Die Wege zur Zufriedenheit – Le Saint Barnabé, Hôtel und Spa

Eine Welt für sich, unberührt, echt, natürlich. Klänge und Geräusche einer prächtigen Naturlandschaft, welche uns im Alltagstrott schon längst abhanden gekommen sind. Das Naturreservat Massif du Ventron ist einee Episode mit ganz vielen Genussmomenten. Hier hoch über den Tälern einer herrlichen Weinregion begegnen sich Wege zu uns, zu Naturschönheiten und ein freier Blick auf das Wesentliche, im Farbenspiel aller vier Jahreszeiten und in der Wiege von Geborgenheit. All dies bietet das Hotel Saint Barnabé im Herzen des Elsass. Dank der idealen Lage – das Hotel ist nur einen Katzensprung von der Abtei von Murbach entfernt – lässt es sich von hier aus mühelos zu Entdeckungstouren zu sich selbst und der Region und ihren Reichtümern aufbrechen.

Das Saint-Barnabé Hôtel & Spa bietet 27 charmant-gemütliche Zimmer mit ganz viel, fein abgestimmtem Komfort. Im Garten, direkt an einem romantischen Bachufer, findet die Zufriedenheit wieder einen Weg in uns selbst.

Hier wird dem Gast bewusst, dass ein Spa ein Ort der Entspannung, der Meditation, der Regenerierung und der Selbstfindung ist. Es beruht auf dem Ansatz des Individuums in seiner Gesamtheit, um sein Gleichgewicht wiederzufinden, dem manchmal zugesetzt wurde, und das zwischen Körper und Geist verloren geht. Dies geschieht hier – bewusst inszeniert – in einer einfachen, anspruchslosen Atmosphäre, jedoch mit natürlichen Materialien wie Holz, Stein und Farben. Wasser ist ebenso ein Hauptelement der Rituale unserer Massagen, die von der orientalischen Tradition inspiriert wurden.

Im Restaurant begrüßen eine herzliche Gastfreundschaft und ein prächtiges Rittergerüst. War es ein Raubritter? Oder ein Adliger? Es ist eine wehrhafte Rüstung eines berittenen Kriegers des europäischen Mittelalters, welcher den Gästen ein Gefühl der Sicherheit bietet. Obwohl vor dem Genusszauber des Restaurants Le Jardin des Saveurs kein Gast sicher ist. Mit seiner höchst kreativen Küche bieten Chefkoch David Rochel und sein Team die kunterbunte Aromenvielfalt der Region. Die Karte, die je nach Saison angepasst wird, bietet dem Gast viel Spannung und lukullische Ereignisse einer lebendigen Region. Zum Beispiel ein mit Tresterbrand vom Gewürztraminer flambierter Münsterkäse und gebratene Taube von Monsieur Kieffer. Hier lässt sich eine Küche entdecken, die Aromen und regional-bodenständige Spezialitäten mit noblen Produkten ferner Länder vorzüglich und mit viel Gespür verbindet. 

Es sind Eric Orban, ein ehemaliger Michelin-Sterne-Koch, und seine Frau Clémence, welche als Eigentümer dieses Refugiums sehr charmant und mit herzlicher Gastfreundschaft den Takt vorgeben und höchsten Wert auf gesunde und umweltbewusste Ernährung legen. Soweit möglich, werden Zutaten von lokalen Produzenten sorgsam ausgewählt und stets tagesfrisch bezogen. Unverkennbar: Die Chemie zwischen Orban und seinem Küchenchef stimmt und wird stilsicher mit viel Leidenschaft bei allem Tun gepflegt. Das Team setzt auf regionale Produkte und viel Gemüse, spielt aber auch mit Spezialitäten aus Asien. Typisch für die Region ist die Entenleber, welche den Mittelpunkt der von mir gewählten Vorspeise bildet. Verführerisch bereichert mit einem Früchte-Chutney und einem Muscat-Gelée. Das Rinderfilet als Hauptspeise verbindet regionale Aromen mit jenen ferner Länder. Saftig, aromatisch und butterzart mit einer feinen Spur asiatischer Gewürze. Es ist eine perfekte Inszenierung von Fleisch. Nichts stört den Eigengeschmack. Fein-buntes Gemüse mit kräftigen Kräuteressenzen aus dem Elsass gibt den Nebenton an. Zum Schluss soll es dann bitteschön der sagenumwobene, mit Tresterbrand vom Gewürztraminer flambierte Münsterkäse sein. Außergewöhnlich, aber ein … für mich … perfekter Abschluss eines Konzertes der Aromen.

