Zubereitung, durch Anbraten, und die richtige Begleitung durch süße Beilagen wie Gelee oder Feigen zur Geltung gebracht.  Und letztlich ist der sehr kräftige Geschmack für Kenner die ultima ratio.

 

Übrigens! Die Küchenchefin des Hotel & Restaurants 6717 Le Clos des Delices in Ottrott/Elsaß  gewann 2023 der 1. Preis für die beste Foie gras der Kochförderation Frankreich.


Also viel Freude beim Start in den Herbst, viel Gans und auch mal Foie gras.

Pfälzer Safran und Wein – das muss einfach sein!

Auch wenn ein kräftiger Herbstwind durch die Rebenlandschaften der Südpfalz rauscht und ihnen das kunterbunte Kleid entreißt, toure ich gern entlang der südlichen Weinstraße. Die Sonne lugt ab und an durch den grauen Tüll am Himmel und setzt das Safranfeld von Georg Wiedemann in Szene. Ja! Auch hier gibt es seit ca. 10 Jahren den Anbau von Safran, welcher nun in seiner vollen Blüte danach lechzt, geerntet zu werden. Gerade jetzt im Herbst ist Erntezeit des wohl teuersten Gewürzes dieser Welt. Die filigranen Fäden des Pfälzer Safrans werden behutsam per Hand geerntet und dann mit viel Achtsamkeit mit Edelessig vermählt. Dieses eignet sich hervorragend zu feinen köstlichen Speisen wie Bouillabaisse, Paella, Fischsaucen und Risottos, Ragout und Meeresfrüchten. Doch auch allerfeinstem Rohmilchkäse von Ziege oder Schaf mögen die fein-aromatische Kombination mit Safran. Eine fast geniale Verbindung geht auch mit Desserts wie Crème brûlée, Vanillesauce und feinen Kuchen.

Klar! Angebaut wird Safran auf großen Flächen in Afghanistan, Iran und Marokko wie auch in Südfrankreich oder Griechenland. Kleine Anbaugebiete sind jedoch auch in Deutschland zu finden. So auch in der Südpfalz, auf dem Doktorenhof bei Familie Wiedemann in Venningen.

Auf vielen meiner Touren ist der Doktorenhof ein liebgewonnener Zwischenstopp. Ich mag den Bummel durch das Gut und insbesondere durch dessen Hofladen. Unbedingt und gern packe ich einen Weißen Burgunder trocken 2021 und auch das „Safran – Zauberpflanzen – Balsam“ ein.

Gerade an den dunklen, kalten und nassen Tagen ist Safran ideal als Stimmungsaufheller geeignet. Er hilft bei leichten bis mittelschweren Depressionen und Angstzuständen. Die Wirkung ist vergleichbar mit bestimmten Antidepressiva. Zudem kann Safran den Blutdruck senken und das „schlechte“ LDL-Cholesterin reduzieren, was der Herzgesundheit zugutekommt. Er enthält auch viele Nährstoffe wie Mangan, das die Kalziumaufnahme und Blutzuckerregulierung unterstützt. 

Also … rein in die Südpfalz zu den Wiedemanns.

Weinessiggut Doktorenhof / Raiffeisenstr. 5, 67482 Venningen

https://doktorenhof.de

 

Kulinarisches Rauschen in Santa Eulalia, Ibiza

Die kulinarische Welt in Santa Eulalia ist ein wesentliches Stück mehr als nur Nahrungsaufnahme. Hier gewinnt sie auch durch Kultur, Begegnung und Vielfältigkeit an Bedeutung. Wer sich darauf einlässt, erlebt eine Küche, in der die Regionale wie auch ein herrliches Stück Spanien miteinander verschmelzen und das kulinarische Profil von Ibiza prägen. 

