Rheinhessen. Die Sinne mal auf Explosion gedreht – Jochen Dreissigacker

Wenn der leichte Nebelschleier am Morgen den ersten Sonnenstrahlen die Bühne überlässt und die sanften Hänge ihre Hände öffnen, dann hat der Geyersberg seinen schönsten Auftritt. Und ab und an ziehen die Namensgeber ihre Kreise über die sanften Hügel bei Bechtheim, ganz so, als würden sie diese nach Süden ausgerichtete Weinlage beschützen. Immerhin ist diese unvergleichbare Rieslinglage eine der besten Lagen in Rheinhessen. Verwitterte, karge und warme Kalksteinböden sowie mittelschweren Lößlehmböden in Kombination mit einer einzigartigen Klimatik legen den Grundstock für große Weine mit Charakter.

Häufiger als so manche Greifvögel streift Jochen Dreissigacker mit Argusaugen durch seine Weinberge am Geyersberg. Aufmerksam, unermüdlich, auch mal misstrauisch und stets in Fürsorge für das edle Gut. Die Trauben in dieser Lage sind klein und bekommen dadurch eine intensive Mineralität. Hieraus entstehen schließlich ganz ausgezeichnete Rieslinge wie sein „2012 Bechtheimer Geyersberg Riesling trocken“. Fürsorglich, kompromisslos und per Hand werden die Trauben in mehreren Durchgängen von den 35 Jahre alten Reben gelesen. Wie draußen im Weinberg geht es auch drinnen im Weinkeller zu. Das Lesegut wird bedächtigt angemahlen und darf sich dann einige Stunden im eigenen Saft ausruhen. Bevor dieser grandiose Riesling abgefüllt wird, erfolgt eine sorgsame, acht-wöchige Gärzeit mit traubeneigenen Hefen und ein 9-monatiges Hefelager. Und dann… irgendwann… ein gewaltig-besonderer Moment für diesen Spitzenwein. Im

Glas schimmert helles Gelb und verzückt die Nase mit exotisch-gelben Früchten, Holunderblüten gepaart mit einer fein-würzigen Note. Im Gaumen wird die grandiose Kraft und Saftigkeit eines Rieslings der Spitzenklasse spürbar. Dieser Wein, mit seinen dezenten Fruchtaromen nimmt ein, nimmt gefangen und macht ganz viel Lust auf mehr. Auf mehr Jochen Dreissigacker. Auf einen Weinkreateur, welcher keine Kompromisse kennt, wenn es um höchste Qualität geht und einem Typen, der die Jonglage von Zahlen ebenso kennt wie die tägliche Auseinandersetzung mit der Wetterlage um das beschauliche Bechtheim. Bevor er konsequent seine Winzerlehre durchzieht, lässt er sich auf eine erfolgreiche Lehre bei einem Steuerberater ein. Nach der Ausbildung zum Winzer in den VDP-Weingütern Klaus Peter Keller in Rheinhessen und Rainer Bergdolt in der Pfalz dreht er den seit 1728 bestehenden Familienbetrieb einfach mal von links nach rechts oben auf eine biodynamische Zukunft und platziert das Weingut bereits nach wenigen Jahren in der Champions- league großer Weingüter. Mutig mit einer satten Spur Konsequenz, ohne Wenn und Aber, geht er akribisch den Weg zur Spitzenqualität. Sein Wein lässt ganz klar und unverwechselbar die Lage erkennen. Das ist eben die Kunst großer Weinmacher. Der zweifache Vater genießt Familie, aber auch das Reisen. Ständig auf der Suche nach neuen Feinheiten aber auch mal ganz gern in Harmonie zuhause. Umtriebig und ein Ruhepool zugleich. Kein Wiederspruch, denn so ist doch auch das Leben. Nur im Fass schenkt er seinen Weinen die nötige Ruhe, die sie zur optimalen Reife benötigen.

Viel Ruhe und Gemütlichkeit strahlt auch einer der besten deutschen Weinbergslagen oberhalb von Westhofen aus. Hier entwickelt sich ein weiterer großer Wein von Jochen Dreissigacker: der „Morstein Riesling trocken 2013“. Im Glas goldgelb. Die Nase wird erfasst von gelber Frucht, einer feinen Note von nussigen und zart rauchigen in Begleitung einer mineralischen Struktur und leicht salzig-erdigen Aromen. Seine trockene, fruchtige Kraft betört die Zunge mal rau, mal pelzig… eine gewaltige Astringenz. Eine wahrlich perfekte Dosis und in guter Balance mit Fruchtigkeit und Säure, gibt dem Wein Struktur und Fülle. Im Abgang faszinierend lang und von einer elegant feurigen Aromatik. Wahnsinn!!!

Die Weine von Jochen Dreissigacker sind definitiv große aber auch nicht jedermanns Weine. Sie bestechen auf großer Bühne, sind nie im Mainstream und definitiv nicht stereotyp. Ihre Eigenständigkeit und ihre Persönlichkeit stehen ihnen gut. Mutig und feinfühlig von Jochen Dreissigacker kreiert und darauf aus, die Sinne in Unruhe zu bringen um am Ende die Seele in Zufriedenheit zu wiegen.

Weingut Jochen Dreisigacker / Untere Klinggasse 4, 67595 Bechtheim / 06242 2425

https://dreissigacker-wein.de

Rheinhessen. Des Teufels Seelenheil – Weinmacher Gebrüder Braunewell

Ach neee! Hinterland ist hier schon lange nicht mehr gewesen und wird sicherlich auch nicht mehr sein. Es hat sich verzogen ohne die Tür zu öffnen für laut, gekünstelt oder gar gewimmelwichtig. Es herrscht hier das vorzüglich-genüssliche Gegenteil vom Gewimmelland. Im Selztal lebt das neue rheinhessische laissez- fair mit einer satten Spur von tiefenentspannt. Herzlichkeit ist hier ebenso Programm wie außergewöhnliche Weine und ganz besonders…. kreative Weinmacher, die ab und an auch mal gern über den Tellerrand klettern, Ideen sammeln, Spannendes einpacken und ihrer Experimentierfreude freien Lauf lassen.

