Mozzarella! Suboptimiert oder highglas-sortiert?

Grausige Wahrheiten offenbaren sich in den zahlreichen Kühltheken im allerlei bunten Discounterland. Besonders irritiert bin ich beim Thema Käse und sensibel pikiert bei einer reichlich deprimierenden Auswahl von Mozzarella-Sorten. Weiß, frei von jeglichem Geschmack und eine Handvoll Gummimasse, als sei es ein Entspannungsball, sind kein Ausnahmefall. Definitiv ist dies ganz weit weg von bester Genussqualität. Bittttte! Mindestens die Käsebälle aus Büffelmilch entsprechen der ehrlichen Geschmacks- und Genussqualität. Besonders intensiv und so prachtvoll italienisch ist die „Mozzarella di buffala campana“. Hier werden die Rezepturen aus dem 12. Jahrhundert im Gaumen schmeckbar. Im 12. Jahrhundert formten Mönche der Region Neapel und Salerno Frischkäse aus Büffelmilch zu Kugeln und Zöpfen. Der echte, der wahre und feine Mozzarella ist ein ursprünglich italienischer Pasta-Filata-Käse aus der Milch des Wasserbüffels aus einem Teig, welcher bei der Herstellung Fäden zieht. Die Herstellung lässt sich schmecken: In feiner Handarbeit bringt der Käsemacher Milch mit Lab zum Gerinnen und übergießt diesen Käsebruch mit 60 Grad heißem Wasser. Danach wird meisterlich und mit italienischer Lebensfreude gerührt, gezogen und geknetet. sobald die dampfende Masse elastisch wird, teilt der Käsemeister die zähe Käsemasse in gleich große Stücke und bringt diese in Form.

Fein-authentischer und geschmacksintensiver Mozzarella überzeugt mit einer intensiv sahnig-aromatischen Note und einer locker, saftigen Konsistenz. Der sahnige Kern zerfließt beim Anschneiden.

Gern empfehle ich den „Mozzarella di buffala campana“ mit dem Gütesiegel DOC. Meist kommt dieser aus den Regionen Latium, Apulien oder Kampanien.

In Mailands berühmter Pizzeria Maruzzella, hatte ich eine sehr köstlich-schöne Begegnung mit dem Klassiker „Mozzarella in carozza“. Mozzarella zwischen zwei Brotscheiben gelegt, in Ei gewendet, mit Mehl bestäubt und leicht-braun frittiert.
Die Mailänder Osteria „Al Ponte de Ferr“ am Naviglio Grande überrascht mit einer raffinierten Kreativität und einer „Mozzarella in pasticceria“. Mozzarella in Blätterteig, fein umschmeichelt mit Vanilleeis, Kürbisöl, Rosenwasser und feinster Sahne.

Pizzeria Maruzzella – Piazza Guglielmo Oberdan, 3 – 20129 Milano – 39 02 2952 5729

Und in Deutschland?! In Frankfurt-Sachsenhausen begeistert Dennis Rimonti mit verdammt geschmacklichen Kreationen in seinem Restaurant Lella Mozzarella. Im Stil der 50er- und 60er-Jahre gepaart mit ganz viel Flair der italienischen Riviera schmeckt die frische Orecchiette mit dem cremigen Kern der Burrata, 100% Büffelmilch mit Tomaten und Basilikum vorzüglich. Übrigens: Burratina ist ein kleines Säckchen aus Mozzarella, das mit Mozzarella-Strängen oder -Würfeln und cremiger Sahne bzw. Rahm gefüllt ist. Burrata bedeutet “gebuttert”.

Lella Mozzarella / Mörfelder Landstraße 137 / 60598 Frankfurt am Main / 069 66366744

Ja! Mozzarella ist mehr als nur glibberige Masse in Tüten!!!

Sommelier & Weinkreateur Arnold Nölly und Wein aus dem Ammertal

Wenn der leichte Nebelschleier am Morgen den ersten Sonnenstrahlen die Bühne überlässt und die sanften Hänge ihre Hände öffnen, dann haben die beschaulichen, teils schroffen, Weingärten im Ammertal ihren schönsten Auftritt.
Hier ist es nicht hässlich, auch nicht gewöhnlich und ganz weit weg laut. Aber schroff, auch mal launisch und ganz sicher verdammt authentisch und traumhaft schön.