Abends, wenn das Meeresrauschen merklich sanfter wird, die Temperaturen sinken und sich die Promenaden und Plätze füllen, zeigt sich Santa Eulalias kulinarische Vielfalt besonders bunt und eindrucksvoll. Reiche und facettenreiche Fänge des Mittelmeeres wie auch die üppige Auswahl landwirtschaftlicher Produkte sowie unbedingt auch die Kräuter der Insel werden hier mit viel Achtsamkeit verarbeitet. Herzstück der regionalen Küche sind Fisch und Lamm, bereichert mit den vielfältigen ibizenkischen Kräutern, Sal de Ibiza (ein handgeschöpftes Meersalz) und auch verarbeiteten Salzprodukten mit Kräutern, darunter Mischungen mit Rosmarin, Thymian, Salbei und Anis, sowie speziellen Variationen wie Zitronen- oder Olivensalz. Doch ganz gleich, wo man isst, der traditionelle Likör „Hierbas Ibicencas“ gehört als feiner Abschied dazu. Folgend meine  kulinarische Entdeckungen in und um Santa Eulalia:

Die Seelenleichtigkeit im Jachtclub-Restaurant CBbC

Zeit und Raum – für sich. Die Gedanken kommen zur Ruhe, der Körper darf sich erholen. Ein tiefes Gefühl der Leichtigkeit kommt auf: einfach mal den Tag beim Voranschreiten beobachten, einfach mal Dasein genießen.  Wo sich der Himmel im Meerwasser spiegelt und Jachten auf den Wellen tänzeln, da dürfen die Sinne aufleben – im Beachclub-Gruppe CBbC auf der herrlichen Terrasse direkt am Meer.

Wo die Brise die Haut streichelt und die Melodie der Natur den Takt vorgibt. Wo sich der Blick am Horizont verliert, verbinden sich im Hafen von Santa Eulalia mediterrane Tradition mit dem einzigartigen Flair der Insel. Die kulinarische Vielfalt wird mit leidenschaftlicher Kochkunst vor den Augen der Gäste zubereitet. Ob ein genüssliches Mittagessen in der Sonne, mondhelle Sushi-Abende oder ausfüllte nächtliche Genussentdeckungen bis hin zu Cocktails zur goldenen Stunde und vielem mehr: Hier ist der Gast herzlich willkommen und darf gern mit allen Sinnen genießen.

Die Küche gestaltet ehrliche Küche in bester Qualität und direkt frisch aus der Natur auf den Tisch. Hier spüren wir den authentischen Geschmack mit unverfälschten Zutaten als die Essenz unseres Landes. Zum Auskosten mit den Liebsten, im engen Kreis und gerne auf der Terrasse des CBbC. Bei Gelächter, bei Erinnerungen, bei Genussmomenten und auch mal bei Sonnenuntergang.

Die Speisekarte des CBbC Marina Sta. Eulalia bietet ein außergewöhnlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und umfasst eine Auswahl von fünf Vorspeisen und Hauptgerichten. Die täglich wechselnde Speisekarte nutzt ausschließlich frische Zutaten aus der Region. Traditionelle mediterrane Gerichte wie Meeresfrüchte-Paella mit lokal gefangenen Garnelen und Muscheln werden von 14:30 Uhr bis spät in die Nacht von einer vielseitigen Omakase-Sushi-Auswahl begleitet. Nur unsre ganz eigenen Sinneswanderungen bleiben uns alleine.

 

„Die Dinge haben nur den Wert,

den man ihnen verleiht.“

 

Die Liebe zum Produkt kombiniert mit der Liebe zum Gast – Restaurant Estel

In bester Promenadelage von Santa Eulalia präsentiert das Restaurant Estel by Can Curreu Speisen, welche raffinierte Spezialitäten mit dem vollen Geschmack traditioneller Küche der Insel vereinen.

Das Estel ist bekannt … ja, geradezu berühmt für sein klassisches Menü mit mediterraner Küche und einem Hauch Fusion sowie ein informelleres Pica-Pica-Menü, bei dem der Gast einen Aperitif genießen und halbe Portionen der besten Gerichte der klassischen Speisekarte probieren kann.

Frische Produkte vom Markt sind Pflichtprogramm der Küche. Basierend hierauf entstehen täglich neue und sensibel abgestimmte Kreationen. Diese Art der spontanen Kreativität ist die Kür. Daher sollte man hier unbedingt auf die Tageskarte achten. Hier im Estel wird nicht kluggeschissen, sondern Kundenwünsche werden aufgefangen und mit viel Wertschätzung bereichert. Der Service schenkt dem Gast viel Aufmerksamkeit und fügt geradezu selbstverständlich Kundenwünsche ein. Hier leben die inseltypische Gastfreundschaft und die Liebe zum Produkt. Der Fisch kommt täglich frisch, das Fleisch wie auch das Gemüse vom örtlichen Bauern und die Kräuter vom eigenen Landgut. Final ergänzt wird es mit besten Gewürzen aus der fernen Welt.