 Solche Typen sind die Brüder Stefan und Christian Braunewell. Weinmacher par excellence, bodenständig, authentisch und mit einer satten Portion vinelogischer Intelligenz ausgestattet.

Schlau waren die Essenheimer schon immer. So muss doch bitteschön und unbedingt erwähnt werden, dass seit den 70ern eine enge Gemeindepartnerschaft mit Boursault in der Champagne besteht. Schloss Boursault ist Sitz von Veuve Clicquot. Und spätestens bei meiner ersten Begegnung mit dem „2014 Pinot Prestige Brut Nature“ ist mir klar, warum sich die lieben Freunde aus der Champagne demütig vor den Gebrüdern Braunewell verneigen, denn dieser Sekt ist definitiv vergleichbar mit den hochpreisigen Jahrgangschampagnern aus dem Hause Veuve Clicquot. Die Trauben für diesen Wein stammen aus dem ersten Lesedurchgang unserer Grauburgunder und Spätburgunder Lagenweinparzellen. Im Glas eine sehr feine Perlage eines trockenen Sektes wie aus dem Bilderbuch. In der Nase tänzeln Aromen von Äpfeln und Mandeln mit einer feinen Nuance Balsamico. Am Gaumen gesellen sich Sauerkirschen und Birne dazu und lassen Genießerherzen höher schlagen. Das zarte Prickeln am Gaumen rundet den Wohlgenuss ab. Im ansprechenden Abgang läuft dieser Klassiker zur Höchstform auf und präsentiert sich äußerst charaktervoll und perfekt balanciert. Individualistisch, charakteristisch, eigenständig, außergewöhnlich. Großes Theater!

Apropos Experimentierfreunde! „2016 Pétillant naturel. Sylvaner brut nature“. Genial hoch drei! Für diesen grandiosen Sekt haben die Jungs Sylvaner als Orange Wein auf der Maische vergoren und trüb versektet. „Amoureusement fou“… würde Madame Clicquot sagen. In der Tat sind die beiden Brüder liebevoll verrückt gepaart mit herzlich viel Charme, mit viel Streben nach höchster Qualität. Ihnen gelingt es mit ihrem Reichtum an Wissen nahezu perfekt, den geänderten Klimabedingungen zu begegnen und aus der Vielfalt ihrer Böden das Optimum zu schöpfen. Auch wenn beide mit Erfolg ihr Studium in Geisenheim abgeschlossen haben und ihre Nasen in Bordeaux und der Wachau sensibilisierten, sind sie doch eher solide und geistreiche Handwerker mit viel sonnigem Gemüt, die darum wissen, wie wichtig die Arbeit an den Grundlagen im Weinberg ist. Gerade hier im Selztal ist es eine Verpflichtung, aus dem unverwechselbaren Terroir charakterstarke Weine zu gestalten. Ein naturnahes Weinbergsmanagement, individuell die Zeit der Reife steuern und durch intelligent-sensiblen Beschnitt Gehalt und Dichte des Weins zu bestimmen. Letztlich ist die Besinnung auf eine natürliche Weinbereitung ein Garant für Charakterweine mit Ecken und Kanten höchster Qualität.

Einer der besten und ältesten Weinberge der Braunewells ist der Essenheimer Teufelspfad. Durch den hohen Kalkgehalt und die Höhenlage im kühlen Norden von Rheinhessen reifen die Trauben zwar optimal, aber spät aus, was zu sehr komplexen und finessenreichen Weinen mit schmeckbarer Säure und kantigem Körper führt. Hier wurzeln auch Braunewells teuflisch-prächtige Grauburgunderbeeren. Der „Teufelspfad Grauer Burgunder trocken 2017“ repräsentiert mit einer saftigen Aromatik in der Nase diese Lage. Die Nase wird gefangen von gelben Früchten, feiner Melone gepaart mit kräutrigen Anklängen. Der Gaumen wird überrascht mit geballten und sehr tiefgründig-nussigen Aromen. Ein wuchtiger Wein mit einer tollen Würze mit einer himmlischen Note und ganz weit weg vom Teufelsrevier! Im Abgang eine schön-gehaltvolle Länge die final der Seele eine angenehme Zufriedenheit schenkt.

Der Teufel verneigt sich vor dem Himmlischen. Ich mich vor den Brüdern Braunewell.

Weingut Braunewell / Am Römerberg 34, 55270 Essenheim / 06136 9999100

https://braunewell-wein.de

Rheinhessen. Einfach ist woanders. Weine mit Persönlichkeit bei Katja und Jens Bäder

Wer die Autobahn 61 Richtung Westen verlässt und auf der ehemaligen Bergrennstrecke an Wendelsheim vorbeibraust, verpasst die genussvollen Seelenschmeichler. Es lohnt sich einfach mal drei Gänge runterzuschalten, Autotüren öffnen und einfach mal innehalten, tief einatmen und eintauchen in eine Welt, die ganz schön fern ist vom Wimmelwichtig-Land hinter den Bergen. Eintauchen in die Welt von Katja und Jens Bäder. Eintauchen in die Genusslandschaften leidenschaftlicher Biowinzer mit der Peilung auf das Lebenswerte mit ganz viel Zukunft.

Meine erste Begegnung mit diesen Bäders zu ihrem Hoffest war brachial-prächtig und ach so schön genüsslich. Katja und Jens fangen völlig ungeniert und ohne Tamtam mit ihrer lebendig-herzlichen Art Seelen ein und geben ihnen eine neue Leichtigkeit.