 

53 Rue du Murbach, 68530 Buhl, Frankreich / +33 3 89 62 14 14

Elsass. Bonjour mon Alsace – eine kulinarisch-sinnliche Reise

Das kräftig-sonnige Blau des Himmels verziert mit zart-weißen Schleierbändchen geben der wunderbaren Herbstlandschaft entlang der Elsässischen Weinstraße eine herrliche Farbgebung. Gern rühmt sich die Elsässische Weinstraße ihrer weltbekannten Weinlagen. Schmückt sich, ganz „grande dame“, mit pittoresken Dörfern und facettenreichen Landschaften. Und lässt mal laut, mal leise die kulinarische Lebenskunst und kulinarische Fülle ertönen.

Sélestat – Charmant und völlig unterschätzt

Kaum habe ich bei Sasbach am Kaiserstuhl den Rhein überfahren überkommt mich eine schiere Lust auf frische Croissants oder den berühmt-berüchtigten Gugelhupf. Bei Fonné in Sélestat schallt mir beim Öffnen der Ladentür ein vergnügtes „Bonjour“ entgegen. Ich lasse mich gerne begeistern vom Duft, den tollen Gebäcken und dem von Leidenschaft geprägten Ambiente. Die Auswahl in der Theke kommt einem kulinarischen Hürdensprung gleich. Hier ist die Welt selig in Ordnung. Hier ist die Welt anders. Ganz viel anders. Sélestat, im Herzen des Elsass findet bei Touristen, welche von Colmar nach Strasbourg hechten wenig Beachtung. Dabei birgt diese charmante Stadt wahre Schätze, prächtige Bauwerke, zwei beachtenswerte humanistische Bilbliotheken und wahre Genussereignisse. Definitiv ist die Bäckerei Fonné an der Rue de la Grande Boucherie ein solches Ereignis. Unweit in der Rue du 17 Novembre verzaubert die Konditorei Sontag mit ihrer reichen Auswahl an Torten und hausgemachten Pralinen. Auch für seine leidenschaftlichen Bäcker ist Sélestat bekannt. Im La Maison du Pain d’Alsace – ein Museum für Bäckereigeschichte ist eine lebendige Schaubäckerei, ein Klassenzimmer für Jedermann und ein Ort, an dem die Leidenschaft der Bäcker an jeder Stelle sicht- und spürbar wird. Produziert wird vor den Augen der Gäste mit einer nur kleinen Maschinenausstattung. Hier können die Besucher sehen, wie ganz klassisch das Brot gewirkt und eingeschlagen wird, die Brötchen geformt und die Zöpfe geflochten werden.

Das Elsass ist reich an kleinen Städtchen, die mit viel Charme und Genüsslichkeiten einfangen. Aus Sicht der Pariser liegt jede kleine Stadt in der Provinz. Und grundsätzlich gilt: Von diesen Provinzstädtchen fährt man hoch: „On monte à Paris“. Vielleicht für immer. Besungen in vielen Chansons oder auch von Truffaut bis Chabrol auf Zelluloit geprägt…die Koffer packen, der Kleinstadt den Rücken kehren, um in der Hauptstadt sein Glück zu versuchen. Und um dann ein Leben lang von der „petite ville“ und ihren Annehmlichkeiten zu träumen.
Und ganz gerne kommen sie alle wieder, wenn auch nur für eine Genussweile, aus der großen, weiten Welt zurück, denn der Zauber dieser elsässischen Provinznester zieht magisch an. Hier braucht es kein Navigationssystem, denn der Kirchturm ist noch immer Mittelpunkt einer charmanten Lebensfreude. Voilà, on est arrivè!