Das Ammertal, das kleinste Anbaugebiet in Württemberg, schmiegt sich von Rottenburg über Unterjesingen bis knapp vor Metzingen in idyllische Berg- und Waldlandschaften ein und lässt die Welt so gern gottgnädig sein. Sie ist stets und zu jeder Zeit eine Reise wert.

Im 15. Jahrhundert war das Ammertal eine reiche Weinbauregion mit 400 Hektar. Zur Gründungsfeier der Universität Tübingen im Jahr 1477 wählte der württembergische Graf Eberhard im Bart beste Weine aus dem Ammertal. Die Realteilung, sowie unbezwingbare Rebkrankheiten führten zum Niedergang des Weinbaus im Ammertal. Statt Wein wurden an den terrassierten Hängen des Schönbuchtraufes verschiedene Obstsorten angepflanzt, Doch seit wenigen Jahren lebt er wieder, der Geist der guten Weine im Ammertal. Verrückt-idealistische Kleinwinzer wie der Sommelier und Mitinhaber des Hotels Hasen, Arnold Nölly oder die Unterjesinger Winzer und Obstbauer Richard & Christine Müller.
Arnold Nölly ist ein wahrer Weinliebhaber. Diplomierter Sommelier und liebenswerter Gastgeber im Herrenberger Hotel Hasen. Während sein Bruder Gerhard seine Leidenschaft und Kreativität am Herd auslebt und so manchem Gast kulinarische Feinheiten in deren Sinne zaubert, sucht Arnold die körperlichen und auch geistigen Herausforderungen im Weinberg. Hier ist es sorgenfrei und ohrenbetäubend leise. Hier ist Geborgenheit und Inspiration für Neues. Souvignier Gries, und die fast vergessene Rebsorte Johanniter sind seine Leidenschaft. Johanniter kommen kräftig, fruchtig daher und haben Ähnlichkeiten mit Riesling. Hingegen der Souvignier Gries eine 1983 neue gezüchtete Piwi-Weißweinsorte ist, deren Eigenschaften es ermöglichen auch in niederschlagsreicheren Weinbaugebieten die Anzahl von Pflanzenschutzmaßnahmen zu reduzieren, denn nichts verteufelt Nölly mehr, als Chemie im Weinberg.
Und im Weinkeller? Hier, im tiefen Gewölbe, des Hotels Hasen lagern die „Besten“ aus dem Ammertal zwischen 130 verschiedenen Weinen aus großen Lagen Deutschlands und der Welt. Und kaum ist das Jahr vorbei, sind die wenige hundert Flaschen aus den eigenen Weinlagen ausgetrunken. Mir hat Nöllys Eigenkreation, ein 2018 Hasen Rotling, Burg Müneck Steillage, ein Rosé-Cuvee aus Kerner, Spätburgunder und Schwarzriesling, die Sinne verdreht und mich den Tag sanft ausklingen lassen.
Mal so ganz unbedeutend nebenbei erwähnt: Hier in die tiefen des Hasens ist Arnold der Hausherr und Kellermeister. Seine erstklassige Ausbildung an der der Dualen Hochschule in Ravensburg schloss er als „Bachelor of Arts in Hotel Management“ ab. Es folgte die Ausbildung zum Sommelier in Heidelberg gepaart mit reichlich Fachpraxis auf dem Staatsweingut Meersburg. Rasch wird erkennbar, Arnold versteht die Sensibilität seiner Handwerkskunst und fügt sie ein in sein Leben. Mit guten Gedanken und der freundlichen Ansprache trägt er als Sommelier dazu bei, dass dem Gast das Ammental schmeckt.

Arnold Nölly / Hotel Hasen / Hasenplatz 6, 71083 Herrenberg  / 07032 2040

https://www.hasen.de

 

Das „Gelbe Gold“ Mallorcas

„Dem Wahren Schönen Guten“ – Mallorca ist herrlich widersprüchlich

Schillernd ist sie! Begehrt sowieso. Beliebt und ab und an auch mal unbeliebt. Das Sternzeichen Zwilling würde ihr gut stehen, den die Widersprüchlichkeit ist ihr auf die Stirn geschrieben. Wild und dennoch romantisch zeigt sie sich gern.

Unnahbar und auch mal heimelig. Hier und da zeigt sie ihr Temperament und ist dann auch mal schroff und störrisch unbändig. Jedoch… sie kann auch sehr charmant und liebenswürdig sein. Und … Mallorca ist imposant. Als größte Insel im Mittelmeer ist Mallorca faszinierend, kunterbunt und vielfältig zugleich.