In Geisenheim beim Studium haben die beiden sich gefunden und ganz sicher nicht nur über die Liebe, sondern auch über die Zukunft des biologischen Weinbaus philosophiert. Katja, eine ehrliche Frohnatur mit einer satten Lust auf Weinbau und der bodenständige Winzersohn Jens, dessen schiere Lust auf Neues in der Weinwelt durch Katja entfacht wurde. Folglich haben sie die Hosen stramm gezogen, Ärmel hochgekrempelt und vor knapp 10 Jahren ihr eigenes Weingut gegründet. Und weil die Welt auch komplizierte Ecken hat, wurde in Wendelsheim ein recht alter Hof mit markigen Verfallsspuren und zahlreichen Falten übernommen. Dazu zweieinhalb Hektar Rebland als Startkapital, reichlich Begegnungen mit Baumärkten und viel Lust auf Familienbande.

Wer die Bäders heute besucht, wird begrüßt von einer lebendig-liebenswerten Welt eines jungen Familienweingutes, denn beiden ist es gelungen, neben den anstrengenden Umbauarbeiten, den Aufbau eines neuen Weingutes und zwei Kinder in ihr leidenschaftliches Leben einzufügen.

Ihr Ziel recht bald 10 ha zu bewirtschaften haben sie fast erreicht. Das Ziel biodynamischer Weinbau für gewagt markante trockene Weißweine weitab des Mainstreams zu gestalten ist ihnen ausgezeichnet gelungen. Und wer die Bäders näher entdeckt wird verstehen, dass ihnen die Lage La Roche oberhalb von Uffhofen besonders gut steht: trockenes warmes Klima, steil-südexponierte Lage, mineralisch, komplex, vielschichtig. Gerade in dieser Lage mit seinen verwitterten Sandsteinböden, entstehen Hammerrieslinge. Die Trauben werden in zwei Durchgängen gelesen. Hieraus ergab sich in perfekter Harmonie frisches und knackiges Lesegut mit reifen und tiefgründigen Aromen. Draußen im idyllischen Garten mundet der äußerst filigrane „La Roche Riesling trocken 2016“ besonders. Ansprechende Aromen von Zitrusfrüchten, knackiger Birne und Kräutern verwöhnen die Nase. Am Gaumen ist dieser Weißwein leicht saftig und lässt eine exzessive Mineralität erkennen.

Eine weitere großartige wie auch herausfordernde Lage ist der Heiligenpfad in Wendelsheim. Schwarzes vulkanisches Gestein – Melaphyr. Kühl, karg, steinig, südexponiert. Hier entsteht der Heiligenpfad – Frühburgunder trocken. Die kleinen und violetten Trauben des Frühburgunders sind etwa zwei Wochen früher als der Spätburgunder reif und haben reinsortig eine helle Färbung. Auch geschmacklich kommt der Frühburgunder gegenüber dem Spätburgunder etwas geschmeidiger mit einer moderaten Säure daher. Sein samtig weiches Tannin und seine intensiv-ansprechenden Fruchtaromen nach Kirsche, Brombeere und Cassis gepaart mit einer Würze, welche an Minze wie auch Lakritze und Rauch erinnert machen diesen Wein zu einem liebenswerten Seelenschmeichler.

 Die Weine von Katja und Jens Bäder haben Persönlichkeit und lassen erkennen, dass guter Wein definitiv keine Glücksache ist, sondern großes und facettenreiches, demütiges Handwerk mit einem Touch Mut für Herausforderungen. Und letztlich ist guter Wein auch Impulsgeber für viele und besondere Begegnungen mit lieben Menschen und schönen Naturlandschaften.

Weingut Jens & Katja Baeder / Unterwendelsheim 15, 55234 Wendelsheim

http://www.weingutbaeder.de

Fotos: Alex Habermehl

Rheinhessen ! Alex und Chris Baumann – Zwei Nasen voll Leben

Definitiv! Es war diese Portion Rheinhessen-Schnauze, welche mir das Genießerland Rheinhessen so nah an meine Seele brachte, dass diese doch sogleich ihre Auszeit nahm und mit viel Leichtsinn in Erholung ging. Dann kam auch noch unvermittelt und ganz weit weg von erwartet diese vier Händevoll Leidenschaft und eine volle Nase Weinsinn gepaart mit jugendlichem Leichtsinn ohne jedoch den Sinn fürs Wesentliche zu verlieren und nahmen mich einfach mal mit zur Tour ins Himmelthal.

Ja! Das sind sie. Die beiden vom Domhof. Alex und Chris Baumann haben in ihrem historisch-geprägten Anwesen ein großes Stück Genussraum geschaffen.

Ihr Domhof inmitten Guntersblum ist der perfekte Ort für besonderen Weingenuss, erholsame Nächte, rauschende Feste mit begeisterten Gästen sowie unbeschwerte Tagungen in einem außergewöhnlich-historischen Ambiente mit einem liebevollen Touch Servicefreundschaft.

Alex Baumann gehört zu den großen Talenten der Weinkreateure. Er passt ausgezeichnet in die Welt der Querdenker im Weinbau, welche nie müde nach neuen Herausforderungen werden. Er gehört zu jenen, die oben im Weinberg „Himmelthal“ stehen und das Leben so nonchalant ganz tief einatmen, demütigt dem Rebwuchs trotzen und all diese Narben und dunklen Farben des Lebens noch nicht erkennen. Warum auch… er biegt und schneidet doch völlig unberührt an der Vergangenheit, welche er im harmonischen Duett mit seiner Frau Chris neu interpretiert und gestaltet das Neue. Das Tiefsinnige, das Geile am Leben dort vorne. Ganz gewiss möchten die Baumanns nicht jene Wände einreißen oder durchbrechen, welche ihnen ihre Väter aufgebaut haben. Sie wollen darüber eine Brücke bauen und neue Wege kreieren. Letztlich ist es ihre, sehr charmante Art von Leben und das lässt sich bei jeder Begegnung, ob im Hotel, im Weinkeller oder oben im Himmelthal schmecken: Ihre Philosophie „weniger ist mehr“ wird mit jedem Schluck lebendig.