Dem Geschäftsführer des Restaurants geht es um die perfekte Kombination von exzellentem Essen und einem aufmerksam-entspannten Verhältnis zu ebenfalls entspannten Gästen.

Klar wird, dass man nicht gut kochen kann, wenn man die Gäste nicht gern hat.

 

Pur und eins mit der Natur – Finca Legado

Hier, sechs Kilometer westlich von Santa Eulalia, inmitten einer prächtigen Naturlandschaft und angrenzend an Rebgärten, lässt sich die Stille in feinen Klängen hören. Pur und eben anders als alltäglich. Hier surfen leichte Winde durch Bäume und lassen uns sanfte Klänge wahrnehmen, welche all unsere Sinne neu justieren. Umgeben von majestätischen Palmen, riesigen Kakteen, Obst- und Zitronenbäumen, unzähligen lila Bougainvillea- und Hibiskuspflanzen und fruchtbarem Ackerland. Hier und da wird die ländlich-friedliche Atmosphäre von Lebensklängen zahlreicher Vögel, Grillen und Frösche verfeinert.

  • Die beiden kreativen Österreicher Andi Lackner und Andreas Oberkanins haben eine in sich ruhende, kleine wie auch feine Oase inmitten einer fruchtbaren Landschaft geschaffen, welche unserem Seelenheil schöne Verweilpositionen bietet. Tradition, Authentizität und Genuss wurden sehr fein in Harmonie und im Einklang mit der ibizenkischen Natur gepackt. Das Design, die Servicekultur und unbedingt auch die Kulinarik wurden nicht verkünstelt, sondern als gegeben angenommen und mit seelenschönen Elementen bereichert.

    Auf der Finca Legado finden Luxus in der Einfachheit, geborgene Gemütlichkeit, ehrlich-herzliche Gastfreundschaft, dezente Eleganz und wertschätzender Stil statt. Es ist ein wohliges Zuhause für Seele und Geist.

     

  • Und dann gibt es hier auch ganz viel Liebe. Die Liebe zu regionalen Bio-Produkten und reichhaltiger, hausgemachter, gesunder Kost steht hier im leidenschaftlich gelebten Mittelpunkt. Frische Eier von eigenen Hühnern, welche hier auch mal durch mancherlei Beine schlüpfen, und reichlich frisches Obst wie Zitronen, Orangen, Aprikosen und Pflaumen direkt vom umliegenden 3,5 Hektar großen Ackerland bieten eine unendliche Auswahl an hausgemachten Köstlichkeiten wie Bio-Marmeladen und frischen Obstkuchen. Hier hat das Frühstück auch kein Ende, weil das Uhrwerk der Finca Legado längst im Ruhestand ist.
  • Alle Räume – von der Tapete über Stühle und Schränke bis hin zu Accessoires – wurden von Andi Lackner und Andreas Oberkanins so gestaltet, dass sie nahezu perfekt auf alle Sinne wirken, ohne das Auge zu verletzen. Kein Raum gleicht dem anderen – jeder hat seinen eigenen, verführerischen Charakter. Das einzigartige Legado-Haute-Boho-Interieur wurde von Andi Lackner entworfen, der jeden Aspekt der Stoffe, Tapeten und Möbel entwarf und mit einer Mischung aus gesammelten Gegenständen und recycelten Materialien akzentuierte. Von Stühlen, Lampen und Beistelltischen bis hin zu Schränken und Bettgestellen – alles atmet den eklektischen, handwerklichen Vintage-Look, für den das Legado viel weltliche Aufmerksamkeit gewinnt. Hier hat der Sound der Stille und Geborgenheit völlig neue und definitiv authentische Klänge. 

    km 10 Carretera de Ibiza a Santa Eulalia del Rio, 07840 Santa Eulalia del Rio /  https://www.legado-ibiza.com

Die Wege zur Zufriedenheit – Le Saint Barnabé, Hôtel und Spa

Eine Welt für sich, unberührt, echt, natürlich. Klänge und Geräusche einer prächtigen Naturlandschaft, welche uns im Alltagstrott schon längst abhanden gekommen sind. Das Naturreservat Massif du Ventron ist einee Episode mit ganz vielen Genussmomenten. Hier hoch über den Tälern einer herrlichen Weinregion begegnen sich Wege zu uns, zu Naturschönheiten und ein freier Blick auf das Wesentliche, im Farbenspiel aller vier Jahreszeiten und in der Wiege von Geborgenheit. All dies bietet das Hotel Saint Barnabé im Herzen des Elsass. Dank der idealen Lage – das Hotel ist nur einen Katzensprung von der Abtei von Murbach entfernt – lässt es sich von hier aus mühelos zu Entdeckungstouren zu sich selbst und der Region und ihren Reichtümern aufbrechen.