„Dem Wahren Schönen Guten“… spricht man gerne über das „Gelbe Gold“ der Insel. Das Gelbe Gold“ Mallorcas ist definitiv das Olivenöl oder „aceite de oliva“, welches uns überall und zu fast jeder Zeit auf der Insel begegnet. Olivenöl ist ein kulinarischer „Feingeist“ wie auch eine Schönheitspflege. Oliven setzen den I-Punkt mancher Cocktails als auch eine geschmackliche Versuchung zu einem guten Bier oder einem besonderen Wein.

Das „Gelbe Gold“ Mallorcas

Oliven sind auch willkommene Früchte der Gesundheit. Oliven sind reich an vielen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, wie z.B. Vitamin E und sekundären Pflanzenstoffen, welche beide vor Krebs schützen. Bekanntlich senken Oliven den Cholesterinspiegel, schützen das Herz, senken Bluthochdruck und beugen Arterienverkalkungen vor. Sie schützen den Körper nicht nur von innen, denn Olivenöl und -extrakte sind bekanntlich ein beliebtes Schönheitsmittel. All das wussten auch bereits die Ägypter, Griechen und Phönizier, die der Olive schon damals eine hohe Bedeutung beimaßen.
So waren es auch die Phönizier und die Griechen, die den Olivenbaum nach Mallorca brachten. Die Intensivierung des Olivenanbaus geht jedoch auf die Araber zurück.
Die ersten schriftlichen Hinweise auf Olivenhaine finden sich im 15. Jahrhundert; der älteste wissenschaftlich untersuchte Olivenbaum der Insel steht bei Artà und stammt aus dem Jahre 1314. Man kann davon ausgehen, dass ein Großteil der Olivenbäume auf Mallorca zwischen 300 und 500 Jahre alt ist. Diese „Methusalems“ liefern aufgrund der intensiven Nährstoffe, die ihr Holz speichert, aromatischere Früchte als jungen Pflanzen. Die Veredelung erfolgt seit jeher durch das Aufpfropfen auf einen jungen Wildstamm.
Der Olivenbaum, der bis zu 5 m hoch werden kann, ist anspruchslos und braucht keine künstliche Bewässerung. Er liebt aber Licht und Wärme, daher muss er – soll er gute Ernte bringen – alle paar Jahre gelichtet werden. Durch diese Beschneidung (und möglicherweise auch durch den Einfluss der Erdrotation) entstanden im Lauf der Jahrhunderte bizarr verdrehte Baumgestalten, die mit einiger Fantasie an Drachen, Kamele oder Kobolde erinnern. Eine Wanderung durch die uralten Olivenhaine im Barranc de Biniaraix oder im Gebiet von Muleta bei Sóller ist daher kurz vor der Ernte im Spätsommer ein phantastisches Naturschauspiel.

Das “Öl aus Mallorca” ist ein besonders naturreines Olivenöl, das aus den Olivensorten “Mallorquina” bzw. “Empeltre”, “Arbequina” und “Picual” (Olea Europea L.) mittels schonender Herstellungsverfahren gewonnen wird, wodurch das Öl die charakteristischen Eigenschaften von Aroma und Geschmack der Früchte behält

Die drei Sorten, die für die Herstellung des „Öls aus Mallorca“ genehmigt wurden, verfügen über geschmackliche und physio-chemische Eigenschaften, die einander ergänzen und zur Gewinnung von Ölen außerordentlicher Güte beitragen. Die mallorquinische Olive bringt so ein Öl hervor, das sich durch besondere Milde, Süße und den Geschmack nach reifen Mandeln auszeichnet; die Sorte Arbequina verleiht dem Öl darüber hinaus den Geschmack grüner Früchte, während die Sorte Picual auch einen Anklang von Schärfe und Bitterkeit trägt. Hinsichtlich des Fettgehalts der Olive steht dieser in direktem Zusammenhang zur verwendeten Olivensorte.
Das Olivenöl Aubocassa ist wohl zurzeit mit das beste Virgen Olivenöl Extra der Welt, von Roda, einem der weltbesten Ölproduzenten. Es wird sehr schonend kaltgepresst aus Mallorcas bester Olivensorte Arbequina gewonnen. Die Ölmühle der Finca Aubocassa sollte bei einer Reise über die Insel Mallorca unbedingt im Reiseplan stehen.