Wer mit den Baumanns durch die besten Lagen Rheinhessens pilgert, wird ganz rasch erspüren, dass Rheinhessen außer Rivaner ganz besondere Weine hat. Die Weine aus den besten Domhof-Lagen machen Spaß und lassen die gesamte Leidenschaft, den Charakter und die Kompetenz ihres Wirkens erkennen. Der Guntersblumer Himmelthal 2018 Riesling trocken überzeugt mit seinen grandiosen Fruchtaromen ebenso wie der „Riesling Niersteiner Pettenthal trocken 2017“ vom Roten Hang, ein hochwertiges Terroirs über Nierstein. Dieser grandioser Riesling begeistert saftig und vollmundig mit Aromen von Pfirsichen, Aprikosen, Kräutern und Blüten, feiner Mineralität, lebendiger Säure und druckvollem Abgang. Im Ausklang zeigt er einen finessenreichen Abgang. Der Riesling aus dem Himmelthal umspielt hingegen den Gaumen cremig und sanft mit einer feinen Honignote.. Grandios eben!

Alex hatte nie wirklich eine Chance der Liebe und auch der Leidenschaft zum Weinbau zu entfliehen. War auch nie gewollt. War doch letztlich so heimelig spannend und stets präsent. Während er für seine Art von Weinbau brennt zaubert Chris Baumann im Hintergrund eine große Portion Gastkultur, managed das kleine und feine Hotel „Schlafgut“, organisiert allerlei Events im Weingut und kümmert sich verdammt engagiert um den Verwaltungsalltag. Und es sind auch genüsslich-schöne Aufgaben die sich beide teilen: Ihre Kinder und das kunterbunte Familienleben drumherum.

Verdammt gern bin ich Gast hier. Ist es doch so herrlich-charmant kunterbunt, das Leben bei Baumanns in Guntersblum.

Weingut & Hotel Domhof / Bleichstraße 12-14, 67583 Guntersblum / 06249 805767

https://weingut-domhof.de

Rheinhessen ! Weine zwischen den Welten – Tobias Knewitz

Hier oben tänzelt die Sonne den Appenheimern auf der Nase herum und macht es sich fein gemütlich. Im 14. Jahrhundert wurden für diese sonnige Spitzenlage bereits hohe Beträge an Goldgulden bezahlt, weshalb sie nun den Namen Hundertgulden trägt.

Die „Grand-Cru-Lage“ Hundertgulden, mit fünfzig Millionen Jahre altem tertiärem Kalkstein, ist ideal für große Rieslinge, die mit gewaltiger Energie und kräftiger Mineralität glänzen. Es sind Weine, die sehr komplex daherkommen und mit einer lebendigen Frische faszinieren. Hier oben gedeihen die über 20 Jahre alten Reben von Tobias Knewitz. Hier oben entstehen grandiose Weine für die großen Bühnen der Weinwelt. Ein Grandseigneur ist defintiv der 2017 Knewitz Hundertgulden Riesling. Hellgelb glänz er im Glas, die Nase empfängt in Ehrfurcht ein Aromenspiel von Aprikose, Pfirsich und grünem Apfel gepaart mit einer feinen Note Honig. Herrlich frisch, leicht honigartig, tapeziert er den Gaumen mit einer fein-pikanten Säure.

Der Dirigent solcher großen Weine ist Tobias Knewitz. Jung, lebendig und sonnenfroh kommt er über den Hof. Ganz so als gehöre er hier nicht dazu. Ungezwungen und weit weg vom kunterbunten Wichtigsein. Seine sensible Handwerkskunst hat er sich bei den Pfälzer VDP-Künstlern Philipp Kuhn und Martin Meßmer angeeignet und folglich auch das Streben nach animierenden, lebendigen Weinen, die jeweils ihre Herkunft und den Boden, auf dem sie wachsen, widerspiegeln.

Seine großen Weine, seine Lagenweine der höchsten Qualitätsstufe, entstammen alten Reben in sogenannten Grand Cru Lagen des Welzbachtals. Es sind Weine mit verdammt viel Charakter, die unverfälscht und sehr authentisch jede Lage für sich widerspiegeln. Gerade im direkten Vergleich der Rieslinge aus dem Hundertgulden, Goldberg und Steinacker wird deutlich, wie markant die Herkunftsunterschiede dieser Weine sind. Seine Weine sind zeitlos-markant. Sie entstehen im Weinberg und in traditionellen großen Holzfässern. Hier bekommen sie viel Zeit und Aufmerksamkeit, damit sie in Ruhe zu ihrer wahren Größe, Komplexität und Individualität finden.

Die Wurzeln des 2017 Riesling Goldberg trocken haben sich in den letzten 20 Jahren recht tief in den Kalkmergel geprägten Boden gegraben. Folglich wird die Nase von gelbfruchtigen Noten wie Birne, Aprikose, Quitte und Nektarine umschmeichelt. Am Gaumen gesellen sich ganz charmant leichte Noten von reifem Pfirsich und Aprikose mit zart-kräuterigen Anklängen von Salbei und Lorbeer dazu. Ein großer Wein! Komplex, lebendig mit großem Reifepotential.

Tobias Knewitz gepaart mit viel Familiensinn gestaltet mit Bruder Björn und Vater Gerold authentisch-unverfälschte wie auch feinhandwerkliche Weine. Wein ist ganz viel Leben im Familienbetrieb, welchen sie mit Achtsamkeit und im Einklang mit der Natur pflegen. Gesunde Böden sind Voraussetzung für gesunde Pflanzen und somit ist der biodynamische Anbau eine ganz große Herzenssache.