Bevor ich meine Entdeckungsreise fortsetze bin ich Gast im:

„Les Près d’Ondine“ – Die Poesie der Genüsslichkeit

Im kleinen Vorort von Sélestat, in Rathsamhausen, empfängt das Ehepaar Dalibert seine Gäste in einer liebevoll-gastfreundschaftlichen Art in einer sehr familiären Atmosphäre. Das kleine Refugium ist reichlich bestückt mit allerlei „Sammelkunst“ aus den schönen Fernen dieser Welt. Ein großzügiger Salon mit Bar und einer üppig bestückten Bibliothek bietet einen romantischen Blick auf das Flüsschen I’ll. Die Zimmer, mit viel Liebe, fein-stylistisch gestaltet, erfüllen unsere Seele mit viel Poesie und Leichtigkeit. Der sonnige Garten mit seinen schattigen Pavillons lässt uns die Wichtigkeiten dieser doch ach so surrealen Welt vergessen.
Im Restaurant zaubert der Hausherr ein prächtiges Aromentheater aus tagesfrischen und meist regionalen Produkten, welche die Region zu bieten hat. An einer langen, mit viel Leidenschaft gestalteten Tafel genießen die Gäste zu besten Wild- und Gemüsekreationen ausgezeichnete Bio-Weine aus dem Elsass.

Hotel & Restaurant „Les Près d’Ondine, 5, rue de Baldenheim, F-67600 Sélestat

Genügend zu entdecken gibt es im Elsass allemal. Manche Kleinstädte haben einen römischen Triumphbogen, viele eine romanische Kirche, wahlweise eine gotische Kathedrale oder ein prächtiges Kloster, wie jenes auf dem berühmten Mont Ste.-Odile bei Obernai. Noble Adelshöfe, traditionsreiche Weingüter, verwunschene Altstadtquartiere, verträumte Flusslandschaften und ausgezeichnete Restaurants prägen das charaktervolle Gesicht der Genussregion Elsass.

Saverne – Gloria mit einer feinen Spur an Romantik

Westlich von Strasbourg schmiegt sich Saverne an den Naturpark der Nordvogesen an und lässt sich gern als die schönste Hafenstadt des Elsass bezeichnen. Und tatsächlich: Spektakulärer als vor der kolossalen Silhouette des Château des Rohan legt man am gesamten Rhein-Marne-Kanal nicht an. Auch nicht in Strasbourg. Korinthische Pilaster und Säulen spiegeln sich im Wasser. Ein Schloss, eine Burg und charmant-romantische Bauten lassen unsere Sinne durch die Gassen flanieren. Ein Blick hinter das Château reicht freilich, um die Welt als geordnetes Fachwerk mit überbordenden Geranienkästen zu begreifen. Das verschafft ebenso Sicherheit über die elsässische Seele von Saverne wie ein prächtiges Stück Obsttorte von Christian Boistelle, welcher ein prächtiges Repertoire an Kuchen, Pralinen und belegten Brötchen anbietet. Das stärkt für den Aufstieg zur Burg von Haut-Barr. Das Genießerleben findet ganz sicher in der Grand’Rue statt. Hier konzentrieren sich Weinstuben, Feinkostläden und Souvenirgeschäfte. Mittendrin die berauschende Welt des Pâtissier und Chocolatier Boistelle. Berühmt wie berüchtigt sind die besonderen Mitbringsel vom Chocolatier Jacques Bockel, er gießt mit viel Leidenschaft feine Schokolade in Elemente aus der Erotik und dem Kamasutra. Gute hausgemachte Pralinen bietet der Pâtissier Haushalter. Und… Unbedingt! Donnerstagvormittags gibt es einen bunten Wochenmarkt auf dem Schlossplatz (Place du Général-de-Gaulle). Und… Saverne ist auch ein Fluchtpunkt vieler Europolitiker aus Strasbourg, denn hier lässt es sich entspannt und lebensfreudig um den Hafen bummeln, am besten abends, wenn das angestrahlte Schloss den Glanz des „ancien régime ins Wasser schüttet. Von so viel Gloria mit einer feinen Spur an Romantik kann man in den Sitzungssälen des Europäischen Parlaments in Strasbourg nur träumen.

Boulangerie Pâtisserie Boistelle, 92 Gand‘ rue, 67700, SAVERNE

https://www.visit.alsace/de/