Das Saint-Barnabé Hôtel & Spa bietet 27 charmant-gemütliche Zimmer mit ganz viel, fein abgestimmtem Komfort. Im Garten, direkt an einem romantischen Bachufer, findet die Zufriedenheit wieder einen Weg in uns selbst.

Hier wird dem Gast bewusst, dass ein Spa ein Ort der Entspannung, der Meditation, der Regenerierung und der Selbstfindung ist. Es beruht auf dem Ansatz des Individuums in seiner Gesamtheit, um sein Gleichgewicht wiederzufinden, dem manchmal zugesetzt wurde, und das zwischen Körper und Geist verloren geht. Dies geschieht hier – bewusst inszeniert – in einer einfachen, anspruchslosen Atmosphäre, jedoch mit natürlichen Materialien wie Holz, Stein und Farben. Wasser ist ebenso ein Hauptelement der Rituale unserer Massagen, die von der orientalischen Tradition inspiriert wurden.

Im Restaurant begrüßen eine herzliche Gastfreundschaft und ein prächtiges Rittergerüst. War es ein Raubritter? Oder ein Adliger? Es ist eine wehrhafte Rüstung eines berittenen Kriegers des europäischen Mittelalters, welcher den Gästen ein Gefühl der Sicherheit bietet. Obwohl vor dem Genusszauber des Restaurants Le Jardin des Saveurs kein Gast sicher ist. Mit seiner höchst kreativen Küche bieten Chefkoch David Rochel und sein Team die kunterbunte Aromenvielfalt der Region. Die Karte, die je nach Saison angepasst wird, bietet dem Gast viel Spannung und lukullische Ereignisse einer lebendigen Region. Zum Beispiel ein mit Tresterbrand vom Gewürztraminer flambierter Münsterkäse und gebratene Taube von Monsieur Kieffer. Hier lässt sich eine Küche entdecken, die Aromen und regional-bodenständige Spezialitäten mit noblen Produkten ferner Länder vorzüglich und mit viel Gespür verbindet. 

Es sind Eric Orban, ein ehemaliger Michelin-Sterne-Koch, und seine Frau Clémence, welche als Eigentümer dieses Refugiums sehr charmant und mit herzlicher Gastfreundschaft den Takt vorgeben und höchsten Wert auf gesunde und umweltbewusste Ernährung legen. Soweit möglich, werden Zutaten von lokalen Produzenten sorgsam ausgewählt und stets tagesfrisch bezogen. Unverkennbar: Die Chemie zwischen Orban und seinem Küchenchef stimmt und wird stilsicher mit viel Leidenschaft bei allem Tun gepflegt. Das Team setzt auf regionale Produkte und viel Gemüse, spielt aber auch mit Spezialitäten aus Asien. Typisch für die Region ist die Entenleber, welche den Mittelpunkt der von mir gewählten Vorspeise bildet. Verführerisch bereichert mit einem Früchte-Chutney und einem Muscat-Gelée. Das Rinderfilet als Hauptspeise verbindet regionale Aromen mit jenen ferner Länder. Saftig, aromatisch und butterzart mit einer feinen Spur asiatischer Gewürze. Es ist eine perfekte Inszenierung von Fleisch. Nichts stört den Eigengeschmack. Fein-buntes Gemüse mit kräftigen Kräuteressenzen aus dem Elsass gibt den Nebenton an. Zum Schluss soll es dann bitteschön der sagenumwobene, mit Tresterbrand vom Gewürztraminer flambierte Münsterkäse sein. Außergewöhnlich, aber ein … für mich … perfekter Abschluss eines Konzertes der Aromen.