Im Mittelpunkt ihres Wirkens stehen zu zwei Drittel die traditionellen Rebsorten Riesling und Weißburgunder. Mit diesen Reben und den kraftvollen Weinsorten ist Tobias groß geworden. Sie sind so wie auch er, geerdet, authentisch und mit ganz viel Tradition behaftet. Gerade der Riesling spiegelt sehr präzise und klar den Boden, das Klima, die Ausrichtung und Neigung der Weinberge, den Wetterverlauf und somit den Jahrgang.

Trotz Vielfalt und Individualität im Ausbau lässt der Riesling seinen wahren Charakter erkennen. Er ist … wie auch Tobias Knewitz wuchtig und auch mal charmant, manchmal schwer und dennoch elegant und lieber woanders als im Vordergrund.

Es sind Typen wie Tobias und Björn, die Rheinhessen fit für die Zukunft machen und in der Weinwelt definitiv Ausrufezeichen setzen.

Weingut Knewitz / Rheinblick 13, 55437 Appenheim / 06725 2949

https://www.weingut-knewitz.de

Pfalz! Stilsicher und ganz weit weg von laut – Sabine Ohler-Jost

Bedächtig, besonnen und auf der großen Bühne kann sie allemal. Stilsicher und ganz weit weg von laut spielt sie gerne die leisen, die sanften Töne und lässt ihre Weine bei den Großen mitspielen. Mit brachial-liebenswerter Leidenschaft kreiert sie Weine, die überzeugen und auch mal die Sinne in Verzückung bringen. Sabine Ohler-Jost prahlt nicht mit Werten und Tradition, diese sind doch längst in ihrer Seele verankert. Und… sie hat früh gelernt, dass der Blick über den Tellerrand seit mehr als 250 Jahren eine lebenswert-kultivierte Tradition ihrer Familie ist.

1758 begann mit Johann Michael Ohler die Weinbautradition in Gimmeldingen. Seit dieser Zeit ist das Weingut im Familienbesitz. 1997 übernahm Sabine Ohler-Jost das Weingut mit einer geballten Portion Tradition und gibt ihm einen neuen Touch, eine neue Zukunft und auch ein Stück neuen Lebensgeist. Was bleibt ist der An- und Ausbau hervorragender Rieslinge und Burgunderweine.

Im jahrhundertalten Fasskeller rückt sie die Tradition ein wenig zur Seite, bereichert ihn mit neuen Fässern, denn all ihre Ideen brauchen Platz und ganz viel Zukunft. Mit einem sanften Lachen und ihrer auffällig-charmanten Bescheidenheit lässt mich Sabine Ohler-Jost wissen, dass sie gute, ehrliche und sehr authentische Weine mit starkem Charakter machen möchte. Ihre Liebe zu großen und einzigartigen Weinen motiviert sie jedes Jahr aufs Neue. Meine ersten Begegnungen mit ihren Weinen lassen erkennen, dass „Gut“ woanders ist, nur nicht hier. Ihre Weine sind großartig, fein und stilsicher ausgebaut. Sie haben einen ganz eigenen Charakter mit großem Terroirbezug und hoher Güte.

Ihre Rebflächen in Gimmeldingen, Königsbach und auch Mußbach hat Sabine Ohler-Jost sehr sensibel im Blick. Step by step stellt sie gerade um auf Biodynamik und widmet sich sehr intensiv der Nachhaltigkeit. Nachhaltig mit Blick auf das Wesentliche und einer sensiblen Handarbeit möchte sie die Zukunft gestalten. Im Einklang mit der Natur zu arbeiten ist für Sabine Ohler-Jost eine bedingungslose Selbstverständlichkeit. Und klar: Nachhaltigkeit ist letztlich eine Grunddisziplin – in jeder Beziehung. Das betrifft Weinberge und Boden genauso wie die Beziehungen zu ihren Kunden.

Und wieder nimmt mich ihr herzliches und dennoch bescheidenes Lachen mit auf eine Genussreise. Im Glas tänzelt gelbfruchtig der 2018 „Aus den Gärten“ Riesling trocken. In der Nase die Begegnung mit gelber Frucht, etwas Pfirsich, einer sanften Zitrusnote und einen Touch Minze. Ganz gern verweilt dieser Riesling noch etwas im Gaumen, denn dieser mag ungern loslassen.

Ein echter Korkknacker ist ihr genial-guter Sekt aus Chardonnay und Spätburgunder. Hier lässt sie keine Kompromisse, kein Wenn und Aber oder doch, zu. Der Chardonnay-Spätburgunder brut in aufwändiger Handarbeit nach der Mėthode traditionelle gestaltet, hat bereits zwei Jahre Hefelager genossen. Der Gaumen wird bereichert von edler Würze, fein-gereifte gelbe Frucht, zartem Schmelz. Das weinige Mousseux und die aromatische Textur führen in ein klares und langanhaltendes Finale. In der Tat… ein großes Finale. In der Tat… Sabine Ohler-Jost ist ein liebenswerter Charakter.

Sabine Ohler / Meerspinnstraße 33, 67435 Gimmeldingen / 06321 6116

https://www.weingut-ohler.de

 

London! Ein prächtiges Stück Charme – Number Sixteen Hotel

Ohne sich selbst nicht so wichtig nehmen, fügt sich das „Number Sixteen Hotel“, harmonisch in die prächtige Reihe der typischen Londoner Stadthäuser im schönen South Kensington. Inmitten des chic-exklusiven Stadtteils South Kensington gelegen, serviert das Hotel 42 fein-exklusive Zimmer. Hier wurde viel Zeit und besondere Sorgfalt in die Planung und Gestaltung eines Hotels investiert, welches in jeder Hinsicht überzeugt. The Place – trotz idyllisch-ruhiger Lage, könnte kaum lebendiger sein. Die direkte Nachbarschaft von „Number Sixteen“ ist geprägt von Galerien, Designerläden, Restaurants, Cafes, das Natural History and Science Museum und das Victoria & Albert Museum. Und… Number Sixteen ist im Mittelpunkt einer genussreichen Shopping- und Genusslandschaft. Danach… ein Afternoon-Tea im Number Sixteen. Berühmt, einziggenüsslich, sahnig-üppig, sinnstrapaziert und dennoch so romantisch-liebevoll in Ruhekissen gepackt.