 

https://www.aubocassa.com

Das Leben mal in Kirschrosa – Lambrusco secco

Der Italiener an sich zeichnet sich durch seine besondere Gastfreundschaft und Herzlichkeit aus- und das vor allem laut in allen Ebenen und Farben. Italiener lieben Geräusche und lieben ihren Secco, der ihnen so liebenswert das Leben neu aufmischt.

Auch mich hat er erfasst und mein Leben einfach mal in feines Kirschrosa getaucht. Das Leben ist eben auch so herrlich bunt und möchte all seine Vielfalt auf seinem Lebensbuffet in allen Lebenslagen ausbreiten. Definitiv finden wir ganz vorne am Buffet die Italiener, denn sie sind es, die das Leben, laut garniert, mit mannigfachen Geräuschen genießen. Mittendrin ein kräftig-brillantes Kirschrosa in Begleitung eines tiefgründigen Duftes mit mineralischen und blumigen Tönen, einem Hauch von roten Beeren und Pink Grapefruit. Der „Premium Lambrusco di Sorbara Vecchia Modena DOC 2018 secco“ verkörpert ganz viel Charakter, ist weiblich und dennoch scharf emanzipiert. So wie eine Italienerin, die ihre grenzenlosen Ausdrucksmöglichkeiten von Weiblichkeit zelebriert. Eine Italienerin sieht keinen Widerspruch darin, emanzipiert und so tief dekolletiert zu sein, dass man praktisch von Modena aus noch die Küste von Portofino sehen kann.

Prickelnd, frisch und feinperlend mit betont-knackiger Säure… ein großer Secco, dem auch die Großen Italiens so gern und ganz viel Aufmerksamkeit schenken. Luciano Pavarotti und Lucio Dalla nach großen Konzerten und kleinen Seelenblicken. Luca di Montezemolo und seine Ferraristi nach großen Siegen und kleinen Fehlfahrten. Dieser Sekt ist was er ist… eine feinperlige Lebenskultur und passt zu Drama, Epos und Lyrik. Ja! Es gibt auch Männer in Italien, die keine Gedichte schreiben, mies zeichnen, nicht singen können und nicht wissen, wie man nach Modena kommt. Ja, es gibt sie ganz häufig, die Nonna im Hintergrund, die versucht alle mit Essen zu versorgen und der Padrone hält seine Reden zum aktuellen Tagesgeschehen. Ein wunderbares Schauspiel wahrer Lebensfreude, an dem man gerne teilhat. Und so gerne „Lambrusco di Sorbara secco“ genießt, fast ehrwürdig.
Ehrwürdig auch das Weingut Cleto Chiarli, südlich von Modena, eingefasst von großen Weingartenlandschaften. Hier wirkt und kreiert Anselmo Chiarli eine faszinierende Vielfalt von Spitzensekten aus den verschiedenen Klonen des Lambrusco. Definitiv, der Vecchia Modena ist ein Statement im Gegensatz zum meist zurückhaltenden Prosecco.
Beim Spaziergang durch den Weinkeller und durch die Reihen von Stahltanks streift immer wieder der intensive Duft nach roten Früchten meine Nase.

Längst im Nirvana der Vergangenheit sind meine Erinnerungen an die legendären Korbflaschen des Lambruscos. Heute geht es viel moderner und eleganter zu, denn heute sorgen moderne Stahltanks und gekühlte Gärung für ein facettenreicheres Produkt als noch vor etlichen Jahrzehnten.

Wiesbaden! Typisch… Regional… Charmant – Hotel & Restaurant Oranien

Probleme gibt es hier nicht: Es gibt liebenswerte Aufgaben und unverzügliche Lösungen.