 

53 Rue du Murbach, 68530 Buhl, Frankreich / +33 3 89 62 14 14

Mon amour für Metz – eine kulinarische Liebeserklärung

Wenn man über die Schönheiten der Mosel spricht, dann spricht man über die Weinberge. Über Trier, Koblenz und über Bernkastel-Kues. Tatsächlich ist die Grand Dame der Mosel die französische Kunst- und Kulturstadt Metz. Metz breitet so herzlich gastfreundlich seinen roten Teppich aus und präsentiert völlig nonchalant eine Fülle von außergewöhnlichen architektonischen Ansichten und Bauwerken. So dürfen die Kathedrale Saint-Étienne, die Place de la Comédie oder das Viertel der alten Zitadelle auf der großen Bühne ihre ruhmreiche Vergangenheit und Highlights des Städtebaus gepaart mit zeitgenössischer Kunst präsentieren.

Ab und an quäle ich mein Deutschland-Ticket, verlege bewaffnet mit meinem Notebook meinen Arbeitsort in den gemütlichen Regionalexpress und rausche in zwei Stunden nach Metz. Einfach mal abtauchen von den üblen Schlägen dieser Welt. Einfach mal eintauchen in das herrliche Laissez-faire einer Stadt mit ganz vielen wunderschönen Momenten und Blickachsen.

Wie so häufig gönne ich mir im Café Fox ein leckeres Croissant und unbedingt einen leckeren Café crème. Ab hier hat der Job am Notebook Pause und ab hier beginnt mein Tag in Metz. Beachtenswert im Fox ist die üppig beladene Vitrine, welche nicht nur ein Augenschmaus ist. Sie nimmt gefangen und unsere Augen öffnen sich weit, der Magen beginnt, freie Flächen zu öffnen.

Doch tatsächlich mangelt es an facettenreichen und illustren Cafés in Metz nicht. Die größte Cafélandschaft mit teils herrlichen Terrassen findet man innerhalb der 63 Arkaden am Place Saint-Louis. Die Wahl nach einem Ort für Glückseligkeit sollte jeder für sich selbst entdecken. Im Mittelalter hieß dieser Ort übrigens noch Place de Change, denn hier betrieben damals die Juden einen regen Geldwechsel und tauschten fremde Währungen in französische Francs um. Heute sind zum Apéro die Terrassen voll besetzt.

Doch die definitiv besten Croissants und die weltbesten Barquettes … ach, überhaupt die geilsten Torten, Tartles und süßesten Verführungen gibt es in der Pâtisserie und Boulangerie von Santo Salvatore und Patricia in der 9 Rue Jean d’Apremont. Wer hierher kommt, darf sich auf eine Warteschlange einlassen und sollte unbedingt eine Leine für den Gaumen mitnehmen, denn dieser wird ganz sicher hier, an diesem himmlischen Verführort, verharren wollen.

Wer etwas später aus seinen Bettfedern entlassen wird, sollte dann direkt zum Dinner – auch unrasiert möglich – erscheinen. Ich lasse mich bereitwillig und schmackhaft gern auf die feinen Klassiker der französischen Küche ein und wähle in diesem Fall die sensible Handwerkskunst von Thierry Saveurs ein. In seinem Restaurant La Fleur de Lys gibt es keine Michelinsterne – obwohl er es verdient hätte – sondern reihenweise Stars auf den Tellern. Ganz sicher ist hier das Produkt der Star und wird gerade fürsorglich verarbeitet und ordentlich auf den Tellern präsentiert. Er kocht leidenschaftlich gern mediterran und bindet die französische Tradition sehr geschickt in seine Kreationen ein. Im gemütlich-stilvollen Restaurant La Fleur de Lys lässt es sich so genussvoll schlemmen und verweilen, dass mir fast das Date mit dem Centre Pompidou entgeht. Ach, was soll es auch. Abgehakt … Ich lasse mich auf eine romantische Tour durch die Altstadt ein und verlasse, wie ich gekommen bin, das herrliche Metz.

Cher Metz…je reviens bientôt

Eine vinologische Rettung vor dem Alltag – Occhio Doro

Es geht heute mal wieder sehr quirlig im Herzen von Frankfurt zu. Konzentriert und geschickt umlaufe ich im Slalomschritt allerlei Gewimmel. Machtergreifende Radfahrer, leicht aggressive Mütter mit Kinderwagen und Handy fordern Vorfahrt ein. Banker und Manager mit einer Handvoll Imbiss hetzen zum nächsten Run auf Gewinn und hier wie auch da versucht der Rest der neuen Generation, die Welt zu retten. Die rauschende Welt der Coffee-to-go-Hektiker wird Stress zum Lebensinhalt.