Die Investoren und Macher des Hotels, Tim und Kit Kemp, haben auch bei diesem Hotel den Fokus auf hohen Standards und einzigartigen Dekorationsstil gelegt und somit viele beachtenswerte Auszeichnungen erhalten. Kit Kemp gestaltete das Innenleben der Hotels in ihrem einzigartigen, persönlichen Stil, der einen frischen und modernen englischen Stil reflektiert. Die Badezimmer sind sehr schön in Granit und Eiche ausgelegt. Blick auf den hoteleigenen Garten oder die weißen viktorianischen Gebäude von Sumner Place.

Das „Number Sixteen“ hat sich fast versteckt eingefügt in den Stil der benachbarten typischen Londoner Stadthäuser und hält sich doch so gern bescheiden im Hintergrund – verzaubert spätestens jedoch nach dem Öffnen der kräftigen Haustürflügel: Designprächtige Eingangshalle, zwei helle Salons mit hohen Fenstern und viel Tageslicht und ein stylisch-romantisches Frühstücksrestaurant. Im Sommer ist das Frühstück im Garten ein besonderes Genusserlebnis. Der Nachmittagstee ist im Wintergarten oder bei gutem Wetter draußen im romantischen Garten mit Bäumen und Springbrunnen ein besonderer Genuss.

„i love it – the numder sixteen!“

Und wer noch nicht genug vom der Designkunst der Gebrüder Kemp gesehen hat: In London gehört das Haymarket Hotel, die von mir bereits beschriebenen Hotels Soho Hotel, Covent Garden Hotel, Charlotte Street Hotel ebenso zur Gruppe der Kremps wie das Crosby Street Hotel in New York.

16 Sumner Place – London SW7 3EG – Telefon: +44 20 7589 5232 –

www.firmdalehotels.com

Mallorca! Die satten Klänge von Lebensfreude – Bodegas Ribas

Mallorca lässt sich auch vorzüglich trinken. Seit einigen Jahren setzten insbesondere ausländische Investoren mit viel Gespür auf das „rote Gold der Insel“. Seither boomt der Weinbau auf Mallorca. Ausgezeichnete Weingüter mit viel Tradition haben zudem in den letzten Jahren verstärkt auf hohe Qualität gesetzt, welche die Weine der Insel wieder auf die internationalen Bühnen bringt.

Die naturgegebenen landschaftlichen und klimatischen Voraussetzungen für den Weinbau auf Mallorca – von hervorragend, bis extrem – ermöglichen es den Weinmachern, charaktervolle und charakteristische Weine in ihren Kellern reifen zu lassen.

Der Weinbau auf Mallorca hat eine sehr lange Tradition, welche weit in das Mittelalter zurück reicht. Heute präsentieren sich rund 2.500 Hektar Weinreben der Sonne und weiten sich rasch aus. Zahlreiche neue Weingüter mit neuen Ideen und Kreationen entstehen. Traditionalisten treffen auf Modernisten. Bewahrer kultivieren mit viel Stolz typisch mallorquinische Rebsorten. Andere Weinmacher setzen hingegen auf internationale Klassiker wie Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot.

Mallorcas Weinkosmos befindet sich in der Inselmitte zwischen Palma und Inca. Seit über 300 Jahren wird in Binissalem, Consell und Santa Maria mit sensibler Handarbeit Weinbau noch klassisch und traditionell betrieben. Hier arrangieren sich die Weinreben gern zwischen Mandelbäumen, Zitronenbäumen und Orangenbäumen.

Das Land- und Weingut Finca Ca‘n Ribas, in der Gemeinde Consell, blickt auf eine lange Familientradition zurück. 1711 begann Pedro Ribas de Cabrera mit dem Bau einer Bodega. Die Familie Ribas widmete sich seit jeher dem Anbau der auf der Insel traditionell genutzten Kulturpflanzen wie Wein und Oliven. Die ursprüngliche Bodega ist im Laufe der letzten 20 Jahre modernisiert und renoviert worden, um die Prozesse der Weinbereitung zu optimieren. Die alte Mühle, in der früher das Öl hergestellt wurde, ist zum Lagerraum für 250 Barriques-Holzfässer aus hochwertiger Eiche umgewandelt worden.

Noch immer verzichtet das Traditions-Weingut auf Hightech und unzähligen Pülverchen im Weinkeller und bewirtschaftet die knapp 40 Hektar eigene Weinberge ohne chemische Zusätze für dieses oder jenes Problem im Weinbau. Hier werden die Weine und Moste nicht geschönt, sonder diese sind von Natur aus schön. Die Weinbereitung erfolgt in einer Kombination aus traditionellen Weinbaumethoden gepaart mit Kreativität. Sorgsam setzt das Weingut auf Innovationen, welche dem Streben nach stetiger Verbesserung keine Grenzen setzt. Hierbei steht die Einführung von internationalen Rebsorten, die insbesondere einheimischen Sorten optimal ergänzen, in direkter Verbindung mit dem Projekt zur Rückgewinnung und zum Wiederanbau von anderen, beinahe vergessenen einheimischen Rebsorten.

