Stopp!! Nicht gleich den unsortierten Salat vor die Geschmacksnerven schieben und völlig gedankenlos die grün-bunten Prachtexemplare feiner Landarbeit in den Magen befördern. Gehen Sie doch mal in Geschmacksmeditation. Versuchen Sie doch mal, in Ruhe und Sorgfalt die natürlichen Aromen Ihres Salatgewusels zu „erschmecken“. Und? Wie? Hat kein Geschmack? Ja, warum zahlen Sie denn für geschmacksarme Gartenkunst – eben keine Kunst. Eher Mist. Bei Schokolade, Eis oder Bonbons kaufen Sie doch auch nach Geschmack.
Spätestens bei Salat endet die Freundschaft und beginnt mitunter das Menü. Für mich sind der Berliner Sternekoch Nikodemus Berger oder Falk Richter im Kiedricher Hotel Wald.Weit geniale Geschmacksgurus, welche die feine Klaviatur der natürlichen Aromen vorzüglich spielen und in mir eine ganze Bandbreite von Aha-Effekten im Gaumen und Kopf hinterlassen haben, unter welchen nun Frankfurts Gastronomie leiden muss. In knapp vier Wochen habe ich Frankfurts Gastronomie ins Kräuter- und Salatgewissen geschaut. Hochpreisige Gourmetküche habe ich mal links liegen gelassen. Überzeugt hat mich besonders das in Szene gesetzte Restaurant „a tavola“. Wobei ich das Lokal auch als ein „L‘Aperitivo“ einstufen möchte. „A tavola“ ist ein Treffpunkt von Freunden oder für Business, um beim Lieblingsgetränk vom Arbeitstag abzuschalten und den schönsten Seiten des Lebens die volle Aufmerksamkeit zu widmen.
Unmittelbar am Schweizer Platz gelegen haben die Inspiratoren mit viel Liebe zum Detail, einer gehörigen Portion Design und einer großzügigen Spur italienischer Tradition mit dem „a tavola“ ein Ausnahmeprodukt geschaffen. Fernab von Rom, aber dennoch gefühlt mittendrin: das römische Dolce Vita. Hier ist mal die alte Schullandkarte ohne Rahmen als Wandkultur oder dort hängen schräge Stühle an der Decke. Jeder dekorative Aha-Effekt gehört ebenso zum Stil des Hauses wie auch die Aha-Effekte der ungekünstelt ehrlichen Speisen.
Hier zaubert das Team schöne Momente, gepaart mit perfekt-freundlicher italienischer Tradition. Und … ein guter Aperitivo italienischer Art wird mitunter mit klassischen „Fingerfood-Häppchen“ (Antipasti italiano) serviert. Beste Qualität und Güte lassen sich auch bei der Pasta oder den unterschiedlichen Salatvariationen erschmecken. Mein Tipp: Insalata Scampi und/oder die Pizza Vegetaria. Im Hintergrund, aber im Blickwinkel, wirbelt der Pizzaiolo den Teig, bevor er in aromatischer Qualität belegt und in den Steinofen zur perfekten Pizza wird.