Meine Rettung vor diesem Alltag der Überlebensindianer ist das Occhio Doro. Also auf in den 7. und rein in eine wahrlich genüssliche Wohlfühlwelt. Hier im toskanischen Restaurant mit Roof-Bar wird der Gast in einen Cocoon gepackt und dazu mit herrlichen Blicken in die Skyline Frankfurts und darüber hinaus bereichert und verwöhnt, zugleich. Kaum angekommen kann ich ausatmen und lasse mich gern von Ivo Buljan und seinem Team mit Aufmerksamkeit und sensibler wie auch wundervoller Servicefreude verwöhnen.

Meine schiere Lust auf einen guten Wein, der meine Sinne in den Genuss justiert und mich in eine innere Ruhe fallen lässt. Stjepan Kubula, einem Sommelier der alten Garde, gelingt es mal wieder, meine Navigation auf Gaumenfreude zu drehen.

Etwas Oliven, feine Artischocken, fluffig, leicht würziges italienisches Baguette sind die Begleiter für einen 23er Aurora Etna Bianco, der sogleich die Farben meiner Welt verändert. Strohgelb mit zart grünlichen Effekten liegt er im Glas. Trocken, frisch-säurebetont, mit salziger Mineralität und Zitrusnoten am Gaumen. Schön! Elegant, präzise, mit vulkanischer Mineralität und mediterraner Frische fasziniert dieser Wein, welcher auf dem Vulkangestein des Ätna wurzelt.

Zur grandiosen Burrata folgt ein leichter & frischer und fruchtbetonter Marangona Lugana 2024 vom Gardasee. In der Nase tummeln sich Noten von Pfirsich, Blutorange, Limone, Wiesenblumen und Mandeln.
Seine feine Säure und der leicht rauchige Unterton von Feuerstein runden den Trinkgenuss ab. Ja … auch hier überzeugt die fachliche Kompetenz von Stjepan.

Wir plaudern und sinnieren über die Welt der Weine, das Leben allgemein, das Dolce Vita und die herrliche Poesie von Weinen in Flaschen, während die Küche feines Gemüse aus der Toskana und einen perfekt auf den Punkt gegrillten Wolfsbarsch geradezu zelebriert. Stjepan dreht mit seiner Weinempfehlung mein vinologisches Fachwissen auf Tiefmast und aufkommenden Sturm. Ein kräftiger 2024er Le Volte dell’Ornellaia, in leuchtendes Rubinrot und einem Hauch Violett gewandet, fließt in mein Glas. Mutig! Das toskanische Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Petit Verdot kommt am Gaumen leicht puristisch, saftig und dennoch mit knackig frischer Beerenfrucht und frischer Säure daher. Saftiger Cassis und Schwarzkirsche – die Frucht spielt mit Nase und Gaumen. Die Tannine sind ultra-fein geschliffen und beinahe schwerelos integriert. Feine Kräuterwürze, gepaart mit feiner Mineralität und dunkler Schokolade, erzählen noch lange nach. Ja! Ich stimme nun unbedingt zu. Dieser Wein ist ein perfekter Partner zu Fisch. Auch wenn z. B. der Chablis von Jean-Paul & Benoit Droin meine Wahl gewesen wäre. Stjepan Kubula ist ganz und gar ein Sommelier mit einer satten Portion Leidenschaft und Gespür für besondere Weine.

Zum Dessert kann es auch mal ein Rosé von Valtènesi sein. Der 24er CàMaiol Roseri aus der Lombardei nimmt sehr rasch meine Nase gefangen. Ein spannendes Aromenbild nach Rosenknospen, daneben Pfirsichblüten, rote Johannisbeeren und Litschi. Sanft und gleichermaßen trocken am Gaumen überzeugt er durch seine schöne Struktur und sein aromatisches Finish. Oder doch lieber eine Auslese … Hier wird der Sommelier nun ganz und gar auch Verführer. Und klar … Mit dem Blick in die nächtlich glitzernde Skyline lässt die Auslese einen wundervollen vinologischen Abend sehr harmonisch ausklingen.