Die Weinberge des Hauses Ribas, von denen gesagt wird, sie seien die ältesten auf Mallorca, werden nicht bewässert und nur spärlich gedüngt. Die Rebstöcke besitzen lange Wurzeln, die die Nährstoffe in der Tiefe des Muttergesteins suchen. Der charakteristische Boden dieser Weinberge ist in den Weinen deutlich wahrnehmbar. So sind die mineralischen und balsamischen Noten sowie die rote Frucht leicht im Bukett zu erkennen. Ein kräftiger, körperreicher, geschmackvoller Wein, mit edlen Tanninen und ausdrucksvollen Fruchtaromen.
Die heutigen „Weinmacher“, drei Nachfahren von Pedro Ribas, versuchen sein Werk entsprechend seiner Lebensauffassung, die vor allem der Achtung der Tradition sowie der Liebe zu einer rundum guten Arbeit geprägt war, fortzuführen.

Die „Alma Mater“ – die Seele dieser Bodega, María Antonia Oliver, führt die Arbeit ihrer Vorfahren weiter und bringt dazu noch ihre eigenen Ideen zur angestrebten Vervollkommnung ein.

Araceli Servera hat ihre Ausbildung in Önologie an der bekannten Universität Rovira i Virgili in Tarragona und in Chemie an der Universität Barcelona abgeschlossen und ist mit ihren 31 Jahren bereits eine der erfahrensten Önologen der Balearen. Sie arbeitete in Weingütern mit internationalem Ansehen und höchstem Niveau wie Clos Mogador, Clos Erasmus bzw. Mas Martinet im Priorat (Katalonien), Achával-Ferrer in Mendoza (Argentinien) und Harlan Estate in Napa Valley (Kalifornien).

Xavier Ribas folgte dem Beispiel seiner Schwester Araceli. Er absolvierte ein Biologiestudium an der Universität Barcelona und schloss daraufhin seine Ausbildung zum Önologen an der Universität Rovira i Virgili in Tarragona ab.

Bekannt für seine Willensstärke und seinen Perfektionismus arbeitete er zusammen mit Weingütern verschiedenster Regionen und mit unterschiedlichsten Philosophien, wie etwa Mas de la Dame in der französischen Provence, Vins Jean Luc Colombo und Domaine de Rochepertuis in Cornas (Côte de Rhône, Frankreich), Independent Winemakers (Marlborough, Neuseeland) und Achával-Ferrer in Mendoza (Argentinien). Außerdem besucht er regelmäßig Weingüter in Südafrika, Kalifornien, Deutschland und Italien, um seine Kenntnisse stets zu erweitern.

Bodegas Ribas überzeugt mit Weinen aus den weißen Rebsorten Prensal Blanc, Chardonnay, Viognier und Moscatel und den roten Rebsorten: Mantonegro, Gargollassa, Callet, Garnacha, Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot. Beachtlich ist das Alter der Reben: 45 Jahre bei einheimischen und 20 Jahre bei internationalen Rebsorten.

https://bodegaribas.com/de/bodega/

London! Farbenfrohes Lifestyle nicht nur zum Honeymoon – „The Arch“

In England und ganz besonders in London ist der Spätsommer an allen Ecken, in den verträumten Parks bei zarter Herbstluft, in den üppig-romantisch gestylten Chocolaterien und in den genüsslich-feinen Tearooms spürbar.

Fast unbemerkt und dennoch ganz besonders für „Verliebte“: Das luxuriöse Lifestyle Hotel „The Arch“. In einer ausgezeichnet-feinen wie auch ruhigen Lage, nur einen Steinwurf von Marble Arch entfernt, wurde in sieben georgischen Stadthäusern und zwei alten Stallungen ein wundervolles Hotel designed. Hier ist eine einzigartige Kombination aus englischem Erbe und zeitgenössischem Stil Programm.

The Arch London liegt in einer ruhigen Anliegerstraße in der Nähe des Marble Arch und ist nur wenige Minuten vom Hyde Park entfernt. Ebenso die charmant-lebensfrohe Boutiquen der Oxford und Bond Street.

Mit 82 individuell gestalteten Gästezimmern und einem inspirierenden Restaurantbereich, bietet „The Arch“ ausgezeichneten Komfort und Service. Dazu gesellen sich britische Kunst, farbenfrohe Stoffe und ehrliches, herzhaftes-authentisches Essen auf höchstem Niveau.
Gestaltet von RDD Interior Architectural Design, wurde The Arch London von dem Londoner Wahrzeichen Marble Arch und der lokalen Nachbarschaft inspiriert. Es umfasst sieben denkmalgeschützte Stadthäuser und zwei Ställe auf einer Fläche von ca. 55.000 Quaddratmetern. Dynamische Installationen von aufstrebenden britischen Künstlern finden sich im ganzen Hotel und betonen die wundervollen Räume der georgischen Architektur. Die 82 Gästezimmer und Suiten zeigen neben den zehn individuell gestalteten Farbschemata weitere Stücke. Sie wurden aufwändig gefertigt und die verwendeten Materialien sind nicht nur nach ästhetischen Gesichtspunkten ausgesucht worden, sondern auch nach ihrer Fähigkeit, die makellos wiederhergestellten klassischen Merkmale der Häuser zu unterstreichen.

Die Gästezimmer bieten die perfekte Fusion von Stil und Komfort. Die individuell konzipierten Farbschemata reflektieren die lokale Nachbarschaft und anregende Kunst, sie hauchen den Räumen Charakter und Originalität ein. Hochwertige Textilien, wunderbare Bettwäsche, prächtige Möbel und bemerkenswerte Tapeten vervollständigen die klassischen georgischen Merkmale, einschließlich originaler Schiebefenster die die Zimmer in natürliches Licht hüllen. Die luxuriösen Badezimmer sind gleichsam beeindruckend. Umwerfender, schwarzer Granit und verspiegelte Oberflächen, revitalisierende Regenduschen, state-of-the-art Flachbildfernseher am Ende der Badewanne und exklusive Pflegeprodukte der Marke Malin + Goetz, garantieren puren Genuss.