Bereits bei meiner Anreise war ich mehr als positiv überrascht. Ein herzliches Willkommen begegnete mir allerorts. An der Rezeption ebenso wie auch auf der herrlich-charmanten Terrasse mit Blick auf eine zauberhafte Gartenlandschaft. Eine Mitarbeiterin des Hotels – welche gerade ihren verdienten Feierabend begann – bot mir ein ganz besonderes Fleckchen auf der harmonisch-betischten Gartenterrasse an. Kaum hatte ich Platz genommen, wurde ich mit engagierter Freundlichkeit bedient und bevor ich in der Lage war meine Wünsche zu äußern – Gastrokritiker haben bekanntlich viele – waren diese schon erfüllt.
Der Restaurantbereich des Hotels Oranien strahlt den typischen regionalen Charme und eine heimelige Atmosphäre mit einer feinen Spur an Laissez -faire aus. Das Hotel Oranien – ein ausgezeichnet geführtes 4-Sterne-Haus – bietet eine besondere Klasse mit der persönlichen Note und einzigartigem Geschmack in perfekter Umgebung und… mit Blick auf die mediterrane Gartenlandschaft, in welcher die Sonne ihr letztes Abendrot in das Blattwerk der üppigen Bäume legt. Was kann es Schöneres geben, als einen Sonnenuntergang beim Essen.
Gerne bekenne ich: “Der größte Gewinn ist zugleich der größte Verlust” und allzu gern lass ich mich von der Vorzüglichkeit der regionalgeprägten Genussküche des Küchenchefs und seinem Kretativteam verführen. O ja – ich sehe es geradezu als etwas Wunderbares an, sich in den Genusswelten zu verlieren. Christian Müller, der Küchenchef, ist zweifelsohne ein Koch aus Leidenschaft. Auf seinem Karriereweg, mit Stationen in der Eifel und in der Pfalz, sammelte er Erfahrungen und Ideen, welche er nun inmitten von Wiesbaden mit traditioneller, regionaler Küche kreativ mischt.
Zur Vorspeise – eine Saiblingterrine mit Spinatsalat und Safranschalotten. Der Fisch schmeckt unverfälscht sehr frisch nach Fisch. Das Aromenspiel wird durch den schmackhaft-frischen Spinatsalat bereichert. Der Hauptgang: Rinderfilet mit Beurre Rouge einer charmant-faszinierten Spur von Sellerie und frischen Kräuterkartoffeln ist ein wahrhaftes Gedicht. Das Messer gleitet förmlich durch das zarte, sattrosa Rinderfilet mit einer feinwürzigen Kruste. Hier beweist der Koch sensibles Gespür für ein besonderes Stück Fleisch. Zu solch einem köstlichen Steak darf es gern auch ein besonderer Rotwein sein. Der Lergenmüller Cuveé Handschrift vom Weingut Lergenmüller aus der Pfalz ist eine Kreation aus Cabernet Sauvignon, St. Laurent und Merlot im Stil eines Medoc. Er überzeugt mit würzigen Aromen und langem Finale. Das Dessert, ein perfekt zubereiteter Topfen-Nougatknödel mit pochiertem Weinbergpfirsisch und Vanilleeis ist ein prächtig-würdiger Abschluss im Garten des Hotels Oranien.

Was bleibt ist die durch und durch positive Erinnerung. „Für die motivierten Mitarbeiter des Hotels ist es eine liebenswerte Kunst, den Gast in seiner Gesamtheit zu erfassen und seine Wünsche als gegebene Selbstverständlichkeit zu würdigen”. Die Küche von Christian Müller: kreativ, schmackhaft und doch traditionell überzeugte auf höchstem Niveau.

Im Gespräch mit Gerald King – einem perfekter Gastgeber und Christian Müller – einem kreativer Küchenchef

Hotel Oranien Wiesbaden / Platter Straße 2 / 65193 Wiesbaden / Telefon: 0611.18 82 0 

http://www.hotel-oranien.de

Mensch Männl, das Fräulein Enkelin macht cafétastisch in Weinheim

Ja es gibt sie, diese ganz besonderen Orte, an die man gern zurückkehrt. Wenn dann die gehegten Erwartungen nicht enttäuscht, sondern die angenehmen Erinnerungen bestätigt werden, ist dies doch meist auch der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Das Café Fräulein Männl in Weinheim ist so ein genüsslicher Ort.

Die charmante Inhaberin Denise Pitzer und ihr lebendig-frohgelauntes Team tun sehr viel dafür, dass die Genusssinne der Gäste mit immer wieder neuen Eindrücken und allerlei Feinheiten bereichert werden. Der selbstgebackene Kuchen, ausgezeichneter Kaffee wie auch die Weine des Hauses – hier ist die Pfalz und Rheinhessen mit besten Tropfen ausgezeichnet vertreten – tragen bedeutend zur Genusssteigerung bei. Es ist also kein Wunder, dass diese Institution am Rande der Weinheimer Altstadt von vielen, glücklichen, Wiederkehrern besucht wird. Dass das Cafe ein sympathischer Ort ist, spürt man ganz besonders am Service, bei dem man hier nicht mit der üblichen Fluktuation im Gastgewerbe zu kämpfen hat, sondern der konstant ist – was sich glücklicherweise sehr auf die zuvorkommende Freundlichkeit auswirkt.