Für das leidenschaftliche Team im Occhio Doro bin ich Gast und Mensch zugleich. Für Könige fehlt ihnen hier der Palast. Gern geht man mit seinen Gästen eine stimmige wie auch harmonische Verbindung ein und geht fürsorglich als auch mit Freude auf deren Wünsche ein. Ja! Ich bin sehr gerne Gast und Mensch hier im 7’ten.

 

Occhio d’Oro / „Flemings Selection Hotel Frankfurt-City / Eschenheimer Tor 2, 60318 Frankfurt / http://+49 (0) 69 989 72 85 00

Stille Romantik mit Stil und bester Servicekultur – Schlosshotel Münchhausen

Buchsbaumkugeln stehen Spalier, Rosen blühen, und eine schmale, kopfsteingepflasterte Straße führt durch die imposante Torbogenbrücke über den Burggraben zu einer Insel der Stille, fern vom Brausen und Rackern der Welt, umgeben von einem verwunschenen Park. Das ist „Schloss Münchhausen“, ein wahrhaft romantisches Versteck an der Grenze der geschichtsträchtigen Stadt Hameln, etwa eine Autostunde südwestlich von Hannover.

Hier im Schlosshotel ist mehr als nur eine besondere Lebensart spürbar. Authentisch-herzliche Gastfreundschaft und ein außergewöhnlicher Kundenservice auf höchstem Niveau. Bereits kurz nach der Ankunft und einer charmant-spannenden Entdeckungsreise durch das historische Schlossgemäuer findet meine Seele eine Oase der Ruhe im großzügig gestalteten Spa- und Wellnessbereich, welcher teilweise sehr harmonisch in das Gewölbe und den Burggraben designt wurde.

Die Zimmer, ob in der „Zehntscheue“ oder hinter dem dicken „Schlossgemäuer“ aus dem 16. Jahrhundert, sind von fürstlicher Eleganz mit modernster Ausstattung des 21. Jahrhunderts, großzügig und mit edlen Materialien bereichert. Hier wohnt es sich wohlig und sehr entspannend. Meine unnötigen Gedanken und die üblichen Sorgen des Alltags hängen weit draußen vor der Toreinfahrt. Nicht stört oder irritiert. Auch der Service überzeugt wesentlich mehr als je erwartet. Hier zelebriert man dezente Lösungsorientierung.

Auch die kulinarischen Ereignisse sind weit über die Grenzen hinaus keine Geheimnisse mehr. Tief unter den mittelalterlichen Kellergewölben, fast auf Augenhöhe mit dem kleinen, verträumten Burgsee, entdecke ich das Restaurant „Schlosskeller“, ein nett unkompliziertes Restaurant mit besonderem Charme und Freundlichkeit. Hier im stimmungsvollen Ambiente kommen bodenständige Klassiker und regionale Spezialitäten auf den Tisch.

Dennoch wechsle ich lieber in die Champions League und wähle für heute die feine Kulinarik im Restaurant Hilmar. In den historischen Renaissance-Räumen serviert im Hilmar das sehr servicefreundliche Team Ess-Erlebnisse voller Überraschungen. Einfallsreich verbindet die neue Küchenchefin Anna Köpke im Gourmet-Restaurant Tradition und Moderne, Haute cuisine à la française mit mediterranen Zwischentönen und einem Zauber an heimischen Aromen.

Die Weinkarte: ein wahrhaftes „Gedichtband für den Gaumen“. Deutsche Spitzenlagen gepaart mit außergewöhnlichen Tropfen der Neuen und Alten Weinwelt.

Und wenn noch alle schlafen, schmiegt sich feiner Nebel auf die satten Fairways des 18-Loch-Golfcourts „Baron von Münchhausen“: ein Abschlag am frühen Morgen, allein in Harmonie und prächtigen Naturlandschaften. Klingt geradezu magisch, weil auch der Nachhall feine Töne folgen lässt. Ein landschaftliches, ehrliches Ereignis beginnt direkt am Schlosshof. Eingebettet in das Tal des Beberbaches bedarf es an manchen Stellen einer gewissen Spielpraxis, will man sein Handicap halten oder verbessern. Trotz seiner feinen Tücken ist der Platz an allen Stellen reizvoll und beherrschbar.

 

Schlosshotel Münchhausen / Schwöbber 9 | 31855 Aerzen bei Hameln

http://www.schlosshotel-muenchhausen.com