Die wunderschönen georgischen Gebäude aus denen The Arch London besteht, wurden ursprünglich als Wohnstifte im 18. Jahrhundert erbaut. Sie sind Teil des Portman Anwesens, das hauptsächlich Marylebone umfasst, einschließlich der Oxford Street von Marble Arch und Bryanston Square, die sich in der Nähe des Hotels befinden. Während des Bombenhagels im 2. Weltkrieg schlugen einige Bomben auf den Bryanston Square ein und halbierten ihn, es wurden nahezu alle Gebäude auf dem Great Cumberland Place zerstört, auch die des The Arch London. Nach dem Krieg wurden die Gebäude als private Wohnhäuser genutzt bis sie 1975 zu zwei Hotels, The Bryanston Court und dem Concorde Hotel, umgebaut wurden. AB Hotels kaufte diese Gebäude im September 2001 und die Story des The Arch London begann.

Die Kunstsammlung des The Arch London umfasst Werke von aufstrebenden britischen Künstlern. Die öffentlichen Räume sind alle mit beeindruckenden Stücken geschmückt, angefangen bei Vincent Poole’s Kollage „New Shoes“; einer dynamischen weiblichen Silhouette aus ikonischen Bildern aus den umgebenden Bereichen.

Wie HUNter 486, das Restaurant und die Bar des Hotels, haben die vier wundervoll geräumigen Suiten des The Arch London ihre Namen von den Vorwahlen der 1950er Jahre: ABBey 222 – 222 Westminster (Westminster Abbey); CHAncery 242 – 242 Holborn (Chancery Lane); JUNiper 586 – 586 St. Johns Wood; SULlivan 785 – 799 Westminster.

Relaxen sollte man unbedingt mit Stil und Liebe in der ABBey 222 Suite, die mit einem atemberaubenden Himmelbett, einem privaten Innenhof und einer gut ausgestatteten, zeitgemäßen Kitchenette perfekt ist, für Gäste mit einem unabhängigen Reisespirit. Die Schlafzimmer profitieren von einer integrierten Sitzecke mit Sofa und Sesseln, separatem Arbeitsbereich, einem großem Flachbildfernseher und einem zusätzlichen, ausfahrbarem Flachbildfernseher am Ende des Himmelbettes. Der Innenhof ist mit fesselnden Landschaftsfotografien von Amy Murrell dekoriert, die dem Ort eine erholsame Atmosphäre verleihen. Das großzügige Badezimmer bietet eine separate Regendusche, eine große Badewanne mit state-of-the-art Fernseher, Bidet und zwei Waschbecken.

http://the-arch.at-london-hotels.com/de/

Die Pfalz – Ein „must have“ für alle Weinliebhaber!

Nonplusultra für den Einstieg in die Traumwelten. Andere suchen ihr Glück im Keks und vertrauen deren Wahrsagung. Doch der wahre Stoff, aus dem die Träume sind, ist der Wein. Wein ist eben nicht nur eine banale oder zu vernachlässigende Flüssigkeit, die immer und überall gleich schmeckt. Es gibt definitiv kein anderes Getränk und auch kein anderes Genuss- oder Lebensmittel auf der Welt, das in so ungeheuer zahlreichen Varianten angeboten wird. Genuss- und Marketingexperten bereitet das Kopfschmerzen, Sommeliers, Weinritter und Weinfreunde hingegen ganz häufig viel Anlass zu Freude und Vergnügen. Sicher ist auch, dass Wein nicht einfach mal so aus einem luftleeren Raum oder einem tristen Himmel kommt. Wein… wächst an besonderen Orten und in besonderen Naturlandschaften, oft schon seit Jahrhunderten. Über Generationen hat man seinen An- und Ausbau verfeinert. Wein ist voll behaftet mit mannigfach-bunten Geschichten und öffnet Augen für herrlich-schöne Landschaften und die Herzen für neue und ganz besondere Freundschaften. 

Schon zu den Zeiten der Römer wurden viele und heute bekannte Lagen der Pfalz mit Reben bepflanzt. Einzelne Weinmacher begriffen, dass Wein anders duftet und schmeckt, wenn er von einer anderen Lage, einer anderen Region und auf einem anderen Boden wurzelt. Aus Frankreich schickt der bekannte Winzer Bruno Prats aus dem Medoc seinen Kollegen der Pfalz seine ganz spezielle Definition: „Terroir erfasst alle natürlichen Voraussetzungen, die die Biologie des Weinstocks und demzufolge die Zusammensetzung der Traube selbst beeinflussen. Doch der jung-wilde wie auch kreative Pfälzer Weinkreateur mag sich besonders gern den Worten von Robert Parker anschließen  „Terroir muss man sich vorstellen wie Salz, Pfeffer und Knoblauch. In vielen Gerichten bilden diese Gewürze eine unentbehrliche Komponente, die ihnen wundervolles Aroma und Charakter verleiht. Für sich allein dagegen bringt man sie meist kaum runter“.

Dass die Pfalz verdammt nah an Frankreich lehnt lässt sich in den facettenreich-bunten Reblandschaften erkennen und im Glas erschmecken. Bei den Roten setzen die Pfälzer Weinkreateure auf Merlot, Cabernet Sauvignon, Pinot Noir oder auch Syrah. Chardonnay, Cabernet Blanc und Sauvignon Blanc stehen dem berühmten Riesling oder einer Scheurebe gut zur Seite und gewinnen immer häufiger viel Prestige auf internationalen Bühnen. Pfälzer Weinmacher zaubern, kreieren und gestalten mittlerweile Weine, die häufig auch französische Vorbilder in den Schatten stellen.

Und ganz sicher… Pfälzer Winzer sind tolle Charaktere, liebenswerte Mitmenschen und charmante Gastgeber. Soviel Gastlichkeit, so viel genüsslicher Stoff für wundervolle Träume machen die Pfalz zum „Must have“!