Im Grunde wirkt das Cafe wie ein umgebautes und in helle Farben gefasstes Wohnzimmer mit allerlei Erinnerungen an eine längst vergessene Generation. Die Geschichte von Denises Opa „Männl Krautinger“, einer Konditoren-Legende, welcher bis vor 20 Jahren eine traditionelle Zuckerbäckerei in der Fußgängerzone betrieb, wird hier und da wieder lebendig. Diese ganz besondere Hommage gepaart mit Tradition und Regionalität macht verbunden und wirkt heimelig auf Geist und Seele. Die unterschiedlichen, teils verwinkelten Räume im Erdgeschoss eines denkmalgeschützten Bauwerks bietet viel Platz und Gemütlichkeit. Davor eine romantische Terrasse, die dazu einlädt bei warmen Temperaturen das Laissez-faire der prächtigen Altstadtgassen bei einem ausgiebigen Frühstück oder einem Glas Rieslingsekt zu genießen.

Die Speisekarte des Hauses bietet Frühstück und Vesper für den ganzen Tag. Endlich auch ein Kaffeehaus, welches auch für Spätaufsteher ein leckeres Frühstück bietet.

Mein Männl’s Frühstück zur Mittagszeit ist die Käseplatte. Fein arrangiert mit einer frischen Käsevariation und einer ganz fantastischen Schafskäsecreme, Trauben, Feigensenf und bestes Brot wie auch Baguette vom Birkenauer Handwerksbäcker Uwe Brehm überzeugen all meine sensiblen Sinne. Dazu bestelle ich mir ein frisches Landei vom Fichtenhof Hilkert und klar… ein Glas Rieslingsekt vom Sektgut Krack in Deidesheim. Alles in allem ein prächtiger Strauß angenehmer Genussmomente, der es einem leicht macht, den Wimmel-Alltag zu vergessen.

Mit dem Cafe hat sich Denise einen Traum erfüllt und mich freut es immer wieder, auf ihrem Bänkchen zu sitzen.

Café Männl / Hauptstraße 155, 69469 Weinheim / 06201.3899976

Petra Jahr-Reathon hat den Trouble der Erde verlassen

Meine liebe Freundin….

wenn ich raus blicke, kann ich die Veränderung nicht sehen.
Es ist noch alles so wie gestern,
in den Wiesen spiegelt sich der Spätsommer, auf dem Baum glänzt der Morgentau.
Alles so wie gestern,
die Kinder tummeln sich in ihrem Spiel und Klängen, Vögel ranken sich um den schönsten Platz im Baum. Nachbarn halten ihren Plausch über Hund, Katz und Maus.

Alles so wie gestern,
doch heut bin ich so leer und so traurig-allein.
Alles so wie gestern,
doch Dich gibt es nicht mehr.

Zu schnell wurdest Du aus unserem Leben abberufen. Ob der dort oben… Dich wirklich braucht?
Ganz sicher… wir Dich mehr!!!
Denn gestern ist nicht mehr.

Reinhart

Ein viertel Leben Journalist

hinterlässt reichlich Spuren. Sowohl in Publikationen, im Internet als auch in meinen Sinnen und Haaren. Dabei ist es besonders die Leidenschaft und Begeisterung, was mich antreibt Menschen und Orte sowie deren Themen zu entdecken.

Ob es sich nun um Genusswelten, Naturlandschaften, Reiseoasen, Weinmacher, oder einfach nur um die Kunst des Lebens handelt.

Ein halbes Leben Fachdozent

Seit 1990 lehre ich, mit viel Leidenschaft und Geduld, an verschiedenen Fachhochschulen und für führende deutsche Bildungsträger. Wandere mit viel Elan und Leidenschaft durch die facettenreichen Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Wirtschaft, Soziales sowie Logistik und zeige junge Menschen ein fettes Stück Zukunftsperspektive.

Ich bin…

“Journalist. Genussphilosoph. Dozent”.

Klar! Ich reise, begegne Menschen, höre zu, lerne und lehre, recherchiere, suche nach Ursachen, Wirkungen und Spuren und füge am Ende Gehörtes, Gesehenes, Erfahrenes und Erlebtes zu Texten und für Vorträge zusammen. Meine Geschichten, Reportagen, Porträts und Features sind zu lesen in Zeitungen, Magazinen, Dokumentationen, Broschüren, Newslettern und Büchern.

mail@reinhart-lang.de